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Tag der deutschen Wissenschaft im Iran (Teheran und Isfahan)

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Nach Aufhebung der langjährigen Sanktionen gegen den Iran steht die Wiederbelebung der Zusammenarbeit zwischen den Ländern Deutschland und Iran im Mittelpunkt des beidseitigen Interesses. Gerade in den Bereichen Bildung und Forschung war diese Zusammenarbeit traditionell sehr eng. Dementsprechend groß ist das gegenseitige Kooperationsinteresse deutscher und iranischer Wissenschaftseinrichtungen.

Nach Aufhebung der langjährigen Sanktionen gegen den Iran steht die Wiederbelebung der Zusammenarbeit zwischen den Ländern Deutschland und Iran im Mittelpunkt des beidseitigen Interesses. Gerade in den Bereichen Bildung und Forschung war diese Zusammenarbeit traditionell sehr eng. Dementsprechend groß ist das gegenseitige Kooperationsinteresse deutscher und iranischer Wissenschaftseinrichtungen.

Um Kooperationen zu initiieren und weiter auszubauen, lud daher das BMBF für den 27.02. und 28.02.2018 zum Tag der Deutschen Wissenschaft nach Teheran ein, sowie für den 01.03.2018 mit Fokus auf den Themenschwerpunkt Gesundheitsforschung nach Isfahan.

Die Informationsveranstaltung in Teheran wurde gemeinsam mit dem iranischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Technologie (MSRT) ausgerichtet, an der Informationsveranstaltung in Isfahan war zudem das iranische Ministerium für Gesundheit und medizinische Bildung (MoHME) beteiligt.

Unter Leitung von Susanne Madders, stellvertretende Referatsleiterin im BMBF für die Zusammenarbeit u.a. mit dem Iran, umfasste die deutsche Delegation insgesamt 58 Vertreter deutscher Forschungs- und Mittlerorganisationen und Universitäten. Damit handelte es sich zugleich um eine der größten bislang vom BMBF geführten Delegationen überhaupt. Neben 21 Vertretern deutscher Hochschulen nahmen auch Vertreter der Alexander von Humboldt Stiftung, des DAAD, der DFG, der Deutschen Nationalakademie Leopoldina, des DLR-PT, der Fraunhofer Gesellschaft, der Helmholtz Gemeinschaft, der Hochschulrektorenkonferenz, der Leibniz Gemeinschaft und der Max-Planck Gesellschaft an der Reise in den Iran teil.

Von iranischer Seite nahmen insgesamt etwa 550 Personen aus Wissenschaft und Forschung sowie verschiedener außeruniversitärer Forschungs- und Mittlerorganisationen, darunter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Studierende sowie politische Entscheidungsträger am Tag der deutschen Wissenschaft teil. Hiervon entfielen etwa 450 Teilnehmer auf Teheran und 100 auf den Schwerpunkttag Gesundheitsforschung in Isfahan.

Der deutsche Botschafter in Teheran, Michael Klor-Berchtold und Vizeminister im MSRT, Dr. Salar Amoli eröffneten den Tag der deutschen Wissenschaft. Danach stellten die deutschen Teilnehmer die deutsche Forschungslandschaft, sowie ihre Einrichtungen und Kooperationsprogramme vor. Iranische Einrichtungen informierten ihrerseits über forschungspolitische Schwerpunkte und Förderprogramme.

Ein Schwerpunkt des Tages der deutschen Wissenschaft im Iran lag auf der Ermöglichung des unmittelbaren Aufbaus von Kontakten zwischen den deutschen und iranischen Einrichtungen. Hierzu wurde den deutschen Vertreter im Rahmen einer ausführlichen messeähnlichen Poster-Session die Möglichkeit gegeben, sich interessierten iranischen Einrichtungen unmittelbar vorzustellen, persönlich Informationen auszutauschen und entsprechende Kontakte zu knüpfen. Im Zuge dieses „Marktes der Möglichkeiten“ entwickelten sich intensive Gespräche zwischen den deutschen und den iranischen Einrichtungen, so dass der Markt von beiden Seiten ausgesprochen positiv bewertet und als eines der Herzstücke des Wissenschaftstages angesehen wurde.

