StartseiteLänderEuropaFrankreichFrankreich: Jetzt auch Allianz der Human- und Sozialwissenschaften (SHS) gegründet

Frankreich: Jetzt auch Allianz der Human- und Sozialwissenschaften (SHS) gegründet

Die Allianz trägt den Namen ATHENA. Sie führt die vier wichtigsten Akteure der SHS zusammen (CNRS, Conférence des Grandes écoles" - CGE, Conférence des Présidents d' université - CPU, Institut nationale d' études démographiques - INE)

ATHENA ist die fünfte und letzte der von Forschungsministerin Valérie Pécresse initiierten Allianzen. Ihr waren seit dem 1. Halbjahr 2009 nacheinander die "Alliance nationale pour les sciences de la vie et de la santé" (AVIESAN), die "Alliance nationale de Coordination de la recherche pour l' énergie" (ANCRE), die "Alliance des sciences et technologies du numérique" (ALLISTENE) und die "Alliance Alimentation, Eau, Climat Territoires" (AllEnvi) vorangegangen. Damit besteht jetzt in der französischen Forschung und dem französischen  Hochschulwesen eine Allianz in allen Schwerpunkten, die Ende 2009 von der "Stratégie nationle de recherche et d' innovation" (S.N.R:I.) als prioritär eingestuft worden waren.

Auch ATHENA fügt sich somit in die im Jahre 2007 eingeleitete Reform der französischen Hochschul- und Forschungslandschaft ein, die zum Ziel hat, die Beziehungen zwischen den jeweiligen Akteuren durch Entwicklung gemeinsamer Initiativen und Begründung von Partnerschaften offener zu gestalten.

Die in ATHENA zusammengeschlossenen Akteure sollen für ihren Bereich Wege ausmachen, um das wissenschaftliche Potenzial z. B. des "Institut Universitaire de France", der Exzellenz-Lehrstühle, der "Instituts d' Études Avancées" und der "Maison des Sciences de l' Homme" zu festigen und weiterzuentwickeln. Hierzu gehört u. a. auch die Erarbeitung von Vorschlägen betreffend gemeinsame Berührungsflächen ("interfaces") und Zusammenarbeitsformen der Akteure, die sich in ATHENA zusammengeschlossen haben (z. B. Nutzung von Forschungsinfrastrukturen wie Bibliotheken und fachspezifischer digitaler Inhalte; letztere sollen für alle in der Forschung tätigen Personen zugänglich sein).

ATHENA hat sich weiter zur Aufgabe gestellt, Strategien für die Verbreitung und Internationalisierung der Human- und Sozialwissenschaften zu definieren (französische Hochschuleinrichtungen im Ausland; Netzwerk französischer Forschungseinrichtungen im Ausland), Beiträge zur mittel- und langfristigen Forschungsplanung der ANR zu leisten und an der Beobachtung und Prospektive wissenschaftlicher Entwicklungen mitzuwirken.

Ein unter der oben angegebenen Internetanschrift zur Verfügung stehendes 4-seitiges Exposé enthält nähere Ausführungen zu

  • dem wissenschaftspolitischen Gewicht der Human- und Gesellschaftswissenschaften in der französischen Hochschul- und Forschungslandschaft (56 % der Studentenschaft und 45 % der in der Lehre tätigen Personen)
  • zu der allgemeinen Zielsetzung von ATHENA im Dienste der "Stratégie nationale de recherche et d' innovation", ihren Handlungsmöglichkeiten und - instrumenten (Abschnitt 1)
  • der operationellen und strategischen Organisation von ATHENA (Abschnitt 2)
  • den prioritären Zielen von ATHENA (Abschnitt 3).

Eine Kurzaufzeichnung zu den Gründungsdaten aller 5 Allianzen und den Akteuren, die sich jeweils in ihnen zusammengeschlossen haben, finden Sie hier.

Quelle: www.recherche.gouv.fr Redaktion: Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Geistes- und Sozialwiss. Netzwerke

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