StartseiteAktuellesNachrichtenFrankreich: Forschungsministerin zeichnet die Preisträger des 13. Nationalen Wettbewerbs der erfolgversprechendsten Projekte zur Gründung innovativer Unternehmen aus

Frankreich: Forschungsministerin zeichnet die Preisträger des 13. Nationalen Wettbewerbs der erfolgversprechendsten Projekte zur Gründung innovativer Unternehmen aus

Im Jahre seines Starts (1999) belief sich die Summe der im Rahmen des Wettbewerbs („Concours national d' aide à la création d' entreprises de technologies innovantes"“) insgesamt vergebenen Mittel auf 23 Millionen Euro. Der Wettbewerb war seinerzeit in Frankreich das erste einschlägige Förderinstrument.

Für die 13 Wettbewerbe wurden seither 330 Millionen Euro bereitgestellt. Insgesamt 2.543 Preisträger wurden im Zeitraum 1999 – 2011 ausgezeichnet und gefördert; die Zahl der Bewerbungen belief sich auf insgesamt 17.400.

Der Wettbewerb wurde seinerzeit vom Forschungsministerium initiiert, das ihn auch noch heute ausrichtet und die für seine Durchführung maßgebenden Orientierungen vorgibt.

2011 hat die aus 30 Persönlichkeiten (Industrie, Forschung und Finanzsektor) bestehende Jury 149 Preisträger aus mehr als 1.000 Bewerbungen, die aus nahezu allen Regionen des französischen Staatsgebiets stammen. 14,5 % der Bewerbungen waren erfolgreich.

An der Spitze der ausgezeichneten Projekte liegen in diesem Jahr mit 36,2 %  Projekte aus dem Bereich der Pharmazie, der Lebenswissenschaften und der Biotechnologien, gefolgt von Projekten aus dem Bereich der Informatik und der Informationstechnologien 22,1 % (2010 noch 30 %). Weitere erfolgreiche Projekte  kommen aus dem Bereich "Umwelt und Nachhaltige Entwicklung". 14,8 % fallen unter die Kategorie „Chemie und Neue Materialien“ (2010 noch 6,3 %).

Von den 149 erfolgreichen Projekte der Preisträger wurden in diesem Jahr 82  als "entwicklungsfähig" ("en émergence") eingestuft, d.h. ihre Projekte bedürfen in technischer, wirtschaftlicher und juristischer Hinsicht noch eines "Reifeprozesses". Die Preisträger erhalten zur Finanzierung durchschnittlich 31.000 Euro höchstens jedoch 45.000 Euro.

67 Projekte wurden in die Kategorie "kurzfristig erfolgversprechend" ("création - développement") eingestuft. Nach vollzogener Unternehmensgründung erhalten sie einen Zuschuss von durchschnittlich 214.224 Euro zur Finanzierung ihres innovativen Programms (bis zu 60 %).

63,2 % der ausgezeichneten Projekte - gegenüber 38 % im Jahre 1999 – gehen auf  Forscher zurück, die in staatlichen Forschungseinrichtungen gearbeitet haben.

49,4 % der erfolgreichen Projekte wurden von Forschern mit weit fortgeschrittenem oder bereits abgeschlossenem Doktorat eingereicht, 27,6 % von Bewerbern mit einem abgeschlossenen Ingenieurstudium.

Von 1999 bis 2011 wurden fast 1.300 Unternehmen bei ihrer Gründung gefördert, die sich durch ein starkes technologisches Profil auszeichneten und zur Schaffung hochqualifizierter Arbeitsplätze beigetragen haben.

81 % von ihnen existierten noch Ende 2009. 95 % hatten mehr als drei Jahre überlebt, 88 % sogar über die kritische Schwelle von fünf Jahren hinaus.

Unter der oben angegebenen Internetanschrift steht ein Pressedossier mit weiteren Informationen zur Verfügung. Zusätzlich wurde eine Broschüre "Palmarès du 13 ème Concours" ins Netz gestellt, die neben den Namen und der E-Mail-Anschrift der Preisträger eine Kurzbeschreibung der eingereichten Projekte, eine Übersicht nach Technologiebereichen und eine nach Regionen geordnete Namensliste der Preisträger enthält.

Auf Initiative der Forschungsministerin wird künftig jährlich in Frankreich nach dem Vorbild des britischen „first Tuesday“ ein „Rendez-vous de l‘ innovation“ stattfinden, bei dem sich regelmäßig alle staatlichen und privaten „Akteure der Innovation“ treffen: Forscher, Unternehmer aber auch die für die Vergabe von Risikokapital Verantwortlichen sowie Investmentfonds und die Vertreter der Patentverwertungsgesellschaften. Das erste Treffen dieser Art wird im Herbst 2011 stattfinden.

Quelle: www.recherche.gouv.fr Redaktion: von DLR PT Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Innovation Wirtschaft, Märkte Förderung

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