StartseiteLänderEuropaFrankreichFrankreich: Umwelt-, Forschungs- und Landwirtschaftsminister verurteilen nachdrücklich die vorsätzliche Zertörung genetisch veränderter Weinstöcke

Frankreich: Umwelt-, Forschungs- und Landwirtschaftsminister verurteilen nachdrücklich die vorsätzliche Zertörung genetisch veränderter Weinstöcke

In der Nacht vom 14.08. auf den 15.08.2010 zerstörte eine Gruppe von 60 Personen in Colmar ein INRA-Versuchsfeld von genetisch veränderten Weinstöcken. An ihnen sollte die Widerstandsfähigkeit von Weinstöcken gegen den Virus der Reisigkrankheit, die auch Kurzknotigkeit genannt wird, getestet werden.

Umweltminister Jean-Louis Borloo, Forschungsministerin Valérie Pécresse und Landwirtschaftsminister Bruno Lemaire zeigten sich schockiert über die vorsätzliche Zerstörung des insoweit beispielhaften Versuchsfeldes, als in den Versuch der "Haut Conseil des Biotechnologies" Wissenschaftler, landwirtschaftliche Berufsvereinigungen, lokale Gebietskörperschaften und die Nichtregierungsorganisationen des Umweltbereichs eingebunden waren.

Die Forschungsarbeiten auf dem Versuchsfeld seien - so die Minister - unter größter Transparenz durchgeführt worden und hätten keinerlei Risiko weder unter dem Gesichtspunkt der gesundheitlichen Sicherheit noch der Umwelt dargestellt. Im Übrigen sei ein Feldversuch an genetisch verändertem Saatgut strengen Regelungen unterworfen.

Die Minister unterstreichen in dem gemeinsamen Kommuniqué vom 16.08.2010 die Notwendigkeit für die Wissenschaftler, ihre Arbeiten unbehelligt durchführen zu können; insbesondere dann, wenn die Modalitäten eines Feldversuchs von einem breiten Konsens getragen seien.

Die Minister werden - so das Kommuniqué - auch weiterhin die Forschung auf dem Gebiet der Biotechnologien unterstützen. Sie sei für die Zukunft der Landwirtschaft unverzichtbar.

Quelle: www.recherche.gouv.fr Redaktion: Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Lebenswissenschaften Umwelt u. Nachhaltigkeit Ethik, Recht, Gesellschaft

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