StartseiteLänderAmerikaArgentinienBioökonomie International 2020: Fungi 4 VectorControl - Insektenpathogene Pilze zur biologischen Bekämpfung von Stechmücken und Schaben

Bioökonomie International 2020: Fungi 4 VectorControl - Insektenpathogene Pilze zur biologischen Bekämpfung von Stechmücken und Schaben

Laufzeit: 01.09.2021 - 31.08.2024 Förderkennzeichen: 031B1130
Koordinator: Technische Universität Darmstadt - Fachbereich Biologie - Fachgruppe Membranbiophysik

Stechmücken der Gattung Aedes sind als Überträger viraler Infektionskrankheiten weltweit von Bedeutung, u.a. in Argentinien und aufgrund des Klimawandels zunehmend auch in Deutschland. Vektorkontrolle ist eine Schlüsselstrategie zur Bekämpfung dieser Krankheiten. Um Beeinträchtigungen der Wasserqualität und einen weiteren Rückgang der Insekten-Biodiversität zu verhindern, müssen Alternativen zum übermäßigen Einsatz chemischer Insektizide aufgezeigt werden. Schaben sind als Überträger humanpathogener Protozoa, Pilze, Bakterien und Viren weltweit von Bedeutung, insbesondere aber im Kontext von Hygienebedingungen in Krankenhäusern. Aufgrund der Nähe ihres Habitats zum Menschen und häufiger Resistenzentwicklung ist ihre chemische Bekämpfung nur eingeschränkt möglich. Es ist das Ziel von Fungi 4 VectorControl, mikrobiologische Alternativen zu chemischen Insektiziden zu entwickeln. Konkret sollen auf der Basis insekten-pathogener Pilze der Gattungen Beauveria, Metarhizium und Leptolegnia marktfähige Bio-Insektizide entwickelt werden. Im Sinne einer Entwicklung entlang der Wertschöpfungskette soll hierbei eine natürlich vorkommende Bio-Ressource über folgende drei Schritte in ein hochwertiges Produkt umgewandelt werden. 1) Reinkultur-Isolation von Pilzen aus der Umwelt sowie deren molekulare Identifikation und Charakterisierung des entomopathogenen Potentials machen definierte Bio-Ressourcen für weitere F&E-Aktivitäten verfügbar. 2) Technische Entwicklung mit Hilfe verschiedener Fermentations- und Formulierungsmethoden erzeugt aus diesen Bio-Ressourcen marktfähige Produkte in Form nicht nur wirk-effizienter, sondern auch potentiell nachhaltiger und öko-effizienter Bio-Insektizide. 3) Wissenschaftliche Forschung leistet einen weiteren Beitrag zur Wertschöpfung, indem sie die Bedingungen erforscht und Anwendungsstrategien entwickelt, unter denen die Bio-Insektizide in einem bestimmten Agrar-Ökosystem ihr volles Effizienz- und Nachhaltigkeitspotential entfalten können.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Redaktion: DLR Projektträger Länder / Organisationen: Argentinien Themen: Förderung Lebenswissenschaften

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