StartseiteLänderAsienSingapurZusammenfassungÜberblick zur Bildungs-, Forschungs- und Innovationslandschaft und -politik

Überblick zur Bildungs-, Forschungs- und Innovationslandschaft und -politik: Singapur

  1. Bildungs-, Forschungs- und Innovationslandschaft und -politik
  2. Indikatoren für Bildung
  3. FuE-Indikatoren
  4. Bibliometrie

Bildungs-, Forschungs- und Innovationslandschaft und -politik

Singapur ist mit einer Gesamtfläche von rd. 710 km2 und einer Bevölkerung von rd. 5,7 Mio. Einwohnern das kleinste Land Südostasiens. Mit einem Prokopf-Einkommen von 85.253 USD (2015) liegt Singapur weltweit an siebter Stelle.

Die Bildungsausgaben Singapurs machen einen Anteil von 2,9 Prozent des Bruttoninlandsprodukts (BIP) aus. Damit rangiert Singapur im internationalen Vergleich nur im Mittelfeld. Dennoch belegte Singapur im PISA-Test 2015 in allen drei Bereichen - Lesen, Rechnen und Naturwissenschaften - im weltweiten Vergleich den ersten Platz.

Singapur investiert einen Anteil von 2,2 Prozent am BIP für die gesamten Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Davon kommen rund 1,3 Prozent aus dem privaten Sektor. Damit belegt Singapur im weltweiten Vergleich den 15. Platz (Quelle: Global Innovation Index 2017, Bezugsjahr 2014). Singapur liegt in Bezug auf die Gesamtzahl der wissenschaftlichen Publikationen weltweit auf Rang 32 (Quelle: SCImago. (2007). SJR — SCImago Journal & Country Rank. Retrieved January 17, 2018, from www.scimagojr.com). In Bezug auf die meistzitierten Publikationen belegt Singapur innerhalb von Asien den Spitzenplatz (Quelle: UNESCO Science Report (2016)).

Die Zuständigkeiten für Bildung liegen beim Bildungsministerium (Ministry of Education - MOE). Die Zuständigkeiten für Wissenschaft und Forschung liegen beim Rat für Forschung, Innovation und Unternehmen (Research, Innovation & Enterprise Council - RIEC).

Hochschullandschaft

Aufgrund der geringen Größe Singapurs ist die Hochschullandschaft mit sechs Hochschulen, darunter einer privaten Universität, überschaubar. Die Anzahl der Studierenden in Singapur ist zwischen 2008 und 2012 um etwa ein Fünftel angewachsen. Nach längerer Pause wurden 2016 wieder Daten übermittelt; danach ist die Anzahl auf den Stand von 2008 (knapp 200.000 Studierende) zurückgegangen (siehe Bildungsindikatoren). Sowohl internationale als auch einheimische Studierende müssen in der Regel Studiengebühren entrichten, wobei die Gebühren zum Beispiel an der National University of Singapore (NUS) je nach Fach, Nationalität, Aufenthaltsstatus und Förderung zwischen 8.000 und mehr als 140.000 Singapur-Dollar schwanken (4.800 bis 84.000 Euro pro Jahr auf der Basis von 1 SGD = 0,60 EUR, Quelle: DAAD Ländersachstand 2017).

Die National University of Singapore (NUS), gegründet 1905, ist die älteste Universität Singapurs mit fast 37.300 Studierenden. Sie besteht aus 16 Fakultäten und bietet die ganze Bandbreite der medizizinischen, technischen, wirtschafts und sozialwissenschaftlichen Fachrichtungen. Die NUS belegt im globalen Vergleich aller Hochschulen Rang 18 und in Asien sogar den ersten Rang (Times Higher Education Ranking 2017/18).

Die Nanyang Technological University (NTU) ist aus der 1955 gegründeten Nanyang University – der ersten chinesisch-sprachigen Universität außerhalb Chinas – hervorgegangen und hat ca. 33.000 Studierende. Die NTU ist in Colleges unterteilt, die wiederum aus 13 Schulen bestehen. Schwerpunkte liegen auf den technischen Fächern und der Betriebswirtschaft. Die NTU belegt im globalen Vergleich aller Hochschulen Rang 52 und in Asien den vierten Rang (Times Higher Education Ranking 2017/18).

