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Arabische Staaten diskutieren Entwicklung einer gemeinsamen Strategie für Künstliche Intelligenz

Berichterstattung weltweit

Im Rahmen der gemeinsam von der Internationalen Fernmeldeunion ITU und der UNESCO organisierten "Regional Digital Inclusion Week" veranstaltete das ägyptische Ministerium für Kommunikation und Informationstechnologie in Zusammenarbeit mit der Arabischen Liga eine Diskussionsrunde zu den Herausforderungen und den Möglichkeiten für die Entwicklung einer gemeinsamen Strategie für Künstliche Intelligenz für die arabischen Staaten.

Technologien auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) sind inzwischen weit verbreitet. Allerdings bestehen starke Unterschiede zwischen den Ländern der Welt hinsichtlich ihres Beitrags zur Entwicklung, Nutzung und entsprechend auch dem Profitieren von Künstlicher Intelligenz. Um dies zu ändern, haben Vertreterinnen und Vertreter arabischer Staaten im Rahmen der Diskussionsrunde Herausforderungen und Möglichkeiten für die Entwicklung einer gemeinsamen KI-Strategie erörtert. Ziel müsse es sein, Synergien zwischen den Ländern bei der Entwicklung und Nutzung von KI – etwa in den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Umwelt, Gesundheitswesen und Infrastruktur – zu schaffen, um zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen.

Für eine kohärente regionale Strategie sei es zunächst erforderlich, dass die beteiligten Länder ihre Ziele abstimmen und dabei auch die unterschiedlichen nationalen Ressourcen und Fähigkeiten berücksichtigen, betonte Dr. Mustafa Ahmed Ali Al Mahdi, Programmbeauftragter des arabischen Regionalbüros der ITU. Er sieht in einem solchen Prozess einen hilfreichen Ansatz, um alle relevanten Akteure der Region in die Entwicklung der Strategie einzubeziehen und die Länder der Region in ihrer technischen Entwicklung zu unterstützten sowie eine verantwortungsvolle Nutzung Künstlicher Intelligenz sicherzustellen.

Gemeinsame Anstrengungen könnten die Entwicklung von KI-Tools umfassen, welche die Arabische Sprache für die natürliche Sprachverarbeitung (NLP) nutzen, damit diese allen Menschen in der Region zur Verfügung stehen. Zudem könnte der für die digitale Transformation notwendige Kapazitätsaufbau, vor allem in der Verwaltung, gemeinsam bewältigt werden. Aus diesem Grund entwickelt die UNESCO derzeit einen Kompetenzrahmen für Beamte. Dieser fordert die Länder der Region auf, mit der UNESCO zusammenzuarbeiten, um die Kompetenzen und Kapazitäten von Beamtinnen und Beamten, Richterinnen und Richtern sowie Parlamentarierinnen und Parlamentariern für die digitale Verwaltung und die digitale Transformation zu stärken.

Als nächste Schritte wurde unter anderem die Schaffung eines überregionalen KI-Forschungszentrums, ein koordinierter Wissensaustausch zwischen den Ländern und der Aufbau einer robusten Infrastruktur mit qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorgeschlagen.

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Quelle: UNESCO Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Ägypten Algerien Dschibuti Libyen Marokko Mauretanien Somalia Tunesien Bahrain Irak Iran Jemen Jordanien Katar Kuwait Libanon Oman Palästinensische Gebiete Saudi Arabien Syrien Vereinigte Arabische Emirate UNESCO Themen: Information u. Kommunikation Strategie und Rahmenbedingungen

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