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Sofja Kovalevskaja-Preise 2020 vergeben

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Acht internationale Forschertalente erhalten je bis zu 1,65 Millionen Euro Preisgeld und bauen damit in Bochum, Gießen, Heidelberg, Leipzig, Mainz, München, Oberpfaffenhofen und Tübingen eigene Arbeitsgruppen auf.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung zeichnet acht internationale Forschertalente im Alter von 29 bis 36 Jahren mit einem der höchstdotierten Wissenschaftspreise Deutschlands aus: Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten je bis zu 1,65 Millionen Euro. Mit dem Sofja Kovalevskaja-Preis bekommen die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in einer frühen Phase ihrer Karriere Risikokapital für innovative Projekte. Sie forschen bis zu fünf Jahre lang an deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen und bauen eigene Arbeitsgruppen an ihren Gastinstituten auf. Der Preis wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

Am 11. und 12. November wird ein virtuelles Netzwerktreffen für die neu ausgezeichneten Forschertalente und ihre Gastgeberinnen und Gastgeber stattfinden, bei dem Fachthemen diskutiert und Erfahrungen zum Forschungsstandort Deutschland ausgetauscht werden können. Eine feierliche Preisverleihung soll im November 2021 in Berlin nachgeholt werden.

Die neu ausgewählten Preisträgerinnen und Preisträger, ihre Herkunfts- und letzten Aufenthaltsländer, ihre Fachgebiete sowie ihre Gastinstitute sind:

  • Marcia de Almeida Monteiro Melo Ferraz: Künstliche Befruchtung verbessern (Brasilien/ USA, Zell- und Entwicklungsbiologie, LMU München, Lehrstuhl für Molekulare Tierzucht und Biotechnologie)
  • Danila Barskiy: Neue Wege zu erschwinglicheren Magnetresonanz-Untersuchungen (Russland/ USA, Physikalische Chemie, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Institut für Physik, Arbeitsgruppe Quanten-, Atom- und Neutronenphysik (QUANTUM))
  • Agnieszka Golicz: Komplexe Pflanzengenome entschlüsseln (Polen/ Australien, Pflanzenzüchtung, Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung)
  • Gregory Maurice Green: Eine 3D-Karte unserer Milchstraße (Kanada/ USA, Astrophysik, Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg, Abteilung Galaxien und Kosmologie)
  • Anna-Lena Horlemann: Daten quantensicher verschlüsseln (Deutschland/ Schweiz, Mathematik, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Oberpfaffenhofen, Institut für Kommunikation und Navigation)
  • André F. Martins: Den Tumor verstehen (Portugal/ USA, Bildgebungsverfahren, Eberhard Karls Universität Tübingen, Universitätsklinikum, Abteilung für Präklinische Bildgebung und Radiopharmazie)
  • Mar Rus-Calafell: Psychotische Symptome bei Jugendlichen (Spanien/ Vereinigtes Königreich, Psychologie, Ruhr-Universität Bochum, Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit (FBZ))
  • Torben Schiffner: Computergestützte Impfstoffentwicklung (Deutschland/ USA, Strukturelle Biologie, Universität Leipzig, Institut für Wirkstoffentwicklung)

Zum Nachlesen

Quelle: Alexander von Humboldt-Stiftung Redaktion: von Sarafina Yamoah, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Brasilien Kanada USA Deutschland Polen Portugal Russland Spanien Vereinigtes Königreich (Großbritannien) Australien Themen: Bildung und Hochschulen Fachkräfte Förderung

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