StartseiteLänderEuropaSchwedenMBD 15: Mobility Benefit Districts. Wirkungen auf Verkehr, Aufenthaltsqualität, Akzeptierbarkeit und Governance eines neuen Instruments zur beschleunigten Umsetzung der 15-Minuten-Stadt. Teilprojekt: Akzeptierbarkeit und Reallabor Darmstadt

MBD 15: Mobility Benefit Districts. Wirkungen auf Verkehr, Aufenthaltsqualität, Akzeptierbarkeit und Governance eines neuen Instruments zur beschleunigten Umsetzung der 15-Minuten-Stadt. Teilprojekt: Akzeptierbarkeit und Reallabor Darmstadt

Laufzeit: 01.01.2024 - 31.12.2026 Förderkennzeichen: 01UV2461
Koordinator: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main - FB 11 Geowissenschaften / Geographie - Institut für Humangeographie

Die sozial-ökologische Transformation urbaner Mobilität hin zu einem klimaverträglichen und nachhaltigen Mobilitätssystem ist eine gesellschaftliche Herausforderung, der sich mittlerweile zahlreiche Städte weltweit stellen. Ein Instrument zur Stärkung der Transformation, das bisher erst selten angewendet wird, ist die Nutzung sogenannter Mobility Benefit Districts (MBD). Damit ist ein Konzept gemeint, welches verkehrsbezogene Einnahmen in städtischen Quartieren (z.B. Parkgebühren) nutzt, um alternative Mobilitätsangebote (z.B. Bus, Bahn, Sharing, Fuß, Fahrrad) zu verbessern. Des Weiteren sollen die Bewohnerinnen und Bewohner bei der Auswahl der zu finanzierenden Mobilitätsangebote beteiligt werden. Ziel von MBD ist es, die Akzeptierbarkeit von Parkgebühren zu erhöhen, indem der Bevölkerung dadurch zugleich Alternativen zum privaten Pkw und auch attraktivere Räume angeboten werden (z.B. wenn Parkflächen reduziert werden). Das Projekt untersucht, inwiefern MBD sich eignen, um attraktivere Städte und bessere Mobilitätssysteme zu schaffen. Insbesondere wird untersucht, wie MBD beitragen können (i) zur Reduzierung von Pkw-Besitz und -Nutzung sowie zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität in urbanen Räumen, (ii) zur Erhöhung der Akzeptierbarkeit von Parkgebühren am Straßenrand sowie (iii) inwieweit Herausforderungen bei der Implementierung von MBD in urbanen Quartieren aus Governancesicht bestehen und wie diese gelöst werden können. In drei europäischen Städten und Ländern (Stockholm/Schweden, Wien/Österreich, Darmstadt/Deutschland) werden zwei Typen von Fallstudien untersucht, sogenannte "Learning Cases" bwz. "Living Labs/Transfer Labs". Aus ersten Erfahrungen mit MBDs werden in den Learning Cases Erkenntnisse gewonnen, die in den Living Labs/Transfer Labs mit Stakeholdern und Bewohnenden weiterentwickelt und gegebenenfalls umgesetzt werden sollen. Methodisch kommen quantitative Befragungen, Fokusgruppen und Einzelinterviews zum Einsatz.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Redaktion: DLR Projektträger Länder / Organisationen: Österreich Schweden Themen: Förderung Umwelt u. Nachhaltigkeit

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