Die Singapore Management University (SMU) wurde im Jahr 2000 gegründet und hat mittlerweile eine Studierendenzahl von 9.280. Sie besteht aus sechs Schulen (Rechnungswesen, Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Sozialwissenschaften, Informationssysteme und Rechtswissenschaften). Das Singapore Institute of Management (SIM) wurde 1994 als privater Anbieter gegründet und bietet Hochschulbildung überwiegend in Teilzeit für Berufstätige und Erwachsene, die dann durch das Bildungsministerium bezuschusst werden. Die 2006 gegründete SIM University wurde im Jahr 2017 in die Volluniversität Singapore University of Social Sciences (SUSS) umgewandelt. Der internationale Ansatz des Singapore Institute of Technology sowie der Singapore University of Technology and Design (SUTD) wird im folgenden Abschnitt Überblick zur internationalen Kooperation beschrieben.

Es gibt darüber hinaus fünf technische Polytechnics (vgl. Fachhochschulen) mit insgesamt etwa 80.000 Schülern, die Kurse und Abschlüsse („Diploma“) in Ingenieurwesen, Wirtschaft, Rechnungswesen, IT, Produktdesign, Innenarchitektur, Architektur, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften, Biotechnologie, Meeresstudien, Ernährungswissenschaften, Gesundheitswesen, Touristik, Massenkommunikation und Medien anbieten.

Forschungslandschaft

1976 wurde die Singapore National Academy of Science (SNAS) als Dachgesellschaft für verschiedene Fachgesellschaften gegründet. Die Aktivitäten der SNAS sind darauf gerichtet, Wissenschaft und Forschung innerhalb der Gesellschaft noch bekannter und beliebter zu machen.

Die Formulierung und Umsetzung der Forschungspolitik liegt beim Rat für Forschung, Innovation und Unternehmen  (Research, Innovation and Enterprise Council - RIEC), der vom Premierminister geleitet wird. Dazu werden Fünf-Jahrespläne aufgestellt. Zuständig für deren Umsetzung ist die 2006 gegründete National Research Foundation (NRF). Um strategische Forschungsziele zu erreichen, richtet die NRF Büros (Offices) ein, die die Forschungsaktivitäten verschiedener privater und öffentlicher Akteure koordinieren und vorantreiben. Die Umsetzung erfolgt durch die singapurischen Universitäten und die Agentur für Wissenschaft, Forschung und Technologie A*STAR sowie die singapurischen Unternehmen.

Im öffentlichen Forschungssektor entfallen etwa 70 Prozent der Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf die Hochschulen und nur etwa 30 Prozent auf außeruniversitäre Forschungseinrichtungen (siehe unter FuE-Indikatoren).

Die Agency for Science, Technology and Research (A*STAR) besteht aus 18 außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die in den Bereichen Biomedizin und Natur- und Ingenieurwissenschaften arbeiten. Die Institute sind fast sämtlich in den beiden Technologieparks Biopolis und Fusionopolis untergebracht. Jede A*STAR Forschungseinheit hat einen individuellen Forschungsschwerpunkt und wird vom Biomedical Research Council (BMRC), beziehungsweise dem Science and Engineering Research Council (SERC) unterstützt. Pro Jahr führen die A*STAR-Institute ungefähr 1700 Kooperationsprojekte mit einheimischen und multinationalen Unternehmen durch. 

