StartseiteLänderAsienSingapurZusammenfassungÜberblick zur Bildungs-, Forschungs- und Innovationslandschaft und -politik

Bildungssystem

Singapur ist mit einer Gesamtfläche von rd. 710 km2 und einer Bevölkerung von rd. 5,9 Mio. Einwohnern das kleinste Land Südostasiens. Die Bildungsausgaben Singapurs machten 2022 einen Anteil von 2,4 Prozent des Bruttoninlandsprodukts (BIP) aus. Damit rangiert Singapur im internationalen Vergleich nur im Mittelfeld. Dennoch belegte Singapur im PISA-Test 2015 in allen drei Bereichen - Lesen, Rechnen und Naturwissenschaften - im weltweiten Vergleich den Spitzenrang. Nachdem sich das Land unter PISA 2018 zwischenzeitlich auf Rang 2 platzierte, erreichte Singapur unter PISA 2022 wieder den ersten Rang und stieg unter PISA 2022 wieder in allen Kategorien auf den ersten Platz (siehe Bildungsindikatoren).

Die Zuständigkeit für Bildung liegt beim Bildungsministerium (Ministry of Education - MOE). Aufgrund der geringen Größe Singapurs ist die Hochschullandschaft mit sechs Hochschulen, darunter einer privaten Universität, überschaubar. Die Anzahl der Studierenden in Singapur ist zwischen 2008 und 2012 um etwa ein Fünftel angewachsen. Nach längerer Pause wurden für 2016 wieder Daten übermittelt; demnach ist die Anzahl auf den Stand von 2008 (knapp 200.000 Studierende) zurückgegangen und blieb bis 2021 in diesem Bereich (siehe Bildungsindikatoren).

Sowohl internationale als auch einheimische Studierende müssen in der Regel Studiengebühren entrichten, wobei die Gebühren zum Beispiel an der National University of Singapore (NUS) je nach Fach, Nationalität, Aufenthaltsstatus und Förderung zwischen 8.200 und mehr als 161.000 Singapur-Dollar schwanken (5.100 bis 101.000 Euro pro Jahr auf der Basis von 1 SGD = 0,60 EUR, Quelle: DAAD Ländersachstand 2022).

Singapur verfügt über sechs Autonome Universitäten:

Die National University of Singapore (NUS), gegründet 1905, ist die älteste Universität Singapurs mit ca. 43.000 Studierenden. Sie besteht aus 16 Fakultäten und bietet die ganze Bandbreite der medizinischen, technischen, wirtschafts und sozialwissenschaftlichen Fachrichtungen.

Die Nanyang Technological University (NTU) ist aus der 1955 gegründeten Nanyang University – der ersten chinesisch-sprachigen Universität außerhalb Chinas – hervorgegangen und hat ca. 32.000 Studierende. Die NTU ist in Colleges unterteilt, die wiederum aus 13 Schulen bestehen. Schwerpunkte liegen auf den technischen Fächern und der Betriebswirtschaft.

In dem Times Higher Education - World University Ranking platzieren sich die beiden singapurischen Hochschulen seit längerem weit oben. Sowohl die NUS (Rang 19) als auch die NTU (Rang 32) liegen derzeit unter den Top 50 weltweit (siehe nächster Abschnitt zur Platzierung von NUS und NTU im Hinblick auf Forschung und Innovation).

Zu den Autonomen Universitäten zählen auch die Singapore Management University (SMU) mit einem Schwerpunkt auf Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie die Singapore University of Social Sciences (SUSS). Das Singapore Institute of Technology sowie die Singapore University of Technology and Design (SUTD) legen besonderen Wert auf Internationalität (siehe unter Überblick zur internationalen Kooperation).

Es gibt darüber hinaus fünf technische Polytechnics (vgl. Fachhochschulen) mit insgesamt etwa 74.000 Schülerinnen und Schülern die Kurse und Abschlüsse („Diploma“) in Ingenieurwesen, Wirtschaft, Rechnungswesen, IT, Produktdesign, Innenarchitektur, Architektur, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften, Biotechnologie, Meeresstudien, Ernährungswissenschaften, Gesundheitswesen, Touristik, Massenkommunikation und Medien anbieten.

