StartseiteLänderEuropaEuropa: Weitere LänderAufbau eines europäischen Konsortiums zur Entwicklung neuer Hydrogel-Polymere für die Ophthalmologie als Glaskörperersatz und zur Therapie von Wundheilungsstörungen der Hornhaut

Aufbau eines europäischen Konsortiums zur Entwicklung neuer Hydrogel-Polymere für die Ophthalmologie als Glaskörperersatz und zur Therapie von Wundheilungsstörungen der Hornhaut

Laufzeit: 01.10.2021 - 31.03.2022 Förderkennzeichen: 01DT21034
Koordinator: Universitätsklinikum Würzburg - Augenklinik und Poliklinik

Ziel ist die Bildung eines europäischen Konsortiums zur Translation neuer polymerbasierter Hydrogele (pHG) für die Ophthalmologie. Bisher untersuchte pHG sind zwar grundsätzlich geeignet ("proof of principle"), werden aber den verschiedenen spezifischen klinischen Anforderungen nicht gerecht. Wir wollen mit dem geplanten EU-Projekt neue und besser geeignete pHG zur Anwendung am Auge zu bringen. Es besteht ein dringender klinischer Bedarf bei der Therapie (a) von Netzhauterkrankungen als Glaskörperersatz und (b) von Wundheilungsstörungen der Hornhaut. pHG sind in ihren physiko-chemischen und pharmakokinetischen Eigenschaften variierbar, was ein breites und modulares Anwendungsspektrum ermöglicht. Ihre hohe Transparenz ist ideal für die Anwendung am/im Auge. (a) Bei komplizierten Netzhautablösungen muss die Netzhaut durch eine Tamponade zur Anlage gebracht werden. Das bisher verwendete synthetische Silikonöl soll durch ein bioverträgliches, abbaubares bzw. resorbierbares pHG ersetzt werden. (b) Defekte der Hornhaut werden durch Cyanacrylat-Kleber, Amnionmembran (die das Neugeborene umhüllende Gewebeschicht) oder eine Hornhaut-Transplantation gedeckt. pHG sind bioverträglicher, klarer, unbegrenzt verfügbar und können zudem als Medikamententräger funktionieren. Die bestehende Kooperation von Universität Würzburg (Augenklinik; Lehrstuhl für Tissue Engineering; Lehrstuhl für Funktionswerkstoffe der Medizin), Fraunhofer ISC Würzburg Translationszentrum für Regenerative Therapien und University of Helsinki (Soft Matter Chemistry und Radiopharmaceutical Chemistry) soll durch europäische Kooperationspartner zu einem Konsortium ausgebaut werden, das einen Projektvorschlag für ein europäisches Verbundvorhaben erarbeitet (Förderung über Horizont Europa, HORIZON-CL4-2022-RESILIENCE-01-13: Smart and multifunctional biomaterials for health innovations).

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Redaktion: DLR Projektträger Länder / Organisationen: Spanien Finnland Schweden Themen: Förderung Innovation

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