StartseiteAktuellesNachrichtenDas Kulturerbe Nepals dokumentieren: 2,5 Millionen Euro Förderung für deutsch-nepalesisches Kooperationsprojekt

Das Kulturerbe Nepals dokumentieren: 2,5 Millionen Euro Förderung für deutsch-nepalesisches Kooperationsprojekt

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Eine Förderung von rund 2,5 Millionen Euro gewährt die britische Arcadia Stiftung der Medienanthropologin Prof. Dr. Christiane Brosius und dem Indologen Prof. Dr. Axel Michaels von der Universität Heidelberg. Nach einer zweijährigen Pilotphase wird damit ein Projekt zur Dokumentation gefährdeter historischer Denkmäler im nepalesischen Kathmandutal über einen Zeitraum von sechs Jahren fortgesetzt. Dabei geht es insbesondere darum, die durch Erdbeben und städtischen Wandel gefährdeten Monumente in einer Datenbank zu erfassen und Empfehlungen für ihren Erhalt oder Wiederaufbau auszusprechen.

Mit der neuen Förderung sollen die Arbeiten auf West-Nepal und weitere Orte ausgedehnt werden, die kulturell und historisch mit dem Kathmandutal verbunden sind. Unter der Leitung von Prof. Brosius und Prof. Michaels arbeiten in dem Projekt in Heidelberg und Nepal 20 Spezialisten aus den Gebieten Architektur, Ethnologie, Geschichte und Indologie sowie dem Denkmalschutz zusammen.

Das Nepal Heritage Documentation Project mit seiner offen zugänglichen Online-Datenbank umfasst Beschreibungen, Fotos, Inschriften und Architekturzeichnungen der gefährdeten historischen Denkmäler Nepals, darunter Tempel, Klöster und Paläste. Ziel ist die Dokumentation und Inventarisierung von mehr als 2.000 Monumenten, 2.500 Inschriften und 8.000 Objekten sowie dem damit verbundenen immateriellen Kulturerbe – etwa Rituale, Feste, soziale und religiöse Praktiken.

Damodar Gautam, Generaldirektor des Department of Archaeology der nepalesischen Regierung sagt:

„Eine so detaillierte Dokumentation der historischen Monumente Nepals stellt einen Meilenstein dar – nicht nur für den Erhalt des Kulturerbes, sondern auch für die Weitergabe von Wissen über das reiche und außergewöhnliche Erbe Nepals an künftige Generationen.“

Federführend in dem Vorhaben ist an der Ruperto Carola das Heidelberger Centrum für Transkulturelle Studien (HCTS) in Zusammenarbeit mit der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, der Universitätsbibliothek Heidelberg sowie dem Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik der Fachhochschule Mainz. In Nepal sind die Hauptpartner die Saraf Foundation for Himalayan Traditions and Culture, das Department of Archaeology der nepalesischen Regierung, der Kathmandu Valley Preservation Trust und die UNESCO Nepal.

Nach den Worten von Christiane Brosius, Professorin für Medien- und Visuelle Anthropologie am HCTS, wird das „Nepal Heritage Documentation Project“ in die Lehre an der Ruperto Carola integriert und die Asienwissenschaften sowie die transkulturellen Schwerpunkte der Universität Heidelberg, insbesondere die Forschung zum kulturellen Erbe, in hohem Maße stärken.

Quelle: Universität Heidelberg via IDW Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Nepal Vereinigtes Königreich (Großbritannien) Themen: Förderung Geistes- und Sozialwiss.

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