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Frankreich: Neue Transferpolitik für die Forschung

Die französische Hochschul- und Forschungsministerin stellte am 7. November 2012 die Richtlinien einer neuen Transferpolitik für die Forschung vor. In diesem Zusammenhang hat der Wissenstransfer nicht nur eine Hebelwirkung auf das Wirtschaftswachstum und die Wettbewerbsfähigkeit, sondern ist auch für die Industriepolitik Frankreichs und den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen von großer Bedeutung.

Auch wenn die öffentliche Forschung Frankreichs auf zahlreichen Gebieten auf Weltniveau arbeitet, so steht ihr wirtschaftlicher Einfluss noch hinter anderen Industrieländern zurück. Die neue Transferpolitik zielt deshalb darauf ab, alle Bereiche des Forschungstransfers zu berücksichtigen:

  • Den Transfer von Personen (Mobilität der Forscher und insbesondere der Doktoranden)
  • Der Wissenstransfer durch F&E-Partnerschaften zwischen der öffentlichen Forschung und den Unternehmen
  • Der Technologietransfer in die KMU oder durch Unternehmensgründungen.

Die neue Politik, die in die globale Forschungsstrategie der Regierung eingebettet sein wird, soll die technologische Forschung in Frankreich fördern. "Es ist dringend notwendig geworden, unsere Transferpolitik neu zu definieren, indem wir die besten internationalen Methoden integrieren und uns auf regionale Dynamiken stützen", so die französische Hochschul- und Forschungsministerin Geneviève Fioraso.

Fioraso hat dafür vier strategische Säulen vorgestellt:

  • Eine neue Dynamik für den Forschungstransfer durch eine optimale Steuerung und Anwendung des neuen Systems, die Anerkennung in der Forscherlaufbahn und die Förderung der Integration von Doktoranden in Unternehmen.
  • Ein verbesserter Einblick in das Transfersystem auf regionaler und nationaler Ebene, insbesondere durch die Kompetenzzentren (Pôles de compétitivité) und die Branchenpolitik. Diese Reform betrifft sechs neue thematische Allianzen für Forschung und die öffentliche Investitionsbank.
  • Verstärkter Transfer in die KMU durch eine bessere Unterstützung der Akteure der partnerschaftlichen Forschung. Gründung 100 gemeinsamer Labore zwischen KMU und akademischer Forschung.
  • Vereinfachung der Transferfinanzierung durch eine Konsolidierung der Programme für partnerschaftliche Forschung (Höhe, Kohärenz und Effizienz).

Redakteurin: Elodie Parisot, elodie.parisot(at)diplomatie.gouv.fr 

Quelle: Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der BRD / IDW Nachrichten Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Bildung und Hochschulen Wirtschaft, Märkte Strategie und Rahmenbedingungen

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