StartseiteAktuellesNachrichtenWissenschaftliche Beratung verliert im ersten Jahr der Präsidentschaft von Donald Trump an Bedeutung

Wissenschaftliche Beratung verliert im ersten Jahr der Präsidentschaft von Donald Trump an Bedeutung

Berichterstattung weltweit

Das Wissenschaftsmagazin Science zieht nach dem ersten Amtsjahr des Präsidenten Bilanz und berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über einen deutlichen Rückgang wissenschaftlicher Beratungsaktivitäten auf Bundesebene.

Insgesamt sei seit dem Amtsantritt von Präsident Trump die Zahl an Experten in Fachgremien, die US-Bundesbehörden wissenschaftlich beraten, gesunken. Zudem hätten diese Gremien seit Beginn der systematischen Dokumentation ihrer Sitzungen durch die Bundesregierung im Jahr 1997 noch nie so selten getagt.

Laut einer aktuellen Analyse der Union of Concerned Scientists (UCS) könne zumindest ein Teil dieses Rückgangs darauf zurückgeführt werden, dass die Trump-Administration Wissenschaftler aus dem Politikgestaltungsprozess ausschließe. Die Analyse betrachtet 73 wissenschaftliche Gremien, die für verschiedene Behörden wie den Centers for Disease Control and Prevention (CDC), der Environmental Protection Agency (EPA), der Food and Drug Administration (FDA) sowie den Ministerien für Energie und Inneres tätig sind. Zwar sei die Zahl der Mitglieder in den Gremien im ersten Jahr der Präsidentschaft von Barack Obama ebenfalls gesunken, die Anzahl der Sitzungen sei vor acht Jahren jedoch deutlich gestiegen - im Gegensatz zur jetzigen Situation.

Selbst wenn der Rückgang nicht auf eine gezielte Strategie zurückgeführt werden könne, so wird diese Entwicklung von der UCS als großes Versäumnis gesehen, da verschiedene regulatorische Entscheidungen außerhalb des wissenschaftlichen Beratungsprozesses getroffen würden.

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Quelle: Science Redaktion: von Andreas Ratajczak, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: USA Themen: Strategie und Rahmenbedingungen

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