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Neue Website der Kommission bringt der Gesellschaft die Wissenschaft näher

Die Europäische Kommission hat den Start einer neuen Website für das MASIS-Projekt ("Monitoring policy and research activities on Science in Society in Europe") bekanntgegeben, die als eine der strategischen Aktivitäten im Rahmen des Arbeitsprogramms "Kapazitäten" von 2008, Wissenschaft in der Gesellschaft (Science in Society, SiS), aufgebaut wurde.

Das übergreifende Ziel des MASIS-Projekts ist die Entwicklung und Aufrechterhaltung struktureller Zusammenhänge und Interaktionsmöglichkeiten zwischen Wissenschaftlern, Politikern und der Gesellschaft im Allgemeinen.

Die SiS-Initiative als Teil des Siebten Rahmenprogramms (RP7) zielt auf den Aufbau einer effektiven und demokratischen wissensbasierten europäischen Gesellschaft ab und soll zum Gedeihen des Europäischen Forschungsraums (EFR) beitragen. Das MASIS-Projekt arbeitet wie ein Observatorium und ist dazu vorgesehen, die Beteiligung von und die Interaktion zwischen vielerlei Interessengruppen zu erleichtern und den europäischen Bürgern die Gelegenheit zu verschaffen, zum Thema SiS informiert zu bleiben.

Auf der neuen Website finden die Nutzer nationale Berichte zu SiS-Politik und Forschungsaktivitäten in den Mitgliedstaaten und den assoziierten Ländern. Es gibt 38 umfangreiche nationale Berichte zu einer Vielzahl von Themen.

Jeder einzelne Bericht dreht sich um Schlüsselthemen. Das erste ist jeweils im nationalen Kontext angesiedelt. Es werden aktuelle Debatten im Zusammenhang mit der Beziehung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft in den jeweiligen Ländern vorgestellt, wie auch nationale Wege in Bezug auf den Platz der Wissenschaft in der Gesellschaft, und jüngste politische Entwicklungen in Hinsicht auf Wissenschaft in der Gesellschaft.

Weitere zentrale Themen sind die Prioritätensetzung, Governance und die Anwendung von Wissenschaft bei der politischen Entscheidungsfindung in den einzelnen Ländern. Die Berichte konzentrieren sich auf die verschiedenen Akteure, die bei der Gestaltung der Beziehung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft beteiligt sind, die Arten formaler und informeller Prozeduren, die die öffentliche Auseinandersetzung mit der Wissenschaft erleichtern, und nationale Prozesse und Verfahren zur Nutzung wissenschaftlich fundierten Wissens und wissenschaftlicher Beratung in politischen Prozessen.

SiS-bezogene Forschungsmaßnahmen werden außerdem mit dem Ziel der Beschreibung des Umfangs und der Reichweite der Forschungsanstrengungen in den entsprechenden Ländern einschließlich neu aufkommender Themen, Zielgebiete, Strategien zur Einbettung von Wissenschaft in gesellschaftliche Fragen in der Mainstream-Forschung sowie Finanzierungsstrukturen und Möglichkeiten für die SiS-Forschung abgesteckt.

Die Berichte überwachen auch die Vielfalt an verschiedenen Aktivitäten, die sich mit der öffentlichen Kommunikation von Wissenschaft und Technik, der Intensität und Komplexität wissenschaftlicher Kommunikation in den entsprechenden Ländern und den verschiedenen beteiligten Akteuren befassen.

Die SiS-Initiative soll der weit verbreiteten Besorgnis und Ambivalenz in Bezug auf die Rolle, die Wissenschaft und Technik in unserem Alltag spielen, entgegenwirken. Die Botschaft lautet, dass Wissenschaft nicht isoliert arbeiten kann und Fortschritte in Wissenschaft und Technik kein eigenständiges Ziel darstellen. Hauptziel der Initiative ist eine bessere Wissenschaftskommunikation sowie deren Verbindung zu anderen Säulen der Gesellschaft wie Demokratie, Recht und Ethik hervorzuheben.

Die Website ist somit eine Gelegenheit, die Zwiesprache zwischen Wissenschaftlern und der breiten Öffentlichkeit zu fördern.

Außerdem ist es immer schwieriger geworden, jungen Leuten eine Karriere in der Wissenschaft als lohnenswertes Ziel zu vermitteln, und es besteht überdies in Wissenschaft, Technik und Technologie ein Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern. Obgleich stolze 59% der Absolventen europäischer Universitäten weiblich sind, gibt es jedoch nur 18% Professorinnen. Ein weiteres Ziel der SiS-Initiative besteht somit darin, eine nächste Generation von Wissenschaftlern zu begeistern.

Durch die Ermutigung des Dialogs zwischen Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit, die Förderung der Einhaltung ethischer Standards und die Entwicklung eines breiteren Zugangs zu Forschungsresultaten kann ein positives soziales Engagement sicherstellen, dass die Wissenschaft ihren rechtmäßigen Platz an der Spitze der europäischen Öffentlichkeit behält.

Weitere Informationen unter:

MASIS:
http://www.masis.eu/english/

Protal Wissenschaft in der Gesellschaft:
http://ec.europa.eu/research/science-society/index.cfm?fuseaction=public.topic&id=1221

Quelle: CORDIS Redaktion: von DLR PT Länder / Organisationen: EU Themen: Infrastruktur Förderung Ethik, Recht, Gesellschaft Strategie und Rahmenbedingungen

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