Die National University of Singapore (NUS) beherbergt drei der fünf Forschungszentren „Research Centres of Excellence (RCE)“ und ist dabei auf die Bereiche Quantentechnologie, Krebsforschung und Mechanobiologie spezialisiert. Sie ist zudem Partner eines weiteren RCE in den Bereichen Umwelt- und Ingenieurwissenschaften. Auf dem Kent Ridge Campus der NUS ist das National University Hospital untergebracht. In unmittelbarer Nähe befinden sich die A*STAR Forschungsinstitute in den Technologieparks Biopolis und Fusionopolis sowie eine Vielzahl von öffentlichen und privaten Laboren in dem Singapore Science Park (Homepage NUS Überblick Forschung)

Die Nanyang Technological University (NTU) ist für Forschung in den Bereichen Materialforschung, biomedizinisches Ingenieurwesen, Bioinformatik, intelligente Systeme, Nanotechnologie und Breitbandkommunikation bekannt. Die NTU beherbergt eine Vielzahl an Forschungsinstituten wie z.B. das Nanyang Environment and Water Research Institute (NEWRI), das Energy Research Institute (ERI@N), das Institute for Media Innovation (IMI), das Natural Hazard Research Centre, Maritime Institute @ NTU (MI@NTU), Nanyang Institute of Technology in Health and Medicine (NITHM) sowie das NTU Institute of Structural Biology (NISB) (Homepage NTU Überblick Forschung).

Die Forschungsförderung in Singapur erfolgt über 5-Jahrespläne. Der aktuelle Forschungs-, Innovations- und Wirtschaftsplan (Research Innovation Enterprise 2020 Plan – RIE 2020) ist 2016 in Kraft getreten. Hierüber stellt die singapurische Regierung rd. 19 Mrd. SGD (ca. 12,5 Mrd. Euro) für Forschung und Entwicklung zur Verfügung. Schwerpunktthemen des RIE 2020 sind

  • Produktionstechnologien und Ingenieurwesen (rd. 3.3 Mrd. SGD),
  • Gesundheits- und biomedizinische Forschung (rd. 4 Mrd. SGD),
  • Dienstleistungen und digitale Wirtschaft (rd. 400 Mio. SGD) und iv) nachhaltige Stadtentwicklung (rd. 0.9 Mrd. SGD).

Übergreifende Themen sind Grundlagenforschung (rd. 2.8 Mrd. SGD), Ausbildung (rd. 1.9 Mrd. SGD) und die Stärkung der Innovationskraft der Unternehmen (rd. 3.3 Mrd. SGD).

Hochschulen können wettbewerbliche Förderung für Forschung durch das Bildungsministerium selbst oder den ihm unterstellten Academic Research Council erhalten. Dazu kommen Förderungen der National Research Foundation (NRF). Für sozialwissenschaftliche Forschung wurde vor Kurzem der Social Science Research Council (SSRC) gegründet. Für biomedizinsche und technische Forschung und Entwicklung stellt die Agency for Science, Technology and Research (A*STAR) Förderungen bereit. Angewandte medizinische Forschung wird durch den National Medical Research Council (NMRC) gefördert. 

Für die Förderung von Unternehmen sind ebenfalls die National Research Foundation (NRF), das Economic Development Board (EDB) und die neue Wirtschaftsförderagentur Enterprise Singapore zuständig (am 2. April 2018 wurden die beiden Vorgänger von Enterprise Singapore, das Standards, Productivity and Innovation Board (SPRING Singapore) sowie International Enterprise (IE) Singapore zusammengeführt).

  • Enterprise Singapore fördert Innovation und die Entwicklung neuer Produkte in kleinen und mittleren Unternehmen in Singapur.
  • Das Economic Development Board (EDB) wirbt seit 1961 mit Hilfe von finanziellen Anreizen und Standortmarketing erfolgreich um ausländische Investitionen und neue Firmenniederlassungen in Singapur. FuE-Aktivitäten von Unternehmen in Singapur fördert das EDB sowohl indirekt mit steuerlichen Anreizen als auch direkt durch die wettbewerbliche Vergabe von Fördermitteln.
  • Eine zusätzliche Förderquelle für Unternehmen ist die National Research Foundation (NRF), zu deren Schwerpunkten u.a. die Entwicklung neuer marktfähiger Produkte und die öffentlich-private Kooperation gehört.
  • Weitere Einrichtungen vergeben Mittel an Unternehmen, um gezielt die Entwicklung bestimmter Technologien zu fördern (z.B. die nationale Hafenbehörde MPA für maritime Technologien).