Forschungs- und Innovationssystem

Mit Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) in Höhe von 12.4 Milliarden USD (kaufkraftbereinigt, Bezugsjahr 2020) belegt Singapur im weltweiten Vergleich etwa Rang 24 (eigene Berechnungen auf der Basis der OECD- und UNESCO-Daten). Die FuE-Intensität, das heißt der Anteil der FuE-Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP), schwankt seit 2009 zwischen 2,2 und 1,8 Prozent und liegt derzeit mit 2,2 Prozent weiter unter dem OECD-Durchschnitt (siehe FuE-Indikatoren).

In Bezug auf die Anzahl der wissenschaftlichen Publikationen belegt Singapur im weltweiten Vergleich 2022 Rang 36 (Quelle: SCImago. SJR – SCImago Journal & Country Rank. Data retrieved June 30, 2023, from www.scimagojr.com).

Eine deutlich bessere Platzierung erreicht das verhältnismäßig kleine Land Singapur im Global Innovation Index (GII) 2023, in dem Innovationsleistungen der Länder weitgehend unabhängig von absoluten Größenordnungen bewertet werden. Im GII 2020 war Singapur auf Rang 8 das bestplatzierte asiatische Land. Zwischenzeitlich wurde Singapur von Südkorea überholt, doch im GII 2023 ist Singapur asienweit Erstplaztierter auf Rang 5, während Südkorea Rang 10 belegt.

1976 wurde die Singapore National Academy of Science (SNAS) als Dachgesellschaft für verschiedene Fachgesellschaften gegründet. Die Aktivitäten der SNAS sind darauf gerichtet, Wissenschaft und Forschung innerhalb der Gesellschaft noch bekannter und beliebter zu machen.

Die Formulierung und Umsetzung der Forschungspolitik liegt beim Rat für Forschung, Innovation und Unternehmen (Research, Innovation and Enterprise Council, RIEC), der vom Premierminister geleitet wird. Dazu werden Fünf-Jahrespläne aufgestellt. Zuständig für deren Umsetzung ist die 2006 gegründete National Research Foundation (NRF). Um strategische Forschungsziele zu erreichen, richtet die NRF Büros (Offices) ein, die die Forschungsaktivitäten verschiedener privater und öffentlicher Akteure koordinieren und vorantreiben. Die Umsetzung erfolgt durch die singapurischen Universitäten und die Agentur für Wissenschaft, Forschung und Technologie A*STAR, andere spezialisierte Forschungsagenturen, wie beispielweise die Home Team Science and Technology Agency (HTX), die dem singapurischen Innenministerium angegliedert ist, sowie die singapurischen Unternehmen.

Im öffentlichen Forschungssektor entfallen etwa 70 Prozent der FuE-Ausgaben auf die Hochschulen und nur etwa 30 Prozent auf außeruniversitäre Forschungseinrichtungen (siehe unter FuE-Durchführung).

Die Agency for Science, Technology and Research (A*STAR) besteht aus 18 außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die in den Bereichen Biomedizin und Natur- und Ingenieurwissenschaften arbeiten. Die Institute sind fast sämtlich in den beiden Technologieparks Biopolis und Fusionopolis untergebracht. Jede A*STAR Forschungseinheit hat einen individuellen Forschungsschwerpunkt und wird vom Biomedical Research Council (BMRC), beziehungsweise dem Science and Engineering Research Council (SERC) unterstützt. Pro Jahr führen die A*STAR-Institute ungefähr 1700 Kooperationsprojekte mit einheimischen und multinationalen Unternehmen sowie Universitäten und Forschungseinrichtungen weltweit durch. 

