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EU-Projekt zu Zentralasien: Beziehungen stärken

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Das EU-Projekt SEnECA möchte die Beziehung der Europäischen Union zu den fünf ehemaligen Sowjetrepubliken Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan stärken. Ein Fokus liegt dabei auf der Vernetzung von Wissenschaft und Forschung.

Seit zehn Jahren verfolgt die EU in der Region eine "Strategie der neuen Partnerschaft". Denn die Länder an der Schnittstelle zwischen Asien und Europa sind geopolitisch bedeutsam. Dass sich dort stabile und demokratische Gesellschaften entwickeln, ist auch im Interesse Europas. Dabei sind die Staaten Zentralasiens für die EU wichtige Partner geworden.

Wie die Beziehungen weiter wachsen können, soll im Projekt „SEnECA – Strengthening and Energizing EU-Central Asia Relations“, erarbeitet werden. Dr. Michael Kaeding, Professor für Europapolitik an der Universität Duisburg-Essen (UDE), und Dr. Katrin Böttger, stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für Europäische Politik (IEP) leiten es und bekommen dafür Unterstützung aus Brüssel: Die Europäische Kommission fördert SEnECA in den kommenden zwei Jahren mit rund 1,5 Millionen Euro.

Die fünf ehemaligen Sowjetrepubliken haben eine konfliktreiche politische Geschichte hinter sich. Die EU ist bestrebt, die zentralasiatischen Staaten stärker an sich zu binden. Dafür gibt es wirtschaftliche und sicherheitspolitische Gründe wie Energiehandel und Terrorismusbekämpfung. Zudem sollen die sehr diversen politischen Situationen gefestigt werden“, sagt Prof. Kaeding. „Auch möchte man gerne zentralasiatische Forschungseinrichtungen bei Kooperationen auf internationaler Ebene unterstützen. Wir freuen uns, dass wir das mitgestalten können.“

SEnECA verfolgt drei Ziele:

  • Erstens wird ein transdisziplinäres Netzwerk von Wissenschaftlern geschaffen, die in Zentralasien zu europäischer Integration und in Europa zu Zentralasien arbeiten. So sind in das Projekt neben der UDE und dem IEP zehn weitere Organisationen eingebunden.
  • Zweitens begleiten die Wissenschaftler die Überarbeitung der EU-Zentralasienstrategie. Schon 2015 hatte Brüssel diese aktualisiert; bis zum Jahr 2019 soll ein Entwurf vorliegen. Das SEnECA-Team wird Empfehlungen für Europas künftige Politik gegenüber der Region geben und hier eng mit Peter Burian, dem EU-Sonderbeauftragten für Zentralasien, zusammenarbeiten.
  • Drittens wollen die Projektpartner dazu beitragen, dass die bisherigen Beziehungen ausgebaut werden. Um künftige Handlungsfelder und entsprechende -empfehlungen identifizieren zu können, interviewen sie u.a. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur – sowohl in Brüssel und den EU-Mitgliedstaaten als auch in Zentralasien.

 

Quelle: Universität Duisburg-Essen / IDW Nachrichten Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Kasachstan Kirgisistan Tadschikistan Turkmenistan Usbekistan EU Themen: Förderung Strategie und Rahmenbedingungen Netzwerke

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