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Europäischer Innovationsanzeiger 2021: Innovationsleistung verbessert sich weiter in den Mitgliedstaaten und Regionen der EU

Berichterstattung weltweit

Die Europäische Kommission hat am gestrigen Montag den Europäischen Innovationsanzeiger 2021 veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass sich die Innovationsleistung in der gesamten EU weiter verbessert. Auch innerhalb der EU nähert sie sich immer stärker an: Die eher leistungsschwachen Länder wachsen schneller als leistungsstärkere Länder und schließen somit in Sachen Innovation auf. Wie aus dem ebenfalls veröffentlichten Regionalen Innovationsanzeiger 2021 hervorgeht, folgt die Innovation auf der Ebene der EU-Regionen diesem Trend.

Der diesjährige Europäische Innovationsanzeiger basiert auf einem überarbeiteten Rahmen, der neue Indikatoren für Digitalisierung und ökologische Nachhaltigkeit vorsieht und den Anzeiger stärker mit den politischen Prioritäten der EU in Einklang bringt. Je nach ihrem Abschneiden können die EU-Länder in vier Leistungsgruppen unterteilt werden: Innovationsführer (Innovation Leaders), starke Innovatoren (Strong Innovators), mäßige Innovatoren (Moderate Innovators) und aufstrebende Innovatoren (Emerging Innovators).

Schweden ist nach wie vor der Innovationsführer der EU, gefolgt von Finnland, Dänemark und Belgien, wobei die Innovationsleistung in all diesen Ländern deutlich über dem EU-Durchschnitt liegt. Deutschland gehört zu den starken Innovatoren in Europa, zusammen mit Österreich, Estland, Frankreich, Luxemburg und den Niederlanden. Die Leistungsgruppen sind tendenziell auf bestimmte Regionen konzentriert, die Innovationsführer und die meisten starken Innovatoren auf Nord- und Westeuropa, die meisten moderaten und aufstrebenden Innovatoren dagegen auf Süd- und Osteuropa. Im Durchschnitt hat die Innovationsleistung der EU seit 2014 um 12,5 Prozentpunkte zugenommen. Am stärksten war der Anstieg in Zypern, Estland, Griechenland, Italien und Litauen.

In fünf Mitgliedstaaten (Zypern, Estland, Griechenland, Italien und Litauen) verbesserte sich die Leistung um mindestens 25 Prozentpunkte, in vier Mitgliedstaaten (Belgien, Kroatien, Finnland und Schweden) um 15 bis 25 Prozentpunkte und in acht Mitgliedstaaten (Österreich, Tschechien, Deutschland, Lettland, Malta, Niederlande, Polen und Spanien) um 10 bis 15 Prozentpunkte. In den übrigen 10 Mitgliedstaaten lag die Verbesserung bei bis zu zehn Prozentpunkten.

Im Zeitraum seit 2014 ist die Innovationsleistung in 225 von insgesamt 240 Regionen gestiegen. Bei der regionalen Leistung war eine konvergierende Entwicklung festzustellen, wobei die Leistungsunterschiede zwischen den Regionen immer kleiner wurden. Die innovativste Region in Europa ist Stockholm (Schweden), gefolgt von Etelä-Suomi (Finnland) und Oberbayern (Deutschland). Hovedstaden (Dänemark) rangiert an vierter, Zürich (Schweiz) an fünfter Stelle.

Was die globale Innovationslandschaft betrifft, so liegt die EU vor Konkurrenten wie China, Brasilien, Südafrika, Russland und Indien, während Südkorea, Kanada, Australien, die Vereinigten Staaten und Japan besser als die EU abschneiden.

Thierry Breton, Kommissar für den Binnenmarkt, äußerte sich zu den Ergebnissen des Innovationsanzeigers:

"Europäische Innovationen - wie die für die neuen COVID-19-Impfstoffe maßgebliche mRNA-Technologie - spielen bei der Bekämpfung und Bewältigung der Pandemie eine entscheidende Rolle. Erfreulicherweise verbessert sich die Innovationsleistung in Europa Jahr für Jahr. Wir müssen aber mehr tun, um Innovation zum Kernelement unserer Wiederaufbaubemühungen zu machen und Wirtschaft und Gesellschaft in Zukunft resilienter zu machen."

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Quelle: Europäische Kommission Redaktion: von Sarafina Yamoah, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: EU Themen: Innovation Strategie und Rahmenbedingungen

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