Strategien und Programme

Für internationale Bildungs- und Forschungszusammenarbeit ist in den USA grundsätzlich das Außenministerium (U.S. Department of State) zuständig. Das Ministerium fördert die USA als attraktives Zielland für internationale Studierende seit langem durch eine Reihe von Maßnahmen, wie zum Beispiel durch das Fulbright-Programm und EducationUSA, ein Netzwerk von Beratungszentren für internationale Studierende (siehe nächster Abschnitt).

Das Institute of International Education (IIE) ist eine der weltgrößten internationalen Austauschorganisationen und führt derzeit mehr als 200 internationale Programme durch, darunter auch das Fulbright-Programm, das im Auftrag des US-amerikanischen Außenministeriums umgesetzt wird. Unter dem „Core Fulbright Visiting Scholar Program" erhalten jedes Jahr weltweit etwa 800 Forschende und Lehrende Förderung für einen Aufenthalt in den USA.

Die National Science Foundation (NSF) unterstützt internationale Kooperation und Mobilität in begrenztem Umfang, darunter seit 2005 durch das Programm „Partnerships in International Research and Education“ (PIRE), das US-amerikanische Universitäten in der Grundlagenforschung international vernetzt.  Bisher haben sechs Ausschreibungen stattgefunden. Seit 2013 ermöglicht das Programm „Graduate Research Opportunities Worldwide" (GROW) dem wissenschaftlichen Nachwuchs aus den USA kurze Forschungsaufenthalte im Ausland. Ab 2018 nutzt die NSF einen neuen strategischen Ansatz, um internationale Kooperation vorzubereiten. Die Auslandsbüros in Peking, Tokio und Brüssel werden geschlossen. Stattdessen entsendet die NSF Expertengruppen in Zielregionen, um Möglichkeiten für die Zusammenarbeit in ausgewählten Fachgebieten zu erkunden (Multiplier-Missionen).

Staatliche Forschungsfördereinrichtungen vergeben Fördermittel üblicherweise nur an Hochschulen und Einrichtungen, die im Land ansässig sind. Die USA stellen hier eine bemerkenswerte Ausnahme dar: Eine Reihe von Förderorganisationen, insbesondere die National Institutes of Health (NIH, Bedingungen), vergeben traditionell auch Mittel für Projekte an ausländische Einrichtungen und Hochschulen, sofern dies den Interessen der USA dient (RIO Country Report United States 2015, 5.6).

Der frühere Präsident Obama benannte Entwicklungszusammenarbeit bereits 2010 als eine seiner Prioritäten, dabei betonte die Regierung auch die wichtige Rolle von Forschung und Innovation bei der Lösung von Entwicklungsproblemen (Fact Sheet: U.S. Global Development Initiative). Die Umsetzung erfolgt durch die United States Agency for International Development (USAID). Zu diesem Zweck stehen USAID ungefähr 200 Mio. USD im Jahr zur Verfügung. Entwicklungszusammenarbeit im Bereich Medizin wird vom Fogarty International Center der National Institutes of Health (NIH) koordiniert und durchgeführt. Dies umfasst sowohl die Forschungszusammenarbeit als auch Ausbildungsprogramme.

Die übergreifende Innovationsstrategie für die USA („Strategy for American Innovation"), die zuletzt 2015 aktualisiert wurde, enthielt dagegen nur wenig internationale Bezüge.

Unter der Regierung Trump wird seit 2017 die Leitidee „America First" propagiert. Die Regierung hat den internationalen Austausch von Studierenden und Forschenden durch Visa-Bestimmungen erschwert, obwohl das Wissenschaftssystem der USA auf den Zuzug von internationalen Studierenden angewiesen ist.

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Internationale Präsenz

Ein erfolgreicher Internationalisierungsansatz wurde mit EducationUSA umgesetzt. Das Netzwerk wird vom Außenministerium (U.S. Department of State) finanziert und repräsentiert die US-amerikanische Hochschullandschaft in der ganzen Welt. Rund 400 Studienberatungszentren in mehr als 170 Ländern beraten Interessierte umfassend über die Möglichkeiten, ein Studium in den USA aufzunehmen oder fortzuführen. Daneben berät die Einrichtung auch die US-amerikanischen Hochschulen bei ihren Bemühungen, den Hochschulcampus zu internationalisieren.

In etwa 50 der Länder, die sich an dem Fulbright-Programm beteiligen, wurden binationale Kommissionen oder sogar binationale Stiftungen eingerichtet, so zum Beispiel die United States-India Educational Foundation (USIEF).

Auch die bilaterale Wissenschafts- und Technologiekooperation der USA wird in einigen Fällen durch binationale Fördereinrichtungen unterstützt, die auf der Basis von Regierungsabkommen gebildet wurden, zum Beispiel im Fall von Indien und Israel. Dazu gehören: die U.S.-Israel Binational Science Foundation (BSF), die U.S.-Israel Science & Technology Foundation (USISTF) sowie die  Israel-U.S. Binational Industrial Research and Development Foundation (BIRD), die Unternehmen der beiden Länder zusammen bringt. Forschungszusammenarbeit mit Indien wird im Rahmen des Indo-U.S. Science and Technology Forum (IUSSTF) gepflegt. In anderen Fällen werden auf der Basis von Regierungsabkommen bilaterale Fördertöpfe eingerichtet (U.S. - Egypt Science and Technology Joint Fund).

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Ergebnisse von Evaluierungen

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