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Beschleunigerzentrum Sesame im Nahen Osten nimmt Arbeit auf

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Am 16. Mai wird das hochmoderne Beschleunigerzentrum in Jordanien eröffnet. Ein Stipendienprogramm der Deutschen Physikalischen Gesellschaft ermöglicht dort jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Forschung.

Am 16. Mai eröffnet König Abdullah II. von Jordanien das Beschleunigerzentrum Sesame im Nahen Osten. Analog zur Gründung des Teilchenforschungszentrums CERN bei Genf steht Sesame unter der Schirmherrschaft der UNESCO. Den Vorsitz des Councils dieser Lichtquelle der modernsten Generation übernimmt der Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) und Ex-CERN-Chef Rolf-Dieter Heuer.

SESAME steht für Synchrotron-Light for Experimental Science and Applications in the Middle East. Zu den Mitgliedern von Sesame zählen neben Jordanien ebenso Ägypten, der Iran, Israel, Pakistan, die Palästinensische Autonomiebehörde, die Türkei sowie Zypern. Aktuelle Beobachter sind Brasilien, Kanada, die Volksrepublik China, die Europäische Union, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, Japan, Kuwait, Portugal, die Russische Föderation, Spanien, Schweden, die Schweiz, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten von Amerika.

Das Forschungszentrum steht einer wachsenden Gemeinschaft von rund 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zur Verfügung, die insbesondere aus der Region kommen. Die Forschung umfasst ein überaus breites Spektrum an Themen. Die Spanne reicht von der Suche nach neuen Krebsmedikamenten bis zur Erforschung von Kunstgegenständen.

Zusammen mit der European Physical Society (EPS), dem Institute of Physics (IoP) und der American Physical Society (ASP) unterstützt die Deutsche Physikalische Gesellschaft das Projekt schon seit vielen Jahren mittels eines Reisestipendienprogramms. Die Stipendien ermöglichen es begabten Physikerinnen und Physikern aus der Region, am Beschleunigerzentrum zu arbeiten und zu forschen. Dabei ist mindestens ein Viertel der Gelder für die Förderung tallentierter Frauen vorgesehen, weitere 25 Prozent gehen an junge Physikerinnen oder Physikern.

Die Idee zur Errichtung des Beschleunigerzentrums entstand bereits in den späten neunziger Jahren. Nach dem Vorbild des Europäischen Teilchenforschungszentrums CERN soll es durch Wissenschaftskooperation den interkulturellen Dialog fördern und damit ähnlich wie das CERN in Europa Stabilität und Frieden in der Region.

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Quelle: Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Jordanien Irak Iran Israel Palästinensische Autonomiegebiete Pakistan Türkei Zypern Ägypten EU UNESCO Brasilien Kanada China Frankreich Griechenland Vereinigtes Königreich (Großbritannien) USA Italien Spanien Schweiz Schweden Russland Portugal Kuwait Themen: Infrastruktur Förderung Grundlagenforschung

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