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Make our planet great again: Frankreich setzt Förderung von Klima-, Energie- und Erdsystemforschung fort

Berichterstattung weltweit Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Frankreich sucht erneut internationale Forscherinnen und Forscher, um in Frankreich zum Klimawandel zu forschen. Anfang Mai wurden die Ergebnisse der vorangegangen Bewerbungsrunde vorgestellt, der sich auch Deutschland mit einer eigenen Ausschreibung angeschlossen hatte.

Am 1. Juni 2017 lud der französische Staatspräsident Emmanuel Macron unter dem Slogan „Make our planet great again“ ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein, für ihre Forschungen in den Bereichen Klima-, Energie- und Erdsystemforschung an eine französische Hochschul- oder Forschungseinrichtung zu kommen.

Diesem Aufruf folgten 1.800 Bewerbungen, von denen einer ersten Auswahlrunde im Dezember 2017 18 Kandidatinnen und Kandidaten mit mindestens vierjähriger Postdoc-Erfahrung ausgewählt wurden. Deutschland schloss sich der Initiative als Förderer an und beteiligte sich mit einer eigenen Ausschreibung an der zweiten Auswahlrunde, deren Ergebnisse nun vom französischen Ministerium für Hochschulwesen, Forschung und Innovation (MESRI) sowie dem deutschen Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vorgestellt wurden. Die unabhängigen Jurys des jeweiligen Landes wählten in Frankreich nun 14 erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus, in Deutschland 13. Sie kommen aus sieben (Frankreich) bzw. sechs (Deutschland) verschiedenen Staaten, aber jeweils mehrheitlich aus den USA. Die Geförderten beider Länder sollen sich regelmäßig treffen und so auch zum Ausbau der deutsch-französischen Forschungskooperation beitragen.

Das Programm ist in beiden Ländern auf insgesamt fünf Jahre angelegt. Der französische Staat stellt insgesamt 30 Millionen Euro bereit, die um die gleiche Summe durch die aufnehmenden Hochschul- und Forschungseinrichtungen ergänzt werden. Deutschland beteiligt sich mit 15 Millionen Euro und erwartet von den deutschen aufnehmenden Hochschul- und Forschungseinrichtungen eine angemessene Selbstbeteiligung, die allerdings nicht 50 Prozent der Kosten decken muss. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten je nach Erfahrungsstufe bis zu 1,5 Millionen Euro für die Umsetzung ihrer auf zwischen drei und fünf Jahre angelegten Projekte.

Ebenfalls im Rahmen von „Make our planet great again“ hatte die französische Internationalisierungsagentur Campus France zu Beginn des Jahres 2018 vier Ausschreibungen speziell für Studierende, Promovierende und Postdocs veröffentlicht, für die man sich bis Ende März bzw. Anfang April bewerben konnte. Mitte Juni sollen die Ergebnisse feststehen.

Frankreich setzt auch die Förderung ausländischer Forscherinnen und Forscher in der Klima-, Energie- und Erdsystemforschung mit mindestens vierjähriger Postdoc-Erfahrung fort und hat den Bewerbungsaufruf über das koordinierende französische Nationale Zentrum für wissenschaftliche Forschung CNRS (Centre national de la recherche scientifique) erneuert. Über eine erneute deutsche Beteiligung ist bisher nichts bekannt. Voraussetzungen sind, dass man am 1. Januar 2018 mindestens zwei Jahre im Ausland gelebt hat, vor dem 1. Januar 2014 promoviert hat und zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht unbefristet angestellt ist. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Mai 2018. Die Ergebnisse sollen im Dezember 2018 bekannt gegeben werden.

Zum Nachlesen:

Quelle: CNRS, MESRI Redaktion: von Kathleen Schlütter, Deutsch-Französische Hochschule Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Förderung Umwelt u. Nachhaltigkeit

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