Indikatoren für Bildung

Indikator

Singapur

Deutschland

Stand

 

Anteil öffentlicher Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) [Prozent]

2,9

4,8

2013/15

 

Wachstum des öffentlichen Bildungsanteils am BIP (Differenz des BIP-Bildungsanteils zu dem des Vorjahres in Prozentpunkten) [Prozent]

-0,2

-0,1

2013/15

 

Anteil öffentlicher Ausgaben für die tertiäre Bildung am BIP [Prozent]

1,0

1,2

2013/15

 

Anteil internationaler abschlussorientierter Studierender aus dem Land [Prozent]*

12,9

3,9

2016

 

Anzahl Studierender im Tertiärbereich insgesamt [Mio.]

0,195

3,043

2016

 

Anteil internationaler abschlussorientierter Studierender im Land [Prozent]**

27,2

8,0

2016

 

Anzahl Promovierender insgesamt

2.529

197.000

2016

 

Anteil tertiär Graduierter (ISCED 5 oder höher) an der über 25-jährigen Bevölkerung [Prozent]

43,9

26,2

2016

 

Anteil an neuen Studienabschlüssen in Mathematik, Statistik und Naturwissenschaften (Ingenieurwissenschaften) [Prozent]

5,6 (20,5)

9,5 (22,0)

2016

 

PISA-Ergebnisse: Lesen [Punktzahl (Platzierung)]

535 (1)

509 (12)

2015

 

PISA-Ergebnisse: Naturwissenschaften [Punktzahl (Platzierung)]

556 (1)

509 (16)

2015

 

PISA-Ergebnisse: Mathematik [Punktzahl (Platzierung)]

564 (1)

506 (16)

2015

 

Tabelle 3: Bildungsindikatoren

Quelle: UNESCO Institute of Statistics, Stand September 2018

"OECD - PISA 2015: Ergebnisse im Fokus"

* UNESCO registriert nur diejenigen internationalen Studierenden, bei denen aufgrund der Aufenthaltsdauer davon auszugehen ist, dass sie einen Abschluss im Ausland anstreben.

** UNESCO registriert nur diejenigen internationalen Studierenden, bei denen aufgrund der Aufenthaltsdauer davon auszugehen ist, dass sie einen Abschluss in dem jeweiligen Land anstreben.

       

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Weitere Informationen
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FuE-Indikatoren

Indikator

Singapur

Deutschland

OECD

Stand

Nationale FuE-Ausgaben [Mio. USD*]

10.480

132.004

1.360.044

2017

FuE-Ausgabenwachstum im Vergleich zum Vorjahr [Prozent]

-0,9

10,1

6,3

2017

FuE-Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) [Prozent]

2,0

3,0

2,4

2017

Anteil der FuE-Ausgaben des Staates am BIP [Prozent]

0,7

0,8

0,6

2017

Anteil der FuE-Ausgaben der Wirtschaft am BIP [Prozent]

1,0

2,0

1,5

2017

Ausgaben für FuE in Unternehmen (BERD) [Mio. USD*]

6.255

91.209

959.075

2017

Anteil der öffentlich finanzierten Ausgaben für FuE in Unternehmen (direkter Förderanteil) [Prozent]

4,9

3,2

5,0

2017

Anteil der vom Ausland finanzierten Ausgaben für FuE in Unternehmen [Prozent]

11,2

6,3

7,9

2017/17/16

Ausgaben für FuE in Hochschulen (HERD) [Mio. USD*]

3.075

22.916

233.743

2017

Anteil der unternehmensfinanzierten Ausgaben für FuE in Hochschulen [Prozent]

6,1

13,3

5,9

2017

Ausgaben für FuE in außeruniversitären öffentlichen Forschungseinrichtungen (GOVERD) [Mio. USD*]

1.150

17.879

135.237

2017

Anteil der unternehmensfinanzierten Ausgaben für FuE in außeruniversitären öffentlichen Forschungseinrichtungen [Prozent]

3,2

10,1

3,7

2017/17/16

Anzahl der Forschenden (Vollzeitäquivalente)

