StartseiteAktuellesNachrichtenHumboldt-Ranking 2020: Diese deutschen Unis sind bei Forschenden aus dem Ausland beliebt

Humboldt-Ranking 2020: Diese deutschen Unis sind bei Forschenden aus dem Ausland beliebt

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Die Universitäten der Metropolen Berlin und München sind bei ausländischen Forschenden besonders gefragt. Aber auch die Hochschulen kleinerer Städte wie Göttingen, Bremen oder Bonn sind beliebt. Das geht aus dem jüngst veröffentlichten Humboldt-Ranking hervor. Die Rangliste zeigt, wie viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den vergangenen fünf Jahren mit einer Förderung der Alexander von Humboldt-Stiftung nach Deutschland gekommen sind – und wo sie ihren Forschungsaufenthalt besonders häufig verbracht haben.

Die ersten Plätze belegen im Humboldt-Ranking die Freie Universität und die Humboldt-Universität zu Berlin gefolgt von der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Technischen Universität Berlin. Auf Rang fünf bis zehn folgen die Technische Universität München, die Universität Göttingen, die Jacobs University Bremen sowie die Universitäten aus Bonn, Potsdam und Konstanz. Die größten Sprünge nach vorn machten gegenüber dem letzten Ranking aus dem Jahr 2017 die Universität Konstanz (von 16 auf 10), die Tierärztliche Hochschule Hannover (von 38 auf 12) und die Universitäten Würzburg (von 22 auf 14) und Regensburg (von 24 auf 15).

Stiftungspräsident Hans-Christian Pape sagte:

„Das Humboldt-Ranking zeigt die hohe Attraktivität des Forschungsstandorts Deutschland und die gute internationale Vernetzung der deutschen Wissenschaft. Das Ranking deutet auch an, welche Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei den internationalen Gastforschenden der Humboldt-Stiftung besonders hoch im Kurs stehen. Neben den großen Universitäten in den Metropolen sind auch viele kleinere Einrichtungen international sichtbar und attraktiv. Dabei spiegelt das Ranking auch fachspezifische Profile der Standorte wider. Diese verteilte Exzellenz ist eine wirkliche Stärke der deutschen Wissenschaft. Allerdings sind aktuell Änderungen der Mobilität zu verzeichnen, nicht zuletzt dem Einfluss der COVID-19-Pandemie geschuldet, die internationale Kooperationen und Wissensstrukturen nachhaltig verändern dürften. Hieraus resultieren Herausforderungen, aber auch Chancen, neue Konzepte für internationale Kooperationen, Austausch und Begegnungen zu finden. Es wäre fatal für den Forschungsstandort Deutschland und die Wissenschaft an sich, wenn wir verlernen, über Landesgrenzen hinauszudenken.“

Ausgewertet werden für das Humboldt-Ranking die Anzahl der Gastaufenthalte von internationalen Spitzen- und Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, die in den letzten fünf Jahren mit einem Stipendium oder Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung in Deutschland forschten. Um statistische Verzerrungen durch die unterschiedlichen Größen der Gastinstitutionen zu vermeiden, setzt das Ranking die Aufenthalte in Beziehung zur Anzahl der Professuren an der jeweiligen wissenschaftlichen Hochschule.

Neben dem Gesamt-Ranking wurden auch Ranglisten nach Wissenschaftsbereichen erstellt. Eine Übersicht finden Sie im kompletten Humboldt-Ranking. Beim Vergleich der außeruniversitären Einrichtungen liegen wie schon im letzten Ranking aus dem Jahr 2017 Max-Planck-Institute an der Spitze: Die ersten drei sind das Fritz-Haber-Institut in Berlin, die Max-Planck-Institute für Polymerforschung, Mainz, und für Eisenforschung in Düsseldorf. Das Forschungszentrum Jülich verbesserte sich von Platz 7 in 2017 auf Platz 4.

Quelle: Alexander von Humboldt-Stiftung Redaktion: von Andreas Ratajczak, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Global Themen: Bildung und Hochschulen Fachkräfte Förderung

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