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US-Haushaltsplan 2019: Weitere Einschnitte für Wissenschaftsorganisationen sowie Forschungs- und Entwicklungsprogramme

Berichterstattung weltweit

Die wissenschaftspolitische Debatte in den USA war vergangene Woche vom Haushaltsplan für das Jahr 2019 bestimmt, den das Weiße Haus am 12. Februar vorgelegt hat. Das DFG-Nordamerika Team berichtet über die aktuelle Entwicklung.

Wie schon der Plan für 2018, der noch immer nicht endgültig verabschiedet wurde, sieht auch der Haushaltsplan für das Jahr 2019 drastische Einschnitte für Wissenschaftsorganisationen sowie Forschungs- und Entwicklungsprogramme der meisten Behörden vor. Allerdings könnte ein Teil der Einsparungen durch die in der vergangenen Woche vom Kongress beschlossene Erhöhung der Ausgabengrenze in Höhe von rund 800 Mrd. USD abgefedert werden, da diese nun zusätzlich verfügbaren Mittel im Plan der Regierung noch nicht eingeplant waren. Der Plan muss vom Kongress verabschiedet werden und Änderungen sind daher nicht unwahrscheinlich. Dennoch reagierten verschiedene Medien und Organisationen bereits auf den nun vorliegenden Plan:

  • Die American Association for the Advancement of Science (AAAS) zeigte sich erleichtert über die Initiative des Kongresses in der vergangenen Woche, die erneute Einschnitte für die meisten Wissenschaftsakteure vermutlich verhindere. In einem Artikel heißt es: In response to events [the two-year-budget deal], the White House then made a last-minute decision to add $75 billion back into their budget, to be distributed in the fashion outlined in this document. From a science and technology perspective, those changes primarily directed spending back into the budgets for a few big basic science agencies: NIH, the National Science Foundation, and the Department of Energy's Office of Science, allowing them to stay closer to flat.” Gleichwohl übt die AAAS an anderer Stelle scharfe Kritik an den ursprünglichen Plänen der Regierung.
  • In einem Beitrag in Science wird darauf hingewiesen, dass einige Programme trotz der zusätzlichen Mittel vor dem Aus stünden:For example, the administration is repeating its 2018 call to eliminate DOE’s Advanced Research Projects Agency-Energy, research programs at the Environmental Protection Agency, and research projects at the National Oceanic and Atmospheric Administration and the U.S. Geological Survey. Darunter ist womöglich auch die National Endowment for the Humanities (NEH), die dem Haushaltsentwurf folgend ihre Schließung vorbereiten soll. In einer Mitteilung der NEH heißt es: The White House has requested that Congress appropriate approximately $42 million […] for the orderly closure of the agency. This amount includes funds to meet matching grant offers in effect as of October 1, 2018, as well as funds to cover administrative expenses and salaries associated with the closure.
  • Die Universitätsverbünde Association of American Universities (AAU) und Association of Public and Land-grant Universities (APLU) äußerten sich ebenfalls kritisch zum Entwurf der Regierung. In einer Mitteilung der AAU wird deren Präsidentin Mary Sue Coleman zitiert: The administration’s proposed FY19 budget would cripple our nation’s position as a global science and technology leader and greatly erode the longstanding government-university partnership that supports our public health, national defense, and economic competitiveness. This budget would also make higher education less affordable and less accessible at a time when our economy demands a high-skilled, highly-educated, and innovative workforce.” Wie Coleman rief auch Peter McPherson, Präsident der APLU, den Kongress in einem Statement dazu auf, die Defizite des Entwurfes zu benennen und Verbesserungen einzubringen.
Quelle: DFG Nordamerika; Nachrichtenüberblick vom 16. Februar 2018 Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: USA Themen: Strategie und Rahmenbedingungen Förderung

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