StartseiteAktuellesNachrichtenGroßbritannien plant umfangreiche Entwicklung der Region Oxford-Cambridge

Großbritannien plant umfangreiche Entwicklung der Region Oxford-Cambridge

Berichterstattung weltweit

Die britische Regierung hat am 18. Februar 2021 ihren Plan zur Erschließung der ‚Arc‘ Region zwischen Oxford, Cambridge und Milton Keynes veröffentlicht. Der britische Haushalt unterstützt damit ein Konzept zur nachhaltigen räumlichen Entwicklung, wodurch in der Region das landesweit schnellste Wirtschaftswachstum erzielt werden soll.

Die ‚Arc‘ Region ist weltweit bekannt für Spitzenleistungen im Bereich der universitären Forschung und gilt darüber hinaus als herausragender Standort für technische Innovation. Neben den bekannten Spitzenuniversitäten von Oxford und Cambridge ist beispielsweise die Cranfield University bekannt als weltweit führend in Bereichen der Automobilindustrie und Luft- und Raumfahrttechnik, während The Open University in Milton Keynes mehr CEOs als jede andere britische Universität hervorbringt. Milton Keynes ist weiterhin Zentrum für finanzielle Dienstleistungen und Hochleistungstechnologie, und erwirtschaftet zusammen mit Northampton die meiste Bruttowertschöpfung in der ‚Arc‘ Region.  

Aus dem Netzwerk der Technologiestandorte mit ihren Unternehmen und Forschungseinrichtungen ergeben sich beträchtliche Agglomerationsvorteile. Silverstone in Northampton, ein Schlüsselstandort der Automobilindustrie, profitiert von seinen Nord-Süd Verbindungen zur Forschung und Unternehmen in Oxfordshire und Luton ebenso wie der Standort Peterborough, ein Magnet für Talente aus den Ingenieurswissenschaften. Um diese Agglomerationsvorteile in den kommenden Jahren weiter zu steigern, soll beispielsweise die Verkehrsinfrastruktur zwischen Ost und West im ‚Arc‘ weiter ausgebaut werden.

Die Region bietet ein einzigartiges Innovationsökosystem, so weist Northampton nach London die meisten Unternehmensneugründungen auf. Das „science vale“ um Oxford ist ein führender Hub in den Bereichen Biowissenschaft, Medizintechnik und den Naturwissenschaften. Südlich von Cambridge befindet sich ebenfalls ein Cluster der Biowissenschaften, weiter gibt es hier Spezialisierung in den Bereichen der Elektronik und Digitaltechnologie, sowie die meisten Patentanmeldungen landesweit.

Durch die geplanten Entwicklungsmaßnahmen soll die Wirtschaftsleistung der Region bis 2050 auf 200 Milliarden Britische Pfund (GBP; rund 231,1 Milliarden Euro) gesteigert werden; 476.500 bis 1.100.000 neue Arbeitsplätze sollen hier geschaffen werden. Der strategische Ansatz des Regierungsprojekts umfasst eine starke Einbeziehung von Kommunen, die Entwicklung einer auf Nachhaltigkeit und Biodiversität ausgelegten Infrastruktur sowie zahlreiche Tourismusangebote. So soll ein innovationsfreundliches Klima für anhaltendes und nachhaltiges Wirtschaftswachstum erzeugt werden.

Besondere Herausforderungen stellen neben Klimawandel und Konnektivität vor allem der Immobilienmarkt in der Region dar. Die Regierung will hier effektive Baumaßnahmen fördern, um bezahlbares, umweltfreundliches und inklusives Wohnen zu ermöglichen. Der offizielle Zeitplan des Bauministeriums schließt eine Befragung der Öffentlichkeit im Sommer 2021 ein. Das Raum- und Entwicklungskonzept soll bis spätestens 2022 abgeschlossen sein.

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Quelle: GOV.UK Redaktion: von Hendrik Dellbrügge, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Vereinigtes Königreich (Großbritannien) Themen: Bildung und Hochschulen Strategie und Rahmenbedingungen Umwelt u. Nachhaltigkeit Wirtschaft, Märkte

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