StartseiteAktuellesNachrichtenFrankreich will den Ausbau erneuerbarer Energien im offshore-Bereich beschleunigen

Frankreich will den Ausbau erneuerbarer Energien im offshore-Bereich beschleunigen

Ségolène Royal, Ministerin für Umwelt, nachhaltige Entwicklung und Energie, hat in einer Pressekonferenz vom 7. Mai 2014 ihre Pläne erläutert, Frankreich zum Führungsland im Bereich der maritimen erneuerbaren Energien zu entwickeln. Mit 11 Mio. Quadratkilometer nutzbarer Meeresfläche verfüge Frankreich weltweit über das zweitgrößte Potenzial.

Frankreich könne bei seinen Plänen auf zwei wichtige Trümpfe bauen: Es verfüge über das zweitgrößte Vorkommen an Wasserkraft- und Windenenergie auf dem europäischen Kontinent und beherberge mit EDF, GDF, Suez, Alstom und Areva mehrere Aushängeschilder im Bereich maritimer Energien. Zwei neue offshore-Windparks mit einer Kapazität von insgesamt 1.000 MW sollen die bereits im Aufbau befindlichen vier Windparks mit deren Kapazität von 2.000 MW ergänzen. Die vorgesehenen Investitionen in Höhe von 3,5 Mrd. Euro sollen auch den Aufbau einer entsprechenden Industrie im Lande dynamisieren.

Auch der erwartete Arbeitsmarkteffekt sei beträchtlich: insgesamt wird erwartet, dass rund 10.000 unmittelbar und mittelbar Beschäftigte beim Auf- und Ausbau der offshore-Windenergie bei den hier engagierten Unternehmen, Herstellung der Windradverankerungen sowie bei Betrieb und Unterhaltung der Anlagen Arbeit finden.

Die Windparks werden 124 Windräder mit einer Leistung von jeweils 8 MW betreiben. Sie sollen in der Gegend von  Tréport (Haute-Normandie) und zwischen den  îles d’Yeu und den îles de Noirmoutier (Pays de la Loire) errichtet werden.

Parallel zum Aufbau dieser Windparks sollen aus dem Programm „Zukunftsinvestitionen“ drei innovative Projekte finanziert werden:

  • Mit dem Projekt „Pile & Tide“ sollen preiswertere und verlässliche Verfahren entwickelt werden, offshore-Windräder auf dem Meeresgrund zu verankern.
  • Mit dem Projekt „Windkeeper“ sollen Schiffe entwickelt werden, die zur Pflege und Unterhaltung der Windfarmen zum Einsatz kommen.
  • Das Projekt „Prismer“ hat ein preiswertes und zuverlässiges System zum Gegenstand, die durch die Windräder entstehende elektrische Energie an Land zu führen.

Über die bereits zum Einsatz kommenden Technologien der fest verankerten offshore-Windräder hinaus sollen mittelfristig weitere Technologien zum Einsatz kommen:

  • Schwimmende Windräder ohne feste Bodenverankerung,
  • Gezeitenkraftwerke, deren Prototyp in Frankreich bereits in der Bretagne seit 1966 im Einsatz ist,
  • Turbinen, die Meeresströmungen ausnutzen,
  • Wellenkraftwerke,
  • Technologien zur Nutzung der thermischen Meeresenergie,
  • Meerwasser Air Conditionning.

Das im Rahmen der Pressekonferenz 7. Mai vorgestellte Dossier nennt weitere Einzelheiten.

Quelle: Ministerin für Umwelt, nachhaltige Entwicklung und Energie Redaktion: Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Energie Umwelt u. Nachhaltigkeit Wirtschaft, Märkte Engineering und Produktion

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