StartseiteAktuellesNachrichtenDeutsche Forschungsgemeinschaft stellt "Förderatlas 2018" vor: Wo stark geforscht und gefördert wird

Deutsche Forschungsgemeinschaft stellt "Förderatlas 2018" vor: Wo stark geforscht und gefördert wird

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Der diesjährige Fokus auf Europa zeigt eine prägende Rolle Deutschlands und Großbritanniens.

Der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit der Hochschulrektorenkonferenz und dem Stifterverband am 5. Juli 2018 vorgestellte neue "Förderatlas 2018" ist der inzwischen achte Berichtsband, mit dem die größte Forschungsförderorganisation in Deutschland seit 1997 alle drei Jahre Kennzahlen zur öffentlich finanzierten Forschung vorlegt. Die aktuelle Ausgabe ist ein umfassendes Kompendium auf der Basis Zehntausender Daten aller großen öffentlichen Forschungsförderer in Deutschland und der EU für die Jahre 2014 bis 2016.

Einen besonderen Akzent setzt der neue Förderatlas auf die Forschungsförderung in der EU. Eine ganze Reihe von Auswertungen zeigt hier: Vor allem zwei Länder prägen den europäischen Forschungsraum – Deutschland und Großbritannien. So hat im EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizon 2020“ von 2014 bis 2016 Deutschland mit 3,9 Milliarden Euro die meisten Mittel eingeworben, gefolgt von Großbritannien mit 3,6 Milliarden Euro; beide Länder liegen deutlich vor Frankreich (2,4 Mrd. Euro), Spanien (2,1 Mrd. Euro) und Italien (1,9 Mrd. Euro). Auch bei den bilateralen Kooperationen und EU-weiten Netzwerken im Rahmen von Horizon 2020 liegen Deutschland und Großbritannien vorn. Bei der Förderung durch den European Research Council (ERC) wiederum führt Großbritannien mit 555 Starting, Advanced oder Consolidator Grants vor Deutschland mit 456 ERC-Geförderten.
 
Diese Ergebnisse sind einerseits sehr erfreulich für die deutsche und auch für die britische Wissenschaft, andererseits machen sie deutlich, welche Herausforderungen auf Wissenschaft und Forschung in Deutschland, in Großbritannien und in ganz Europa mit dem „Brexit“ zukommen“, kommentierte DFG-Präsident Strohschneider.
 
Weitere Analysen zur internationalen Mobilität in der Wissenschaft zeigen, dass Deutschland für zahlreiche ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichsten Regionen und Fächern von hoher Attraktivität ist. Die meisten Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler kamen dabei aus den USA, China, Indien und Russland. Erheblich zur internationalen Attraktivität tragen auch die DFG-geförderten Graduiertenkollegs und Sonderforschungsbereiche und insbesondere die Graduiertenschulen und Exzellenzcluster im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder bei; in Ersteren liegt der Anteil ausländischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei 15 Prozent, bei Letzteren sogar bei 28 Prozent.

Quelle: DFG Redaktion: von Miguel Krux, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: EU Vereinigtes Königreich (Großbritannien) Themen: Förderung

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