StartseiteAktuellesNachrichtenNet4Cities: RIFS Potsdam koordiniert Forschungsprojekt zur Luft- und Lärmbelastung in Städten

Net4Cities: RIFS Potsdam koordiniert Forschungsprojekt zur Luft- und Lärmbelastung in Städten

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Luftverschmutzung, Lärmbelästigung, negativer Einfluss auf Ökosysteme und die menschliche Gesundheit – all das geht auf das Konto des weltweiten Verkehrs. Das neue Forschungsprojekt „Net4Cities“, koordiniert vom Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit (RIFS) in Potsdam, schafft in elf europäischen Städten in zehn Ländern eine Infrastruktur zum Monitoring der Luft- und Lärmbelastung.

In städtischen Gebieten mit einer hohen Bevölkerungsdichte sind durch den Verkehr hervorgerufenen Schäden besonders hoch. Im Projekt Net4Cities werden deshalb Echtzeitkarten mit einer grafischen Visualisierung entwickelt, die Daten zur Luft- und Lärmbelastung von mehr als 30 Überwachungsstationen für Straßenverkehr, Häfen und Flughäfen in den elf europäischen Städten Antwerpen, Barcelona, Berlin, Düsseldorf, Heraklion, Limassol, Oslo, Rotterdam, Southampton, Tiflis und Zürich integrieren.

Viele der Schadstoffe, die Net4Cities misst, wie etwa Ultrafeinstaub, Ammoniak oder Ozonvorläufer, werden derzeit kaum systematisch erfasst und stehen daher im Mittelpunkt dieses Projektes. In Net4Cities fließen ebenso Ergebnisse früherer und laufender EU- und internationaler Analysen ein. Es sollen Daten für eine faktengestützte Politikunterstützung generiert werden, mit denen zugleich die Emissionskataster verbessert werden können.

Das internationale Team um RIFS-Wissenschaftlerin Erika von Schneidemesser liefert Bürgerinnen und Bürgern damit ein Instrument zur Sensibilisierung und Entscheidungsfindung im Hinblick auf die Schadstoffreduktion. Von Projektbeginn an werden bei Net4Cities zudem Entscheidungstragende und Interessensvertretende verstärkt eingebunden. Ebenso werden standardmäßig ko-kreative- und andere partizipative Prozesse angewendet, um bei den betroffenen Zielgruppen eine maximale Akzeptanz zu erreichen.

Mit Blick auf den übergeordneten EU-Aktionsplan „Zero Pollution“ (Null Verschmutzung) werden die Ansätze und Ergebnisse von Net4Cities leicht skalierbar sein: Sie können später in ganz Europa eingesetzt und genutzt werden - von der lokalen bis zur regionalen Ebene. Die Ergebnisse von Net4Cities sollen zu harmonisierten Leitlinien führen, die eine Standardisierung von Überwachungstechnologien und -netzen ermöglichen. So werden die Herausforderungen der Lärm- und Luftverschmutzung heute und in Zukunft bewältigbar.

Net4Cities ist ein EU Horizon Projekt mit einer Laufzeit von vier Jahren (Januar 2024 bis Dezember 2027) und wird mit fünf Millionen EUR gefördert.

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Quelle: RIFS Potsdam via idw Redaktion: von Laura Bazahica, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: EU Themen: Bildung und Hochschulen Förderung Umwelt u. Nachhaltigkeit

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