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Science|Business: Internationale FuE-Zusammenarbeit wichtiger denn je

Berichterstattung weltweit

Eine Umfrage des Magazins Science|Business verdeutlicht die Relevanz globaler Kooperationen in Forschung und Entwicklung (FuE) – und zeigt Verbesserungsbedarfe.

Mit einer Umfrage unter Vertreterinnen und Vertretern von Hochschulen, öffentlichen Behörden, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen auf der ganzen Welt hat Science|Business ein Stimmungsbild zum Stand globaler Forschungskooperationen gezeichnet. Befragt wurden insgesamt 248 Personen, nähere Informationen zu Repräsentativität oder der Zusammensetzung der Befragten liegen nicht vor. Die Angaben sind damit nicht zwingend auf die gesamte FuE-Landschaft übertragbar; dennoch zeigen sich einige Trends.

Die Mehrheit der Befragten hält globale Forschungskollaborationen für unerlässlich – sowohl für die Zukunft der eigenen Einrichtung (63 %) als auch für die Zukunft der ganzen Welt (74 %). Es bestehe ein spürbarer Wunsch nach Forschungsprogrammen, die kooperative Wissenschaft anregen und fördern. So seien beispielsweise fast 70 Prozent der Befragten Vereinigungen angeschlossen, die bei der Vernetzung und Kontaktaufnahme für internationale FuE-Zusammenarbeit unterstützen. Als weiterer Beleg für die zunehmende Relevanz globaler Forschungskooperationen wird angeführt, dass sich die Anzahl international ko-publizierter Artikel zwischen 2000 und 2015 verdreifacht habe.

Mit Blick auf die weltweite Verteilung der Kooperationspartner geben 90 Prozent der Befragten an, mit Forscherinnen und Forschern bzw. Unternehmen aus der Europäischen Union zusammenzuarbeiten, gut die Hälfte pflegt Kollaborationen zu Partnern in den USA oder Kanada, gefolgt von europäischen Nicht-EU-Staaten, China, Indien, Lateinamerika (alle zwischen 30 und 40 %) und Japan (knapp unter 30 %). Am seltensten wird mit Partnern aus dem asiatisch-pazifischen Raum und dem mittleren Osten kooperiert (je unter 20 %).

Laut der Umfrage liegen die Hindernisse für eine stärkere globale Zusammenarbeit vor allem in fehlender Förderung, rechtlichen Hürden (etwa Vertrags- oder Zuwendungsbedingungen) sowie fehlenden Informationen und Kontakten. Fast 90 Prozent der Befragten geben an, dass sie mehr Informationen zu möglichen internationalen FuE-Aktivitäten benötigen. Darüber hinaus wünschen sich Forschung und Industrie mehr Unterstützung bei der Suche nach internationalen Partnern, Karriereberatung, Auskünfte über FuE-Ausschreibungen oder Zuschüsse für internationale Teilnehmer sowie Informationen zu wichtigen Entscheidungsträgern in weltweiten FuE-Vorhaben.

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Quelle: Science|Business Redaktion: von Alexander Bullinger, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Global Themen: sonstiges / Querschnittsaktivitäten Strategie und Rahmenbedingungen

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