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Japan baut internationale Wissenschaftskooperationen aus

Berichterstattung weltweit

Nature Index beleuchtet Japans Fortschritte in der Vernetzung mit internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Verstärkte Kooperationen mit Forschungsteams aus der ganzen Welt sollen den Rückgang des japanischen Beitrags zur internationalen Spitzenforschung stoppen. Die Fortschritte in diesem Bereich hat die Fachzeitschrift "Nature" im kürzlich veröffentlichten Nature Index Japan 2019 untersucht und in einem ergänzenden Bericht dargelegt.

Demnach etablieren vor allem japanische Spitzenforscherinnen und -forscher Netzwerke zu ausländischen Wissenschaftlern. Sie tragen dazu bei, die Forschungsleistung des Landes zu steigern und Ergebnisse auf globaler Ebene zu verbreiten. Sechs von ihnen hat "Nature" ausführlich porträtiert. Seit 2014, als die OECD das Land aufforderte, sich verstärkt in internationalen Innovationsnetzwerken einzubringen, haben japanische Forschungseinrichtungen den Anteil von Publikationen mit ausländischen Ko-Autorenschaften von 46 auf 56 Prozent erhöht.

Gleichwohl ist der Gesamtanteil des Landes an internationaler Spitzenforschung zwischen 2012 und 2018 um 20 Prozent gesunken. Das geht aus dem Anteil japanischer Forscherinnen und Forscher an internationalen Publikationen hervor. (Erläuterung: Ermittelt wird dieser Anteil über den sogenannten "fractional count" (FC). Der FC entspricht einer gewichteten Auszählung von (Ko-)Autorenschaften in wissenschaftlichen Beiträgen. Wird ein Artikel beispielsweise von vier Personen aus unterschiedlichen Ländern bzw. von unterschiedlichen Forschungseinrichtungen publiziert, so erhält jedes Land bzw. jede Einrichtung nicht einen Punkt, sondern je 0,25 Punkte. Beim FC wird davon ausgegangen, dass alle Ko-Autoren in gleichem Maße zu einem Artikel beitragen.)

Wie der Artikel weiter ausführt, sei es neben dem Anberaumen internationaler Kooperationen fernerhin wichtig, in Japan ein nach außen gerichtetes wissenschaftliches Ökosystem mit einer vielfältigen und gut vernetzten Belegschaft zu schaffen. Dafür sei ein kultureller Wandel in den Forschungseinrichtungen nötig, um starre Hierarchien zu überwinden, Anreizsysteme zu schaffen und neues Forschungspersonal zu fördern.

Zum Nachlesen

Quelle: Nature Redaktion: von Alexander Bullinger, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Japan Themen: Netzwerke sonstiges / Querschnittsaktivitäten

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