StartseiteLänderEuropaSchwedenNeues deutsch-schwedisches Max Planck Center untersucht den Einfluss von menschengemachten Umweltveränderungen auf Insekten

Neues deutsch-schwedisches Max Planck Center untersucht den Einfluss von menschengemachten Umweltveränderungen auf Insekten

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Die von Menschen verursachten Umweltveränderungen wirken sich auch auf Insekten aus. Die Max-Planck-Gesellschaft, die Universität Lund und die Schwedische Universität für Agrarwissenschaften wollen deshalb zusammen herausfinden, wie Klimawandel, Treibhausgase und Luftverschmutzung die chemische Kommunikation von Insekten beeinflussen. Der offizielle Startschuss für die Partnerschaft erfolgte am 27. Januar 2020 im schwedischen Alnarp.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des neuen Max Planck Centers “Next Generation Insect Chemical Ecology” werden die Wechselwirkungen zwischen Insekten, Klima und Menschen erforschen. Gemeinsam wollen sie vor allem untersuchen, wie sich höhere Durchschnittstemperaturen, Treibhausgase und Luftverschmutzung auf den Geruchssinn von Insekten auswirken und wie sich Insekten an diese Veränderungen ihrer Umwelt anpassen. Dies könnte einen wichtigen Beitrag zur Lösung globaler Probleme im Kontext von Klimakrise, Welternährung und Bekämpfung von Krankheiten liefern.

Am Max Planck Center sind drei Forschungsgruppen beteiligt: Das Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena mit seiner Abteilung Evolutionäre Neuroethologie, die Pheromonforschungsgruppe der Abteilung Biologie an der Universität Lund und die Forschungsgruppe Chemische Ökologie der Abteilung Pflanzenschutzbiologie an der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften. Die drei Partner ergänzen sich ideal: Ob Pflanzenfresser (Borkenkäfer und Motten), Blutfresser (Mücken) oder die Essigfliege – die Forschenden bringen ihr Fachwissen zu unterschiedlichen Insektenarten ein.

Alle drei Forschungsorganisationen finanzieren das Center mit jeweils 500.000 EUR pro Jahr. Derzeit läuft das Bewerbungsverfahren auf 17 Stellen für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die jeweils an einer der drei Einrichtungen hauptsächlich forschen werden, gleichzeitig aber auf die Infrastruktur und die Expertise der anderen Gruppen zurückgreifen können.

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Quelle: Max-Planck-Institut für chemische Ökologie/ IDW Nachrichten Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Schweden Themen: Lebenswissenschaften Umwelt u. Nachhaltigkeit

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