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Frankreich fördert interdisziplinäre Exzellenzforschung in zehn Instituts Convergences

Berichterstattung weltweit

Mit dem kürzlich veröffentlichten Ergebnis der zweiten Ausschreibungsrunde werden nach 2016 erneut fünf Instituts Convergences von der französischen Regierung gefördert. Diese interdisziplinären Strukturen widmen sich jeweils der Erforschung einer großen gesellschaftlichen Herausforderung und entwickeln parallel entsprechende Aus- und Weiterbildungsangebote.

Der Aufruf zur Gründung solcher Institute geht auf die Forschungsprioritäten der Amtszeit von François Hollande zurück. Premierminister Manuel Valls hatte im Dezember 2015 eine entsprechende Ausschreibung im Rahmen des Programms für Zukunftsinvestitionen PIA (Programme d’investissement d’avenir) angekündigt.

Durch die Instituts Convergences soll der Austausch zwischen verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen und Forschungsbereichen  Naturwissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Digitalisierung und Sozioökonomie  gefördert werden. Diese sollen zusammen zudem Exzellenzausbildungsformate entwickeln. In der zweiten Förderrunde hatten sich 26 Projekte beworben, die von einer internationalen Jury unter Vorsitz von Claude Hillaire-Marcel der Universität Québec begutachtet wurden. Durchgesetzt haben sich:

  • MIGRATIONS: Thema Migration, Projektträger: Nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung CNRS (Centre national de la recherche scientifique)
  • PLASCAN / Institut François Rabelais: Thema Krebs, Projektträger: Hochschulverbund Université de Lyon
  • Q-Life: Thema quantitative Biologie, Projektträger: Hochschulverbund Paris Sciences Lettres (PSL)
  • I2-DRIVE / Interdisziplinäres Institut für Datenforschung (Institut interdisciplinaire pour la recherche sur les données): Thema Datenforschung, Projektträger: Hochschulverbund Université Paris Saclay
  • LUS / Ecole urbaine de Lyon: Thema weltweite Urbanisierung, Projektträger: Hochschulverbund Université de Lyon

Die Höhe der jeweiligen Fördersummen wird in Abstimmung mit der Nationalen Forschungsagentur ANR (Agence nationale de la recherche) festgelegt und wurde noch nicht bekannt gegeben. Laut Ausschreibung sind für die Projekte insgesamt etwa 50 Millionen Euro eingeplant. 2016 wurden folgende fünf Instituts Convergences unter 36 Bewerbungen ausgewählt:

  • CenTuri / Turing Zentrum für lebendige Systeme (Centre Turing des systèmes vivants): Thema lebendige Systemen, Projektträger: Universität Aix-Marseille
  • CLAND: Thema Klimawandel und Bodennutzung, Projektträger: Hochschulverbund Université Paris Saclay
  • #DigitAg: Thema Digitalisierung der Agrarwirtschaft, Projektträger: Nationales Französisches Forschungsinstitut für Agrar- und Umwelttechnik IRSTEA (Institut national français de recherche en sciences et technologies pour l'environnement et l'agriculture)
  • ILCB: Thema Sprache, Kommunikation und Gehirn, Projektträger: Universität Aix-Marseille
  • INCEPTION: Thema Entstehung von Krankheiten durch Individuen und Bevölkerungsgrupen, Projektträger: Institut Pasteur

Ihnen stehen laut Ausschreibung der ANR bis 2026 30 Millionen Euro sowie die Zinserträge aus Anlagen in Höhe von 165 Millionen Euro zur Verfügung.

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Redaktion: von Kathleen Schlütter, Deutsch-Französische Hochschule Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Infrastruktur Förderung Information u. Kommunikation Geistes- und Sozialwiss. Lebenswissenschaften

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