StartseiteLänderOzeanienNeuseelandVerbundprojekt: SO290 - PALAEOTANZ; Paläoozeanographie der südlichen Tasmansee und Vereisungsgeschichte der Südinsel Neuseelands über die letzten Glazial-Interglazial Zyklen; Vorhaben II: Kontinent-Ozean Wechselwirkungen im Bereich der neuseeländischen Südinsel

Verbundprojekt: SO290 - PALAEOTANZ; Paläoozeanographie der südlichen Tasmansee und Vereisungsgeschichte der Südinsel Neuseelands über die letzten Glazial-Interglazial Zyklen; Vorhaben II: Kontinent-Ozean Wechselwirkungen im Bereich der neuseeländischen Südinsel

Laufzeit: 01.12.2021 - 31.05.2024 Förderkennzeichen: 03G0290NB
Koordinator: Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Ziel der FS Sonne Ausfahrt im Rahmen des Verbundprojektes PalaeoTaNZ ist die Gewinnung von Sedimentkernen aus unterschiedlichen Wassertiefen und Wasserproben aus der gesamten Wassersäule entlang von Ost-West-Profilen in der offenen südöstlichen Tasmansee und am Kontinentalhang vor Neuseeland. Unser gemeinsamer Ansatz ist die Rekonstruktion der ozeanographischen und klimatischen Geschichte der Tasmansee und der angrenzenden Su¨dinsel Neuseelands. Dafür sollen die Sedimentproben in einem Multi-Proxy-Ansatz geochemisch, mikropaläontologisch und sedimentologisch untersucht werden. Mit seinen untermeerischen Plateaus ist die Tasmansee eine der wenigen Regionen in den mittleren Breiten der Südhemisphäre, wo anhand von Sedimentarchiven hochauflösende Zeitserien der spätquartären Zirkulationsgeschichte aller Wasserstockwerke sowie die kontinentale Klimageschichte (inklusive des Staubeintrags aus Südostaustralien) und die Entwicklung der Vergletscherung Neuseelands direkt verglichen werden können. Darüber hinaus erlaubt das Arbeitsgebiet in der su¨döstlichen Tasmansee die Rekonstruktion von antarktischen Zwischen- und Bodenwassermassen, welche fu¨r die globale Ozeanzirkulation, und somit auch für das globale Klimageschehen, von entscheidender Bedeutung sind. Geplante methodische Schwerpunkte am AWI sollen XRF-Kernscannermessungen sowie isotopengeochemische (z.B. Sauerstoffisotopen-stratigraphie Wassermassen), sedimentologische (z.B. Staubeintrag gegenüber Fluss-/Gletschereintrag), und Biomarker-basierte (z.B. Wasseroberflächentemperaturen, terrestrischer Eintrag) Untersuchungen sein. Zusammen mit den am ICBM geplanten Analysen erlaubt dieser Multi-Proxy-Ansatz die Erfassung des Zusammenwirkens von Ozeanzirkulation, Klima und Vereisung und deren Koppelung an das globale Klimageschehen.

Verbund: SO290 - PALAEOTANZ Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Redaktion: DLR Projektträger Länder / Organisationen: Vereinigtes Königreich (Großbritannien) Neuseeland Themen: Förderung Umwelt u. Nachhaltigkeit

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