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FuE-Leistung Frankreichs nimmt leicht zu

Berichterstattung weltweit

In Frankreich steigen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um ein Prozent, der Anteil am Brutto-Inlandsprodukt geht jedoch leicht zurück.

Wie das Ministerium für Hochschulbildung, Forschung und Innovation MESRI (Ministère de l’enseignement supérieur, de la recherche et de l’innovation) mitteilte, betrug die Forschungs- und Entwicklungsleistung (FuE) Frankreichs im Jahr 2016 49,5 Milliarden Euro: 32,2 Milliarden Euro durch Unternehmen und 17,4 Milliarden Euro durch die öffentliche Hand. Das bedeutet eine Steigerung um 600 Millionen Euro bzw. ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Unternehmen haben 2016 hierbei 1,4 Prozent mehr Geld in FuE investiert als 2015, die öffentliche Hand 0,1 Prozent.

Auf das Brutto-Inlandsprodukt (BIP) gerechnet, sank der FuE-Anteil dennoch um 0,01 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 2,22 Prozent, da das BIP stärker zugenommen hat als die FuE-Ausgaben.

In der Wirtschaft ist der Dienstleistungssektor am dynamischsten, wo die FuE-Anstrengungen seit 2012 kontinuierlich zunehmen (2016: +6,5 Prozent). Sie stagnierten jedoch im Industriesektor (keine Veränderung in 2016). Die Automobil-, die Luftfahrt- und die Pharmazeutische Industrie stellen in Frankreich ein Drittel aller FuE-Leistungen der Unternehmen dar. In allen drei Bereichen sind die FuE-Ausgaben 2016 zurückgegangen.  

Im Bereich der öffentlichen Hand ist insbesondere die Zunahme der FuE-Ausgaben der Hochschulen hervor zu heben, die 2016 im Vergleich zum Vorjahr 1,8 Prozent betrug. Die der außeruniversitären Forschungseinrichtungen nahm gleichzeitig um 2,7 Prozent ab, wobei die Personalkosten nur um 0,3 Prozent sanken.

2016 waren 431.100 Personen (Vollzeit-Äquivalente) in der Forschung beschäftigt, davon 59 Prozent in der Wirtschaft. Im Vergleich zu 2015 stellt das eine Steigerung von 1,9 Prozent dar. In den Unternehmen wurde in diesem Bereich mehr Personal eingestellt (2016: +1,3 Prozent). Auch hier lag der Schwerpunkt im Dienstleistungssektor, während die Industrie Stellen abbaute. Die öffentliche Hand stellte mehr Forschungspersonal ein (+0,7 Prozent), wobei hier vor allem die Hochschulen profitierten (2016: +2,2 Prozent), während in den außeruniversitären Forschungseinrichtungen seit 2014 Stellen abgebaut werden (2016: -1,2 Prozent).

Die Zahlen für 2017 sind noch vorläufig, das MESRI rechnet hier jedoch mit einer Steigerung von 0,6 Prozent bzw. einer FuE-Leistung von insgesamt 50,2 Milliarden Euro. Die Unternehmen haben 2017 nach der bisherigen Kalkulation 32,6 Milliarden Euro investiert, die öffentliche Hand 17,6 Milliarden Euro. Beides würde eine Steigerung von 0,6 Prozent im Vergleich zu 2016 bedeuten. Auch 2017 steigt das BIP mit einem Plus von 2,2 Prozent stärker als die FuE-Leistung, die damit prozentual gesehen weiter leicht abnimmt und voraussichtlich 2,19 Prozent betragen wird.

Zum Nachlesen (Französisch)

Quelle: MESRI Redaktion: von Kathleen Schlütter, Deutsch-Französische Hochschule Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Förderung

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