StartseiteAktuellesNachrichtenDeutsch-israelisches Nachwuchs-Forschungsteam erhält ARCHES Forschungspreis für Studie über Interaktionen von NGOs im Schulsektor

Deutsch-israelisches Nachwuchs-Forschungsteam erhält ARCHES Forschungspreis für Studie über Interaktionen von NGOs im Schulsektor

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Prof. Dr. Nina Kolleck von der Freien Universität Berlin und Dr. Miri Yemini von der Tel Aviv University (Israel) sind vom Bundesministerium für Bildung und Forschung für ein gemeinsames Forschungsprojekt mit dem renommierten ARCHES-Preis ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 200.000 Euro dotiert.

Die beiden Bildungswissenschaftlerinnen wurden für eine vergleichende Studie über Interaktionen deutscher und israelischer Nichtregierungsorganisationen (NGOs) im Schulsektor geehrt. Der ARCHES-Preis (Award for Research Cooperation and High Excellence in Science) des BMBF wird von der Minerva Stiftung Gesellschaft für die Forschung mbH verwaltet. Die Minerva-Stiftung ist eine Tochtergesellschaft der Max-Planck-Gesellschaft und fördert die deutsch-israelische Wissenschaftszusammenarbeit. Die Gründung der Minerva Stiftung im Jahr 1959 markiert den Beginn der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Israel.

„Der ARCHES-Preis ist ein wichtiger Baustein in der deutsch-israelischen Forschungszusammenarbeit“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im BMBF Thomas Rachel bei der Preisverleihung. Gemeinsame Forschung baue Brücken und fördere das gegenseitige Verständnis. „Das ausgewählte Projekt, bei dem es um den Vergleich des Zusammenspiels von Nichtregierungsorganisationen und Schulen in beiden Ländern geht, ist höchst relevant und aktuell. NGOs rücken weltweit verstärkt in das öffentliche Bewusstsein, auch und gerade bei jungen Akteuren, die sich gesellschaftlich engagieren wollen“, unterstrich Thomas Rachel. Er hob hervor, dass der renommierte Preis in diesem Jahr bereits zum 10. Mal an deutsch-israelische Nachwuchs-Forschungsteams vergeben werde.

Die beiden Wissenschaftlerinnen befassen sich in der Studie mit Interaktionen zwischen Schulen und NGOs im israelischen und deutschen Bildungssektor aus der Perspektive beteiligter Akteure wie Schulleiterinnen und Schulleiter, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von NGOs, Stiftungen sowie aus Bildungsverwaltung und -politik. Das übergeordnete Ziel der Studie ist es, eine neue Theorie über die Rolle der Interaktionen zwischen Schulen und nicht-staatlichen Akteuren wie NGOs und Stiftungen innerhalb der deutschen und israelischen Bildungssysteme zu entwickeln. Hierfür werden die Ziele, Motive, Strategien, Wahrnehmungen und Einflussnahmen sowie die Vertrauensbeziehungen der in die Interaktionen involvierten Personen erhoben und analysiert.

„Nicht-staatliche Organisationen haben in den vergangenen Jahrzehnten in den westlichen Ländern zunehmend an Einfluss im Bildungsbereich gewonnen“, betonte Nina Kolleck. Doch trotz der zunehmenden Bedeutung von NGOs in Schulen sei immer noch wenig bekannt über ihr Wirken in Schulen und ihre Beziehungen zu schulischen Akteuren wie Schulleitungen und Lehrkräften. Die Studie baue auf der engen wissenschaftlichen Kooperation, den Vorarbeiten der Preisträgerinnen und dem internationalen Forschungsstand auf; Ziel sei es, einen Beitrag für die Weiterentwicklung der interdisziplinären Forschung sowie der Bildungspraxis in diesem Bereich zu leisten, hieß es weiter.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) / IDW Nachrichten Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Israel Deutschland Themen: Bildung und Hochschulen Förderung Geistes- und Sozialwiss.

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