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Lehramt Grundschule: Modellprojekt fördert internationale Mobilität

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Das Projekt "Programm zur [Förderung der] internationalen Mobilität im Lehramt Grundschule" (ProMobiLGS) der Pädagogischen Hochschule Heidelberg wird im Rahmen des Programms "Lehramt.International" des Deutschen Akademischen Austauschdienstes gefördert. Für die Laufzeit Oktober 2019 bis Dezember 2022 erhält die Hochschule rund 480.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Primäres Zie des Projekts ProMobiLGS ist es, strukturierte Mobilitätsfenster für angehende Grundschullehrkräfte einzurichten und somit im Ausland erbrachte Studienleistungen erstmals vollständig anzuerkennen. Die Projektleitung obliegt dem Center for International Teacher Education; es arbeitet eng mit der Hochschulleitung, den beteiligten Fächern sowie der Stabsstelle Qualitätsmanagement zusammen.

"Eine qualitätsvolle Lehramtsausbildung muss den Herausforderungen der globalisierten Welt Rechnung tragen und angehende Lehrkräfte auf eine zunehmend von Diversität geprägte Schulwirklichkeit vorbereiten", erklärt Professor Dr. Hans-Werner Huneke, der als Rektor der Pädagogische Hochschule Heidelberg auch den Bereich Internationalisierung verantwortet. An der PH Heidelberg wurde daher 2018 das Center for International Teacher Education (CITE) eingerichtet, das die Internationalisierung der gesamten Lehramtsausbildung in Forschung, Lehre und Transfer konzipiert und umsetzt. Dass sich ProMobiLGS auf den Primarbereich konzentriert, hält Huneke für einen folgerichtigen Schritt, ist die Internationalisierung hier doch bislang deutlich unterrepräsentiert.

Den Bachelorstudiengang "Bildung im Primarbereich (Bezug Lehramt Grundschule)" belegen an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg aktuell rund 745 Personen; studienbezogene Erfahrungen im Ausland sammeln bislang die wenigsten davon. "Das Modellprojekt ProMobiLGS hat das Ziel, ein strukturiertes Mobilitätsfenster einzurichten. Das hat für die Studierenden den Vorteil, dass ihre im Ausland erbrachten Studienleistungen vollständig anerkannt werden können und sich das Studium somit nicht verzögert", sagt Henrike Schön, Leiterin des Center for International Teacher Education. Hierzu will die Hochschule zunächst ihr starkes internationales Netzwerk weiter ausbauen: "Um die vollständige Anerkennung von Leistungen zu ermöglich, brauchen wir Partnerhochschulen, die mit dem Studienangebot im Primarbereich kompatibel sind. Wir starten mit fünf Partnerhochschulen in der Schweiz, in der Türkei und in Neuseeland; weitere sollen im Projektverlauf folgen", so CITE-Geschäftsführerin Anja Bast-Schneider.

Die DAAD-Förderung eröffnet den Studierenden zudem die Möglichkeit, sich auf Stipendien für Studienaufenthalte im Ausland sowie für Stipendien für Auslandspraktika zu bewerben. Das ProMobiLGS-Projekt sieht ferner die fachbezogene Vertiefung der internationalen Hochschulbeziehungen vor: "Neben Workshops planen wir wechselseitige Gastdozenturen. Diese sollen den fachlichen Austausch fördern, interkulturelle Kompetenzen stärken und das Wissen über den Umgang mit internationaler Diversität und kultureller Vielfalt vertiefen", berichtet Schön. Auch die Anzahl der ausländischen Studierenden, die für ein Gastsemester an die Hochschule kommen, und damit verbunden die Auseinandersetzung mit Lehr- und Lernkulturen im internationalen Vergleich, soll gesteigert werden.

Quelle: Pädagogische Hochschule Heidelberg/ IDW Nachrichten Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Türkei Deutschland Schweiz Neuseeland Themen: Berufs- und Weiterbildung Bildung und Hochschulen

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