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French Tech: Pläne zur Internationalisierung und Erweiterung der Themenbereiche

2013 haben französische Startups 39 % ihres Umsatzes im Ausland gemacht, doppelt so viel wie 2012. Daher soll die 2014 gestartete Initiative French Tech zur Steigerung der Sichtbarkeit innovativer Internet-Startups auf den internationalen Markt erweitert werden. Zudem werden die förderfähigen Unternehmensfelder der French Tech-Startups ausgeweitet.

Die französische Staatssekretärin für Digitalisierung, Axelle Lemaire, stellte für die Internationalisierung drei Maßnahmen vor:

  • Ausbau von French Tech Hubs in internationalen Metropolen, in denen sich die französischen Startups der French Tech besonders gut entwickeln. 2014 wurden bereits in Boston und San Francisco Büros für französische Startups eröffnet.
  • French Tech Ticket: mithilfe einer internationalen Ausschreibung sollen 2015 erstmals junge ausländische Unternehmer nach Frankreich eingeladen werden. Sie bekommen ein Willkommenspaket mit einem persönlichen Stipendium, Hilfe beim Umzug, einer Aufenthaltsgenehmigung und einem Arbeitsplatz in einem Inkubator
  • Aufbau von Maßnahmen, die die internationale Attraktivität von French Tech fördern. Das Gesamtvolumen beträgt 15 Millionen Euro und enthält insbesondere eine Ausschreibung für die Organisation von Veranstaltungen im Ausland, die für das Ökosystem französischer Startups werben

Weiterhin wurden für das Label PASS French Tech die förderfähigen Unternehmensbereiche erweitert. Durch das Label erhalten Startups direkte Ansprechpartner in den French Tech-Standorten, die sie beim Kontakt zu Investoren und bei der Kapitalakquise unterstützen. Bisher war diese Förderung Unternehmen im Digitalbereich vorbehalten. Nun können sich auch junge Firmen aus der Medizintechnik, der Biotechnologie, Cleantech und der Industrie bewerben.

Hintergrund

Im Herbst 2014 hatte die Staatssekretärin für Digitalisierung, Axelle Lemaire, zur Förderung der französischen Innovationsfähigkeit neun Städte bekannt gegeben, die besonders günstige Bedingungen für digitale Startups bieten und daher das Label "French Tech Metropole" erhalten: Aix-en-Provence/Marseille, Bordeaux, Grenoble, Lille, Lyon, Nantes, Montpellier, Rennes und Toulouse. Der öffentlichen Investitionsbank Bpifrance steht im Rahmen von French Tech seit 1. Januar 2015 ein Fonds von 200 Millionen Euro zur Verfügung, um Strukturen zu fördern, die jungen, privatwirtschaftlichen Unternehmen beim Wachstum helfen (z.B. durch Fablabs, die Herstellung von Prototypen oder Mentoring). Seitens der öffentlichen Forschungseinrichtungen ist das Nationale Institut für Informatik und Automatik Inria (Institut national de recherche en informatique et en automatique) eng mit French Tech verbunden. Das Institut betreibt die Plattform icommunity, die Unternehmen und öffentliche Forschungseinrichtungen in Kontakt bringt.

Um junge Unternehmen noch besser zu unterstützen, hat Bpifrance zudem kürzlich bekannt gegeben, seine Förderkriterien zu erweitern. So sollen in Zukunft nicht mehr nur technische Innovationen gefördert werden sondern auch viel versprechende Konzepte, die bisher nicht in den Bpifrance-Rahmen passten, wie zum Beispiel die französische Mitfahrgelegenheiten-Plattform BlaBlaCar. 

Quelle: French Tech, Le Monde, L'Usine nouvelle Redaktion: von Kathleen Schlütter, Deutsch-Französische Hochschule Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Innovation Förderung

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