StartseiteLänderAmerikaKolumbienNaturgefahren und Extremereignisse in den kolumbianischen Anden

Naturgefahren und Extremereignisse in den kolumbianischen Anden

Laufzeit: 01.07.2018 - 31.12.2021 Förderkennzeichen: 01DN18036
Koordinator: Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ

Mit dem beantragten Vorhaben wollen die Universität Potsdam und das Deutsche Geoforschungszentrum zusammen mit der Universidad Nacional de Colombia, und weiteren Partnern, ein Forschungs- und Kooperationsprojekt initiieren, das dem verbesserten Monitoring,Verständnis und Reduzierung der Auswirkung von Naturgefahren und Extremereignissen dient. Hierbei sollen die beidseitig bestehenden exzellenten Expertisen im Bereich der Geo- und Umweltwissenschaften unter Einbindung von Akteuren aus Behörden und Wirtschaft verknüpft werden. Im Rahmen einer 2-jährigen Anbahnungsmaßnahme sollen Expertisen evaluiert und gemeinsame Forschungsschwerpunkte definiert werden, um den Grundstein für eine langfristige Zusammenarbeit im Bereich der geowissenschaftlichen Naturgefahren- und Risikoforschung zu legen. Natürliche wie induzierte Seismizität, Vulkanismus und die Auswirkungen des globalen Wandels auf Erdoberflächenprozesse bergen weitreichende Gefahren und Risiken, die besonders in den tropischen Breiten und im Hochgebirge relevant sind. In der zukünftigen Zusammenarbeit werden mehrere Forschungsziele verfolgt: (1) Analyse der natürlichen und induzierten Seismizität in unterschiedlichen Kontexten (z.B. in urbanen Ballungsräumen, nahe aktiver Störungen, in strukturell komplexen Gebirgsregionen und ihren Vorländern oder anthropogen induziert in z.B. Erdölfeldern); (2) Gefährdung durch Vulkanismus frühzeitig erkennen und beurteilen und (3) die verschiedenen Wechselwirkungen von Oberflächenprozessen mit hydrometeorologischen Extremereignissen besser zu verstehen. Der wissenschaftlich-technologische Fokus der Zusammenarbeit liegt auf der Entwicklung neuer Methoden und Technologien, die u.a. zur zuverlässigen Bestimmung induzierter Seismizität oder zur Gefährdungsanalyse von Hangarealen eingesetzt werden können. Gerade an diesem Thema besteht aktuell ein erhebliches wirtschaftliches Interesse der kolumbianischen Erdöl- und Erdgasindustrie.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Redaktion: DLR Projektträger Länder / Organisationen: Kolumbien Themen: Förderung Sicherheitsforschung

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