Am Abschluss der Veranstaltung in Teheran stand eine hochkarätig besetzte deutsch-iranische Podiumsdiskussion, deren Ziel es war Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung zu formulieren. Die Teilnehmer erörterten Potenziale, Herausforderungen und Perspektiven der deutsch-iranischen Kooperation. Danach hatten die deutschen Teilnehmer die Möglichkeit, zwei der renommiertesten Universitäten des Iran zu besuchen, um sich vor Ort ein Bild über die iranische Spitzenforschung an ausgewählten Teheraner Universitäten zu machen.

Im Fokus des dritten und letzten Veranstaltungstages, der an der Isfahan University of Medical Sciences stattfand, stand die Gesundheitsforschung. Erster Schwerpunkt waren Vorträge zu den Spezifika der deutschen und iranischen Forschungslandschaft im Bereich der Gesundheitsforschung. Hierauf aufbauend wurden Workshops zu den Themenfeldern „Medizinische Aus- und Weiterbildung und internationale Zusammenarbeit“ sowie „Medizinische Forschung und internationale Zusammenarbeit“ durchgeführt.

Am Rande der Veranstaltung wurde auf dem Gelände der Isfahan University of Medical Sciences das iranische Büro zur Förderung der Kooperation mit Deutschland in der medizinischen Bildung und Forschung eröffnet. Ebenfalls am Rande der Veranstaltung unterzeichneten die Prorektorin der Heinrich-Heine-Universität für Hochschulmanagement und Internationales, Frau Prof. Dr. von Hülsen-Esch und der Direktor der Universität Isfahan, Herrn Dr. Talebi, eine Absichtserklärung zum Studenten- und Professorenaustausch sowie zu gemeinsamen Konferenzen und wissenschaftlichen Kursen.

Die erste große Delegationsreise des BMBF in den Iran wurde von deutscher wie von iranischer Seite ausgesprochen positiv bewertet und als starkes Signal zum weiteren Aufbau einer nachhaltigen Zusammenarbeit verstanden. In jeder Hinsicht wurde mit dem Tag der deutschen Wissenschaft im Iran ein zentraler Beitrag zur Wiederbelebung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern in den Bereichen der Bildung und insbesondere der Forschung geleistet.

Für Frühjahr 2019 ist in Deutschland ein Tag der iranischen Wissenschaften geplant.

Weitere Informationen:

Webseite des iranischen Wissenschaftsministeriums MSRT zum Tag der deutschen Wissenschaft im Iran (einschließlich Agenda und sämtlichen Vorträgen zum Download)

Quelle: DLR Projektträger, Europäische und internationale Zusammenarbeit Redaktion: von Dr. Hendrik Meurs, DLR Projektträger, Europäische und internationale Zusammenarbeit Länder / Organisationen: Iran Deutschland Themen: sonstiges / Querschnittsaktivitäten Lebenswissenschaften

Weitere Informationen

Eröffnung des Tages der Deutschen Wissenschaft in Teheran

Eröffnung des Tages der Deutschen Wissenschaft in Teheran durch den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Islamischen Republik Iran, Herrn Michael Klor-Berchtold (am Pult), die zuständige Referentin des BMBF, Frau Susanne Madders und den Vizeminister des iranischen Wissenschaftsministeriums (MSRT), Herrn Dr. Salar Amoli. ©Paul Grimm

Gruppenfoto der Delegation

Fototermin mit der deutschen Delegation sowie Vertretern des iranischen Wissenschaftsministeriums (MSRT) und der die Veranstaltung ausrichtenden Iranischen Universität für Wissenschaft und Technologie (IUST) in Teheran. ©Paul Grimm

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