StartseiteAktuellesNachrichtenDeutsch-französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften Centre Marc Bloch erstmals binational evaluiert

Deutsch-französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften Centre Marc Bloch erstmals binational evaluiert

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Das Berliner Forschungszentrum Centre Marc Bloch (CMB), das erstmals binational vom französischen Evaluierungsrat und vom deutschen Wissenschaftsrat evaluiert wurde, leistet einen wichtigen Beitrag zur Vertiefung der bilateralen deutsch-französischen Wissenschaftsbeziehungen auf dem Gebiet der Geistes- und Sozialwissenschaften. Es fördert damit insbesondere den Austausch zwischen den deutschen und französischen Wissenschaftskulturen und -traditionen.

Ursprünglich als französisches Forschungsinstitut im Ausland gegründet, hat es in den letzten 25 Jahren eine erfolgreiche Entwicklung hin zu einer binationalen deutsch-französischen Einrichtung durchlaufen. Die Forschungs- und Serviceleistungen beurteilt der Wissenschaftsrat als sehr gut.

Ein zentraler Forschungsschwerpunkt des Instituts widmet sich Fragen von Mobilität, Migration und räumlicher Neuordnung. Neben Vergleichen zwischen Deutschland und Frankreich, wie zum Beispiel bei der Eingliederung von Geflüchteten in Mittelstädten, nimmt das CMB dabei auch weitere Regionen wie Osteuropa oder Westafrika in den Blick.

Die neue Schwerpunktsetzung sieht der Wissenschaftsrat als geeignet an, die interdisziplinäre Forschungspraxis des Zentrums weiter zu fördern. Diese könnte durch Expertise aus den Wirtschafts- und Rechtswissenschaften noch verstärkt werden. Außerdem wird dem CMB empfohlen, seine Veröffentlichungen in einem offenen Archiv zugänglich zu machen.

Seine Forschungszusammenarbeit mit der Humboldt-Universität zu Berlin, mit der das CMB als An-Institut eng verbunden ist, sollte das CMB intensivieren. Zudem sollte sich das Institut auch mit anderen deutschen und europäischen Kooperationspartnern noch stärker vernetzen. Die Nachwuchsförderung stellt eine besondere Stärke des CMB dar. Die vorhandenen Instrumente wie die binationale Betreuung der Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen einer Co-Tutelle oder die Möglichkeit, Lehrerfahrung zu sammeln, sollten weiterverfolgt und ausgeweitet werden.

Quelle: Wissenschaftsrat via IDW Nachrichten Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Geistes- und Sozialwiss.

Weitere Informationen

Eine Initiative vom

Projektträger