StartseiteLänderEuropaFrankreichFrankreich: Hochschul-und Forschungsminister Laurent Wauquiez zieht zu der Frage "Universität - Unternehmen" die Bilanz einer seit 5 Jahren konsequent verfolgten Politik

Frankreich: Hochschul-und Forschungsminister Laurent Wauquiez zieht zu der Frage "Universität - Unternehmen" die Bilanz einer seit 5 Jahren konsequent verfolgten Politik

Die diesjährige Sommeruniversität der MEDEF (Nationaler Arbeitgeber- und Industrieverband) bot sich an, diese Bilanz zu ziehen (2.9.2011).

Die letzten 5 Jahre haben es erlaubt - so der Minister - eine stimulierende und solide Partnerschaft zwischen den Universitäten und den Unternehmen rund um die Innovation herum zu entwickeln.

In zusammengefasster Form findet die Verdichtung des Verhältnisses zwischen den Universitäten und den Unternehmen in der Darstellung von Laurent Wauquiez in folgenden Komponenten ihren Niederschlag:

I. Forschung:

  1. Der "crédit impôt recherche" (CIR) zur Stimulierung der Unternehmensforschung. Die hierfür eingesetzten Mittel haben sich in den letzten Jahren verdreifacht. Er hat sich als ein Katalysator der Gemeinschaftsforschung zwischen der Unternehmensforschung und der staatlich geförderten Forschung ausgewirkt.
  2. Die Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen der Forschung der staatlichen Forschungseinrichtungen und der Unternehmensforschung; sie sei noch nie so stark gewesen wie im Augenblick; das zeige sich an der Zahl (214) der "laboratoires de recherche public-privé", davon mehr als die Hälfte seit dem Jahr 2005.
    Weitere Beispiele:
    • die Gründung von universitären und partnerschaftlichen Stiftungen (39), die Schwelle von 200 mit diesen assoziierter Unternehmen sei inzwischen weit überschritten;
    • dank der Stiftung des PRES ("pôle de recherche et d'enseignement supérieur") von Bordeaux sei ein Lehrstuhl "Campus Biotech" durch Sanofi-Aventis geschaffen worden, insbesondere um Chemie-Ingenieure von Sanofi mit dem für das Verständnis der Biomoleküle erforderlichen Wissen vertraut zu machen;
    • die seit drei Jahren schnell anwachsende Zahl der CIFRE ("conventions industrielles de formation par la recherche"); 1200 Doktoranten erhielten durch sie Gelegenheit, ihre Dissertation zu einem unternehmensnahen Thema in einem Betrieb zu fertigen.
  3. Das "Programm Zukunftsinvestitionen" als kraftvolles Instrument, um das Beziehungsgeflecht zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor fortzuentwicklen; insbesondere  durch die Gründung von "Instituts de recherche technologique" (Schwerpunkte: Materialforschung in Nantes; schienengebundener Verkehr in Nordfrankreich; Flugzeugtechnik in Bordeaux; Biotechnologie in Grenoble).
  4. Die "spektakuläre Zunahme" veröffentlchter Patente.

II. Universitäre Ausbildung:

  • Die mit dem Jahre 2012 praktisch von allen Universitäten erreichte "Autonomie"; dise erlaubt es, in sehr viel flexibler Form Partnerschaften mit Unternehmen einzugehen (Beispiel: Universität Clermont 1).
  • Der weitere Ausbau von "pôles de recherche et d'enseignement supérieur" (PRES, z.Zt. 20), auch als Gegengewicht zu den bekannten großen Ausbildungs- und Forschungszentren in Ländern, mit denen Frankreich im Wettbewerb steht.
  • Die Orientierung der "licence" in Richtung eines berufsqualifizierenden Hochschulabschlusses u.a. durch den Einbau betrieblicher Praktika in die Curricula.
  • Die Aufwertung der beruflichen Lehre auch im tertiären Bereich.
Quelle: www.recherche.gouv.fr Redaktion: Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Berufs- und Weiterbildung Bildung und Hochschulen Förderung Infrastruktur Fachkräfte Ethik, Recht, Gesellschaft Innovation Strategie und Rahmenbedingungen Wirtschaft, Märkte

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