In der Nähe der Technologieparks Biopolis und Fusionopolis liegt die National University of Singapore (NUS). Sie beherbergt vier von fünf Exzellenzforschungszentren (Research Centres of Excellence, RCE) aus den Bereichen Quantentechnologie, Krebsforschung und Mechanobiologie. Die NUS ist zudem Partner von zwei weiteren RCE in den Bereichen Umwelt- und Ingenieurwissenschaften sowie digitaler Molekularwissenschaften. Dazu kommen 37 hochschuleigene Forschungsinstitute, darunter das Solar Energy Research Institute of Singapore (SERIS) und verschiedene regionalwissenschaftliche Institute. Auf dem Kent Ridge Campus der NUS ist das National University Hospital untergebracht (NUS Überblick Forschung). Im Shanghai-Ranking der Forschungsuniversitäten platziert sich die NUS seit 2016 unter den Top 100 (2023: Rang 71).

Die Nanyang Technological University (NTU) ist für Forschung in den Bereichen Materialwissenschaften, biomedizinisches Ingenieurwesen, Bioinformatik, intelligente Systeme, Nanotechnologie und Breitbandkommunikation bekannt. Die NTU beherbergt eine Vielzahl an Forschungsinstituten wie z.B. das Nanyang Environment and Water Research Institute (NEWRI), das Energy Research Institute (ERI@N), das Institute for Media Innovation (IMI), das Data Science and Artificial Intelligence Research Centre, das NTU Institute for Health Technologies sowie das Nanyang Institute of Structural Biology (NTU Research Hub, NTU Überblick Institute). Im Shanghai-Ranking hat die NTU ihre Platzierung seit 2003, als sie Rang 301-400 einnahm, stetig verbessert. Seit 2018 rangiert sie unter den Top 100 (2023: Rang 93).

Die Forschungsförderung in Singapur erfolgt über 5-Jahrespläne. Der aktuelle Forschungs-, Innovations- und Wirtschaftsplan (Research Innovation Enterprise 2025 Plan, RIE 2025) ist 2021 in Kraft getreten. Darunter stellt die singapurische Regierung rd. 25 Mrd. SGD (ca. 17,1 Mrd. Euro) für Forschung und Entwicklung zur Verfügung. Schwerpunktthemen des RIE 2025 sind

  • industrielle Fertigung, Handel und Vernetzung (Manufacturing, Trade and Connectivity);
  • menschliche Gesundheit und menschliche Potentiale (Human Health and Potential;
  • urbane Lösungen und Nachhaltigkeit (Urban Solutions and Sustainability);
  • smartes Land und digitale Ökonomie (Smart Nation and Digital Economy).

Neben diesen fachlichen Schwerpunkten sollen auch die Stärkung akademischer Forschungskapazitäten, die hochwertige Ausbildung einheimischer Forschender und der Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in unternehmerische Innovationen gefördert werden.

Hochschulen können wettbewerbliche Förderung für Forschung durch das Bildungsministerium selbst oder den ihm unterstellten Academic Research Council erhalten. Dazu kommen Förderungen der National Research Foundation (NRF). Für sozialwissenschaftliche Forschung wurde vor Kurzem der Social Science Research Council (SSRC) gegründet. Für biomedizinsche und technische Forschung und Entwicklung stellt die Agency for Science, Technology and Research (A*STAR) Förderungen bereit. Angewandte medizinische Forschung wird durch den National Medical Research Council (NMRC) gefördert. 

Für die Förderung von Unternehmen sind ebenfalls die National Research Foundation (NRF), das Economic Development Board (EDB) und die neue Wirtschaftsförderagentur Enterprise Singapore zuständig (am 2. April 2018 wurden die beiden Vorgänger von Enterprise Singapore, das Standards, Productivity and Innovation Board (SPRING Singapore) sowie International Enterprise (IE) Singapore zusammengeführt).

