StartseiteAktuellesNachrichtenUniversität Göttingen und TU Darmstadt sind Teil eines neuen EU-geförderten Promovierendennetzwerks

Universität Göttingen und TU Darmstadt sind Teil eines neuen EU-geförderten Promovierendennetzwerks

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Die TU Darmstadt und die Universität Göttingen sind an dem europäischem Ausbildungsnetzwerk „Innovative Training Network“ (ITN) beteiligt. Das Netzwerk wird von der EU für die Dauer von vier Jahren mit knapp vier Millionen Euro gefördert.

Ziel des Programms „C C Bond Formation Using Top Performing Enzymes“ (CC-TOP) ist es, insgesamt 15 Doktorandinnen und Doktoranden für künftige Führungsrollen sowohl in der Wissenschaft als auch in der Wirtschaft auf dem Gebiet der industriellen Biotechnologie zu qualifizieren. Die 15 Promovierenden erhalten im Rahmen des kooperativen Netzwerks aus akademischen Institutionen und Industriepartnern aus insgesamt sechs Ländern ein maßgeschneidertes Programm. Sie werden akademische und industrielle Erfahrungen sammeln, um in der europäischen Chemieindustrie nachhaltige Entwicklungen mitgestalten zu können. 

Das Netzwerk, das von der Technischen Universität Darmstadt koordiniert und in Göttingen von Prof. Dr. Kai Tittmann geleitet wird, besteht aus zwölf renommierten Einrichtungen aus Wissenschaft und Industrie aus insgesamt sechs europäischen Ländern und wird für die Dauer von vier Jahren mit knapp vier Millionen Euro gefördert. Davon stehen rund eine halbe Million Euro der Universität Göttingen zur Verfügung und rund eine weitere halbe Million Euro geht an die TU Darmstadt. Aufgrund der Corona-Pandemie wird das Netzwerk voraussichtlich erst Anfang März 2021 seine Arbeit aufnehmen, um so die Einstellung der internationalen Doktorandinnen und Doktoranden an den beteiligten Einrichtungen sicherzustellen.

Das übergeordnete wissenschaftliche Ziel ist die Entwicklung von neuen Enzymen als Werkzeuge für die chemische und pharmazeutische Industrie. Diese auch als „Grüne Chemie“ bezeichnete Forschungsrichtung nutzt Enzyme als die natürlich vorkommenden Biokatalysatoren für die Herstellung von Wirkstoffen in nahezu allen Bereichen unseres Lebens wie beispielsweise von Medikamenten. Während chemische Katalysatoren oft harsche Reaktionsbedingungen wie hohe Temperaturen und hohen Druck sowie besondere Lösungsmittel benötigen, erledigen Enzyme ihre Aufgabe kosten- und ressourcenschonend „ganz einfach“ bei Raumtemperatur in Wasser – und das mit exzellenter Effizienz und Selektivität.

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Quelle: Georg-August-Universität Göttingen / TU Darmstadt Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: EU Themen: Förderung Physik. u. chem. Techn. Umwelt u. Nachhaltigkeit

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