StartseiteLänderAfrikaAfrika: Weitere LänderErster Professor der TFH Georg Agricola zu Gast an namibischer Partneruniversität

Erster Professor der TFH Georg Agricola zu Gast an namibischer Partneruniversität

Zu Beginn des aktuellen Wintersemesters wechselte Professor Dr. Michael Hegemann von der Technischen Fachhochschule (TFH) Georg Agricola in Bochum Unterrichtssprache und Kontinent: Als erster Gastdozent der TFH unterrichtete er im Südwesten Afrikas an der namibischen Partneruniversität in Windhoek.

Professor Hegemann vermittelte in einem 45-stündigen Blockkurs rund 20 fortgeschrittenen Studierenden des Bachelorstudiengangs Mining Engineering sein Fachgebiet Bergvermessung. Dabei ging es um die Themen Exploration, Vermessung über und unter Tage, Dokumentation in Rissen, Karten und Plänen, Lagerstättenplanung, Bodenbewegungen, CAD-Bearbeitung und Altbergbau.

Das südwestafrikanische Namibia gehört zu den weltweit führenden Produzenten von Diamanten, Uran, Zink und Fluorit, außerdem werden dort auch Gold, Kupfer, Blei und Salz abgebaut. Wie anderen führenden Bergbaunationen droht auch Namibia ein Fachkräftemangel im Berufsfeld Bergbau-Ingenieurwesen, der sich durch die Eröffnung neuer Bergwerke noch verschärfen könnte. Vor diesem Hintergrund hat das Polytechnic of Namibia ein eigenes Bergbauinstitut (Mining Engineering Department) gegründet, und dort 2009 den Bachelor-Studiengang „Mining Engineering“ eingerichtet, in den zurzeit rund 100 Studierende eingeschrieben sind. Sie sollen die zukünftige Nachfrage nach Nachwuchsingenieuren aus Namibia und der Region befriedigen. Bisher erfolgte deren Ausbildung überwiegend in Südafrika.

Die TFH Georg Agricola und das Polytechnic of Namibia, die Partneruniversität der Bochumer Ingenieurhochschule, haben im August 2011 eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Mit ihrer Zusammenarbeit wollen beide Hochschulen ihre Stärken auf den Gebieten Rohstoffgewinnung und Bergbau weiter ausbauen und vom gegenseitigen Know-how profitieren. Das Polytechnic of Namibia mit Hauptsitz in Windhoek ist neben der University of Namibia die zentrale Ausbildungsstätte für den Ingenieurnachwuchs des Landes. Zurzeit sind rund 12.000 Studierende an der Hochschule eingeschrieben, davon rund 1.000 in der Fakultät für Ingenieurwesen (School of Engineering). Zum Vergleich: An der TFH Georg Agricola sind zurzeit rund 2.200 Studierende eingeschrieben.

Quelle: IDW Nachrichten / Technische Fachhochschule Georg Agricola Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Namibia Themen: Bildung und Hochschulen Fachkräfte Geowissenschaften Engineering und Produktion

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