  • Enterprise Singapore fördert Innovation und die Entwicklung neuer Produkte in kleinen und mittleren Unternehmen in Singapur.
  • Das Economic Development Board (EDB) wirbt seit 1961 mit Hilfe von finanziellen Anreizen und Standortmarketing erfolgreich um ausländische Investitionen und neue Firmenniederlassungen in Singapur. Der Anteil der vom Ausland finanzierten Ausgaben für FuE in Unternehmen in Singapur hatte seit 2008 über dem OECD-Durchschnitt gelegen, fiel aber  2019 unter diese Marke, mit weiter sinkender Tendenz (siehe FuE-Indikatoren). Das EDB fördert sowohl indirekt mit steuerlichen Anreizen als auch direkt durch die wettbewerbliche Vergabe von Fördermitteln.
  • Eine zusätzliche Förderquelle für Unternehmen ist die National Research Foundation (NRF), zu deren Schwerpunkten u.a. die Entwicklung neuer marktfähiger Produkte und die öffentlich-private Kooperation gehört.
  • Weitere Einrichtungen vergeben Mittel an Unternehmen, um gezielt die Entwicklung bestimmter Technologien zu fördern (z.B. die nationale Hafenbehörde MPA für maritime Technologien).

Indikatoren für Bildung

Tabelle 3: Bildungsindikatoren
Quelle: UNESCO Institute of Statistics, Stand September 2023
"OECD - PISA 2022: Ergebnisse im Fokus"

Indikator

Singapur

Deutschland

Stand

Anteil öffentlicher Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) [Prozent]

2,39

4,53

2022/21

Wachstum des öffentlichen Bildungsanteils am BIP (Differenz des BIP-Bildungsanteils zu dem des Vorjahres [Prozent]

-0,44

-1,06

2022/21

Anteil öffentlicher Ausgaben für die tertiäre Bildung am BIP [Prozent]

0,75

1,39

2021/20

Anzahl Studierender im Tertiärbereich insgesamt [Mio.]

0,204

3,352

2021

Anzahl Promovierender insgesamt

3.122

192.270

2021

Anteil tertiär Graduierter (ISCED 5 oder höher) an der über 25-jährigen Bevölkerung [Prozent]

48,32

28,90

2020

Anteil an neuen Studienabschlüssen in Mathematik, Statistik und Naturwissenschaften [Prozent]

5,03

7,96

2021

Anteil an neuen Studienabschlüssen in Ingenieurswissenschaften, Fertigung und Konstruktion [Prozent]

20,92

22,13

2021

PISA-Ergebnisse: Lesen [Punktzahl (Platzierung)]

543 (1)

480 (21)

2022

PISA-Ergebnisse: Mathematik [Punktzahl (Platzierung)]

575 (1)

475 (24)

2022

PISA-Ergebnisse: Naturwissenschaften [Punktzahl (Platzierung)]

561 (1)

492 (22)

2022

       

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Weitere Informationen
Links/Institutionen
Dokumente

FuE-Indikatoren

Tabelle 4: Indikatoren zu Forschung und Entwicklung (FuE)
Quelle: OECD Main Science and Technology Indicators, Stand September 2023
(1) OECD Patents Statistics, Stand Oktober 2022 (Die Jahreszahl bezieht sich auf das Eingangsdatum der ersten Patentanmeldung (Prioritätsdatum).)
* in laufenden Preisen, kaufkraftbereinigt

Indikator

Singapur

Deutschland

OECD

Stand

Nationale FuE-Ausgaben [Mio. USD*]

12.370

153.724

1.832.067

2020/2021/2021

FuE-Ausgabenwachstum im Vergleich zum Vorjahr [Prozent]

11,92

4,57

7,60

2020/2021/2021

FuE-Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) [Prozent]

2,22

3,13

2,72

2020/2021/2021

Anteil der FuE-Ausgaben des Staates am BIP [Prozent]

0,76

0,94

0,63

2020/2021/2021

Anteil der FuE-Ausgaben der Wirtschaft am BIP [Prozent]

1,29

1,96

1,76

2020/2021/2021

Ausgaben für FuE in Unternehmen (BERD) [Mio. USD*]

7.846

102.898

1.337.880

2020/2021/2021

Anteil der öffentlich finanzierten Ausgaben für FuE in Unternehmen (direkter Förderanteil) [Prozent]

4,47

3,52

5,03

2020/2021/2021

Anteil der vom Ausland finanzierten Ausgaben für FuE in Unternehmen [Prozent]

6,23

7,90

8,44

2020/2021/2021

Ausgaben für FuE in Hochschulen (HERD) [Mio. USD*]

