StartseiteAktuellesNachrichtenNeuseelands neue Strategie zur Internationalisierung der Bildung

Neuseelands neue Strategie zur Internationalisierung der Bildung

Berichterstattung weltweit

Die Strategie adressiert einerseits das Bildungsangebot für ausländische Studierende und den neuseeländischen Bildungsexport insgesamt sowie andererseits eine stärkere internationale Ausrichtung neuseeländischer Studierender und Bildungseinrichtungen.

Die International Education Strategy 2018 – 2030 benennt drei Zielfelder (goals) und diesen zugeordnete Maßnahmen (key actions), die kurz-, mittel- oder langfristig terminiert und denen konkret Akteure zugewiesen sind, welche die Verantwortung für die Umsetzung tragen. Die meisten Maßnahmen bedürfen noch der Konkretisierung und sollen bis Jahresende hinsichtlich Zielvorgaben (Benchmarks), Monitoringverfahren und Indikatorik spezifiziert werden.

Die drei Zielfelder im Einzelnen:

  • "Delivering an excellent education and student experience" zielt auf die Qualität des Angebots und geeignete Rahmenbedingungen für Studierende aus dem Ausland. Mit einer quantitativen Zielvorgabe hinterlegt ist bisher nur die Steigerung der internationalen Studentenzufriedenheit (92–95 Prozent bis 2025, 94–97 Prozent by 2030). Darüber hinaus sollen die Wahrnehmung der Bildungsqualität seitens der ausländischen Studierenden und der Ruf Neuseelands als Bildungsanbieter verbessert werden. Erkenntnisse hinsichtlich ausländischer Alumni weltweit sollen noch durch eine Studie erarbeitet werden. Außer den intrinsischen Bildungsaspekten umfassen die Maßnahmen auch Bereiche wie Beratung, Willkommenskultur, Aufenthaltsbestimmungen oder Schutz vor Ausbeutung.
  • "Achieving sustainable growth" setzt Ziele hinsichtlich Umfang und Art des Wachstums des Hochschulbildungsexports als essenziellen Wirtschaftszweig des Landes. Für den neuseeländischen Bildungsexport wird zum Jahr 2025 eine jährliche Wertschöpfung von 6,5 Milliarden NZD (etwa 3,8 Mrd. EUR) anvisiert (gegenüber 4,4 Mrd. NZD in 2017). Der Markt soll sich diversifizieren und innerhalb Neuseelands regionalisieren. Darüber hinaus sollen ausländische Studierende höhere Studienabschlüsse anstreben.
  • "Developing global citizens" umfasst Maßnahmen, um einheimischen Studierenden die in der Globalisierung notwendigen Kompetenzen zu vermitteln. Neuseeländische Studierende sollen im Studium mehr internationale Erfahrungen machen und mehr internationale Komponenten in ihrem Qualifikationsprofil aufweisen. Studierende sollen Fähigkeiten für eine "global citizenship" entwickeln, u.a. durch Ausrichtung der Bildungsinhalte an den UN-Nachhaltigkeitszielen.

Die Strategie wurde unter der Führung von Education New Zealand und dem Bildungsministerium entwickelt, in Zusammenarbeit mit vier weiteren Regierungsbehörden, welche die Strategie auch mit umsetzen sollen: dem Ministerium für Wirtschaft, Innovation und Beschäftigung, der New Zealand Qualifications Authority, der Tertiary Education Commission sowie dem Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Handel. Als ausführende Einrichtung kommt das Education Review Office hinzu. Die Strategie umfasst diese sieben Akteure als "International Education Agencies Group", was deren ressortübergreifenden Ansatz verdeutlicht.

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Quelle: Ministry of Education Redaktion: von Miguel Krux, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Neuseeland Themen: Bildung und Hochschulen Strategie und Rahmenbedingungen

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