StartseiteLänderAfrikaAfrika: Weitere LänderDeutsch-afrikanisches Forschungsprojekt will Klimawandel in Westafrika besser voraussagen

Deutsch-afrikanisches Forschungsprojekt will Klimawandel in Westafrika besser voraussagen

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Wie lassen sich die Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft in Westafrika erfassen und möglichst klein halten? Das haben afrikanische und deutsche Forschungsgruppen mehrere Jahre lang im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Vorhabens WASCAL untersucht. Inzwischen ist WASCAL in der zweiten Phase – mit starker Beteiligung der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg.

Die zweite Phase von WASCAL (West African Science Service Center on Climate Change and Adapted Land Use) wird mit 1,4 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert; etwa 600.000 Euro davon gehen an die JMU. Das Projekt LANDSURF (Land surface processes as a determinant of climate change in Africa – scenarios, high-resolution modeling and development of a stakeholder data portal) unter der Leitung der JMU ist mit dem Kickoff am 7. Juli 2021 offiziell gestartet; die Projektdauer beträgt drei Jahre.

Während sich in Europa die Landnutzung in Jahrhunderten entwickelt hat, ist die großflächige Veränderung in Subsahara- und Westafrika so schnell und groß, dass sie sich auf den Klimawandel vor Ort auswirkt, mehr noch als Treibhausgase – ein Aspekt des menschlichen Einflusses auf das Klimasystem, der gerne vernachlässigt wird. Aus diesem Grund sollen neue Methoden der Klimamodellierung angewendet werden, um so die zukünftigen Entwicklungspfade des Klimas genauer erfassen und verstehen zu können. Auf Grundlage der Auswertungen und neuen Klimamodelle sollen dann statistische Szenarien für die klimatologische Zukunft der Region Westafrika entwickelt werden. Mithilfe der Daten sollen die Lebensbedingungen vor Ort verbessert werden, vor allem im landwirtschaftlichen Sektor und dem Sektor Ernährungssicherheit.

Afrikanische Kooperationspartner sind unter anderem die Universität Prof. Joseph Ki-Zerbo Ouagadougou (Burkina Faso), die United Nations University in Accra (Ghana), die Federal University of Technology Akure (Nigeria) und das Forschungszentrum Centre Régional AGHRYMET – CILSS (Niger). Weitere Partner in Deutschland sind das GERICS Climate Service Center Germany (Hamburg) und die Universität Halle. Diese sollen schließlich die komplexen Forschungsergebnisse zu nutzbaren Informationen für westafrikanische Landwirte übersetzen, in Form einer webbasierten Datenbank, die einfach per App aufgerufen werden kann. Die beiden deutschen Einrichtungen kooperieren mit der JMU in einem weiteren Teilprojekt, MIGRAWARE, dessen Ziel es ist, Migrationsbewegungen in Westafrika und deren Ursachen zu untersuchen.

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Quelle: WASCAL, Julius-Maximilians-Universität Würzburg via IDW Nachrichten Redaktion: von Sarafina Yamoah, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Benin Burkina Faso Cabo Verde Côte d'Ivoire Gambia Ghana Mali Niger Nigeria Senegal Togo Deutschland Themen: Umwelt u. Nachhaltigkeit

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