38.829

419.617

4.838.034

2017/17/16

Anzahl der Forschenden (VZÄ) je 1000 Beschäftigte

10,6

9,5

8,3

2017/17/16

Anteil der Forschenden (VZÄ) in privaten Unternehmen [Prozent]

49,9

60,2

61,8

2017/17/16

Anteil internationaler Ko-Patente an Patentanmeldungen unter dem Vertrag über Patentzusammenarbeit (PCT) [Prozent](1)

34,5

16,9

7,6

2016

Tabelle 4: Indikatoren zu Forschung und Entwicklung (FuE)

Quelle: OECD Main Science and Technology Indicators 2019/1, Stand August 2019

(1) OECD Patents Statistics, Stand April 2019

* in laufenden Preisen, kaufkraftbereinigt

       

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In den OECD-Ländern mit überwiegend hohem Einkommen finanziert meist die inländische Wirtschaft den größten Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung (OECD Gesamt ca. 61 Prozent, Deutschland ca. 65 Prozent). Die Anteile betragen für den Staat knapp 27 bzw. 28,5 Prozent und für das Ausland 6 Prozent (OECD Gesamt und Deutschland).

In Singapur ist die inländische Wirtschaft zwar vor dem Staat die wichtigste Finanzierungsquelle, ihr Anteil ist aber dennoch relativ niedrig. Bis zur Wirtschaftskrise 2008 hatte sich Singapur dem OECD-Modell bereits stark angenähert: der Anteil der inländischen Wirtschaft war auf über 60 Prozent angewachsen, um dann aber im Zuge der Wirtschaftskrise auf die jetzigen Werte zurückzugehen. Der Staat hat dementsprechend einen höheren Anteil bei der Finanzierung.

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Bei der Durchführung von Forschung und Entwicklung nehmen die Unternehmen in den OECD-Ländern meist eine dominante Rolle ein (Anteile für Deutschland und OECD Gesamt liegen bei 68 und 69 Prozent). Im Vergleich dazu halten sich die Unternehmen in Singapur ähnlich wie bei der Finanzierung etwas zurück.

Der OECD-Raum und in geringerem Maße auch Deutschland sind hochschulzentriert (Verhältnis von GOVERD zu HERD von etwa 40 : 60, bzw. 45 : 55). In Singapur dominieren dagegen die Hochschulen noch stärker gegenüber den außeruniversitären öffentlichen Forschungseinrichtungen (Verhältnis von GOVERD zu HERD von etwa 30 : 70).

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Bibliometrie

Die Verteilung der Publikationen auf Fachgebiete kann erste Hinweise auf die Stärken eines Forschungssystems geben (Bezugsjahr 2016, (Quelle: SCImago (2007). SJR – SCImago Journal & Country Rank. Retrieved August 8, 2017, from http://www.scimagojr.com)).

Im Jahr 2016 entspricht das fachliche Profil Singapurs nicht mehr dem asiatischen Profil mit relativ starken Ingenieurwissenschaften und relativ schwacher Medizin. Die Ingenieurwissenschaften, die früher einen deutlich höheren Anteil hatten, liegen in Singapur mit 14,9 Prozent nicht mehr sehr weit vor der Medizin mit einem Anteil von 12,1 Prozent.

Eine Spezialisierung Singapurs ist in folgenden Fachgebieten festzustellen (Auswahl basierend auf Spezialisierungsindex Länderanteil/Weltanteil ≥ 1,3):

  • Ingenieurwissenschaften (14,9 Prozent, Welt: 10,9 Prozent, Deutschland: 9,3 Prozent)
  • Computerwissenschaften (Informatik) (12,2 Prozent, Welt: 7,3 Prozent, Deutschland 7 Prozent);
  • Materialwissenschaften (8,3 Prozent, Welt und Deutschland: 6 Prozent).

Bei einem weltweiten Vergleich der Anzahl der Publikationen nimmt Singapur im Jahr 2014 insgesamt Rang 31 ein. Innerhalb der einzelnen Fachgebiete erreicht Singapur die beste Platzierung mit Rang 20 in den Computerwissenschaften (Informatik).

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