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EU-Projekt MAPPING: Die Zukunft des Internets entwerfen

Forscher des MAPPING-Projekts entwickelten mithilfe einer Finanzierung durch die EU ein neues Observatorium zur Überwachung von Politik und Projekten, die sich auf die sozialen und rechtlichen Auswirkungen des Internets konzentrieren. Deutsche Teilnehmerin an dem Projekt ist die Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover.

Das MAPPING-Observatorium wird Informationen sammeln, organisieren und öffentlich zugänglich machen, die mit Datenschutz, Urheberrechten und Internetgovernance im Zusammenhang stehen. Damit will das Observatorium vermeiden, dass bestehende Forschungsarbeiten wiederholt und dupliziert werden, und die interessierten Kreise erhalten damit die Gelegenheit, diese Informationen kostenfrei wiederzuverwenden.

Von einer speziellen Webseite aus wird es relevante politischen Entscheidungen und Trends überwachen, etwa wie den Vorstoß der EU, um Verschlüsselungscodes von Internetfirmen zu erhalten, um Terrorismus zu bekämpfen.

Das Werkzeug ist ein zentrales Ergebnis des Projekts MAPPING (Managing Alternatives for Privacy, Property and Internet Governance), das im März 2014 auf den Weg gebracht wurde. Das Ziel des Projekts ist es, die zahlreichen wirtschaftlichen, sozialen, rechtlichen und ethischen Aspekte im Zusammenhang mit der Entwicklung des Internets und ihre Auswirkungen auf den Einzelnen und die Gesellschaft besser zu verstehen. Das Projekt führt Universitäten, Forschungsinstitute, internationale Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und Softwareunternehmen zusammen.

MAPPING will außerdem den Stakeholdern ein Forum für sachkundige Diskussionen über verschiedene Themen bieten, angefangen beim Datenschutz und E-Governmentanwendungen bis hin zur offenen Innovation. So wurde etwa vor kurzem ein Runder Tisch zum Thema „Datenschutz, Persönlichkeit und Geschäftsmodelle“ veranstaltet. Verschiedene Experten aus dem akademischen und dem privaten Sektor teilten ihre Ansichten über die technischen und rechtlichen Aspekte der Kryptographie, Antivirusstandards, IT-Sicherheitsvorschriften und neue Geschäftsmodelle miteinander.

Im kommenden Jahr plant das MAPPING-Konsortium, den online und offline stattfindenden Dialog voranzutreiben, wodurch es möglich sein wird, ein breiteres Spektrum an relevanten Akteuren und Stakeholdern in einer multidisziplinären Umgebung zusammenzubringen, um die dringendsten Fragestellungen des digitalen Übergangs zu bewältigen.

Die nächste größere Veranstaltung ist für den Herbst 2015 geplant, wenn das Konsortium seine erste Generalversammlung in Hannover, Deutschland, abhalten wird. Das Team hofft außerdem, bald die ersten Ergebnisse der Fokusgruppen zu veröffentlichen.

Und schließlich werden die Folgerungen und Empfehlungen von MAPPING in einen Fahrplan aufgenommen, der, so das Team, zur Gestaltung der Technologien für das Internet der Zukunft in Europa beitragen wird. Damit etwa das Konzept des Internets der Dinge Realität werden kann, müssen die Grenzen des Datenschutzes im Internet klar definiert und verstanden werden. Es gibt Hoffnungen, dass das Internet der Dinge als ein Netzwerk physischer Objekte oder Dinge mit eingebetteter Elektronik, Software und Sensoren eine neue Welt mit Vorteilen und Marktgelegenheiten schaffen wird.

MAPPING wird im Februar 2018 abgeschlossen sein.

Quelle: CORDIS - Nachrichten Redaktion: Länder / Organisationen: EU Niederlande Bulgarien Italien Tschechische Republik Spanien Rumänien Malta Vereinigtes Königreich (Großbritannien) Frankreich Themen: Ethik, Recht, Gesellschaft Information u. Kommunikation

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