3.000

28.062

289.531

2020/2021/2021

Anteil der unternehmensfinanzierten Ausgaben für FuE in Hochschulen [Prozent]

5,61

13,09

6,25

2020/2021/2021

Ausgaben für FuE in außeruniversitären öffentlichen Forschungseinrichtungen (GOVERD) [Mio. USD*]

1.524

22.765

162.567

2020/2021/2021

Anteil der unternehmensfinanzierten Ausgaben für FuE in außeruniversitären öffentlichen Forschungseinrichtungen [Prozent]

2,90

7,93

3,23

2020/2021/2021

Anzahl der Forschenden (Vollzeitäquivalente)

42.579

461.645

5.670.745

2020/2021/2020

Anzahl der Forschenden (VZÄ) je 1000 Beschäftigte

11,82

10,27

9,64

2020/2021/2020

Anteil der Forschenden (VZÄ) in privaten Unternehmen [Prozent]

54,15

60,01

65,82

2020/2021/2020

Anteil internationaler Ko-Patente an Patentanmeldungen unter dem Vertrag über Patentzusammenarbeit (PCT) [Prozent](1)

36,41

18,05

7,88

2019

         

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FuE-Finanzierung

In den OECD-Ländern mit überwiegend hohem Einkommen finanziert meist die inländische Wirtschaft den größten Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung (OECD Gesamt und Deutschland 64 Prozent). Die Anteile betragen für den Staat 24 bzw. 28 Prozent und für das Ausland 7 Prozent (OECD Gesamt und Deutschland).

In Singapur ist die inländische Wirtschaft zwar vor dem Staat die wichtigste Finanzierungsquelle, ihr Anteil ist aber dennoch relativ niedrig. Bis zur Wirtschaftskrise 2008 hatte sich Singapur dem OECD-Modell bereits stark angenähert: Der Anteil der inländischen Wirtschaft war auf über 60 Prozent angewachsen, um dann aber im Zuge der Wirtschaftskrise auf die jetzigen Werte zurückzugehen. Der Staat hat dementsprechend einen höheren Anteil bei der Finanzierung.

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FuE-Durchführung

Bei der Durchführung von Forschung und Entwicklung nehmen die Unternehmen in den OECD-Ländern meist eine dominante Rolle ein (Anteile für Deutschland und OECD Gesamt liegen bei 67 und 70 Prozent). Im Vergleich dazu halten sich die Unternehmen in Singapur ähnlich wie bei der Finanzierung etwas zurück.

Im öffentlichen Sektor sind der OECD-Raum und in geringerem Maße auch Deutschland hochschulzentriert (Verhältnis von GOVERD zu HERD von etwa 35 : 65 bzw. 45 : 55). In Singapur dominieren die Hochschulen noch stärker gegenüber den außeruniversitären öffentlichen Forschungseinrichtungen (Verhältnis von GOVERD zu HERD von etwa 30 : 70).

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Bibliometrie

Der Spezialisierungsindex dient dazu, das wissenschaftliche Profil eines Landes darzustellen. Er zeigt an, in welchen Bereichen ein Land im Vergleich zum gesamten weltweiten Publikationsaufkommen stark oder schwach vertreten ist. Ein negatives Vorzeichen stellt eine unterdurchschnittliche Spezialisierung dar. Der Indikator ist auf einen Wertebereich von -100 (stark negative Spezialisierung) bis +100 (stark positive Spezialisierung) normalisiert. Er geht zurück auf frühere Indikatoren für die Handelsspezialisierung und baut auf dem Konzept des komparativen Vorteils auf.

Singapur weist gegenüber dem weltweiten Publikationsaufkommen eine besonders starke Spezialisierung (+25 und mehr) in den Fachgebieten Elektrotechnik, Informatik, Multidisziplinäre Forschung, Materialforschung, Chemieingenieurwesen und Grundlegende Chemie auf (Quelle: Monitoring des Asiatisch-Pazifischen Forschungsraums (APRA) - 2. Bericht (2020), S. 185, 214, Datenquelle: Scopus Elsevier 2016-18).

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