StartseiteLänderMultilateralesEuropäische Union (EU)Röntgenlaser European XFEL ruft zu Experimentvorschlägen auf

Röntgenlaser European XFEL ruft zu Experimentvorschlägen auf

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt können sich jetzt erstmals mit Vorschlägen für Experimente am Röntgenlaser European XFEL bewerben. Die internationale Forschungseinrichtung in der Metropolregion Hamburg hat auf Ihrer Website den ersten Aufruf veröffentlicht, Anträge auf „Strahlzeit“ einzureichen. Das Nutzerprogramm soll mit zwei der insgesamt sechs derzeit geplanten Instrumente in der zweiten Jahreshälfte beginnen.

Über die Anträge entscheidet ein internationales Expertengremium auf Basis der wissenschaftlichen Qualität der Vorschläge. Nach erfolgreicher Bewerbung können Forschergruppen jeweils für einige Tage die Röntgenlichtblitze an einem der Instrumente am European XFEL nutzen. Die Nutzung der Anlage ist kostenlos, sofern die Ergebnisse durch Publikation der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden. Wie andere Röntgenlichtquellen ist European XFEL eine Forschungseinrichtung, die ihre Fähigkeiten und das Know-how ihrer Wissenschaftler externen Forschern zur Verfügung stellt. Der Beginn des Nutzerbetriebs wird daher einen der letzten großen Meilensteine bei der Inbetriebnahme des 3,4 Kilometer langen Röntgenlasers markieren.

Derzeit wird der European XFEL schrittweise in Betrieb genommen. Zunächst erfolgt die weitere Inbetriebnahme von Beschleunigerabschnitten, dann die Erzeugung von Röntgenlaserlicht („first lasing“) und schließlich die Inbetriebnahme der Instrumente. Nach der im Herbst beginnenden ersten Serie von Experimenten werden die Ausstattung für die Instrumente und die Möglichkeiten für Experimente weiter verbessert, bis das volle Potenzial des European XFEL erreicht ist. Das jetzt ausgeschriebene Programm für die ersten Experimente ist für zwei Monate geplant. Die nächste Ausschreibung für Experimentierzeit im ersten Halbjahr 2018 wird für Sommer 2017 erwartet. Ab 2018 werden vier weitere Instrumente hinzukommen, die jeweils auf bestimmte Anwendungen und Forschungsthemen zugeschnitten sind.

Weitere Informationen zur Bewerbung um Experimentierzeit unter www.xfel.eu.

Kontakt

Dr. Bernd Ebeling
European XFEL 
Tel: 040 8998 6921
E-Mail: bernd.ebeling(at)xfel.eu 

Quelle: European XFEL GmbH / IDW Nachrichten Redaktion: von Tim Mörsch Länder / Organisationen: EU Themen: Physik. u. chem. Techn. Infrastruktur

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