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Biodiversitätsmonitoring in Europas Flüssen: Universität Duisburg-Essen koordiniert internationales Projekt

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Neue Methoden für das Biodiversitätsmonitoring sind die Voraussetzung, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen und dadurch die Natur effektiver zu schützen. Dies betrifft insbesondere Flussökosysteme. Das internationale Konsortium unter der Leitung der Universität Duisburg-Essen (UDE) will durch neue Methoden die Überwachung der biologischen Vielfalt in den europäischen Flüssen verbessern. Das Projekt verfügt insgesamt über ein Volumen von rund 2 Millionen EUR und umfasst Partnerinstitutionen aus elf Ländern.

Der Biodiversitätswandel in Europa wird zunehmend spürbarer, vor diesem Hintergrund eröffnet das Forschungsprojekt DNAquaIMG: Innovatives transnationales aquatisches Biodiversitätsmonitoring eine neue Perspektive: das inter- und transdisziplinäre Projekt hat das Ziel, den tiefgreifenden Biodiversitätswandel in Europa in seiner Komplexität besser zu verstehen und systematischer zu überwachen. Projektleiter Prof. Dr. Florian Leese von der Universität Duisburg-Essen (UDE) wird in dem internationalen Konsortium mit 14 Partnern aus elf europäischen Ländern die international führende Expertise für die Entwicklung und Einführung von molekularen Hochdurchsatz- und automatisierten Bilderkennungsmethoden zur Überwachung der biologischen Vielfalt in Europas Flüssen bündeln. Die Kombination der beiden sich ergänzenden Ansätze ermöglicht eine präzise Erfassung der Artenvielfalt, selbst bei mikroskopisch kleinen Lebewesen und trägt somit dazu bei, die Daten zur biologischen Vielfalt aus Umweltproben erheblich zu erweitern.

Um die Möglichkeiten der neuen Methoden für ein europäisches Biodiversitätsmonitoring zu nutzen, werden die Forschenden die Implementierung im Kontext des bestehenden und bewährten Monitorings von Gewässern im Rahmen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (2000/60/EG) anstreben. Die Wasserrahmenrichtline sieht ein routinemäßiges Biomonitoring zur Bewertung der Flüsse vor. DNAquaIMG hat das Ziel mit den neuen Methoden umfassend zu untersuchen, wie Veränderung in den Artengemeinschaften mit der funktionalen Vielfalt und der ökologischen Zustandsklasse zusammenhängen. Dazu ist eine Bestimmung der Organismen bis auf das Artniveau erforderlich, um konkrete Hinweise für Biodiversitätsveränderungen zu erhalten. Allerdings erfolgt dieses Vorgehen bislang in nur wenigen Ländern. Das ermöglicht zwar ein Biomonitoring, das Einblick in den ökologischen Zustand einer Region gibt, aber für ein echtes Biodiversitätsmonitoring auf Artebene sind umfassende Daten wie aus diesem Projekt erforderlich.

Mit dem Forschungsprojekt sollen zudem neue Ziele für Indikatoren der biologischen Vielfalt identifiziert werden. Auf der Grundlage der Projektergebnisse planen die Forschenden, eine Strategie für eine verbesserte länderübergreifende Überwachung der biologischen Vielfalt und des Wandels von Ökosystemen zu entwickeln und damit die Umsetzung des Europäischen Green Deals, insbesondere der Europäischen Biodiversitätstrategie, sowie des Globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal zu unterstützen.

Neben Deutschland sind Universitäten und Institute aus Finnland, Frankreich, Irland, Östrreich, Polen, Portugal, Schweden, Serbien und Tschechien in dem Konsortium beteiligt.

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Quelle: Universität Duisburg-Essen (UDE) Redaktion: von Friederike Mang, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Dänemark Finnland Frankreich Irland Österreich Polen Portugal Schweden Serbien Tschechische Republik EU Themen: Geowissenschaften Lebenswissenschaften Umwelt u. Nachhaltigkeit

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