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Europäische Kommission investiert 123 Millionen Euro in die Erforschung von Coronavirus-Mutanten

Berichterstattung weltweit

Die Europäische Kommission mobilisiert 123 Millionen Euro aus dem neuen Forschungsprogramm Horizont Europa zur Erforschung von Coronavirus-Mutanten. Diese erste Soforthilfe schließt sich an eine Reihe von Forschungs- und Innovationsmaßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus an, die bereits von der EU finanziert werden. Sie steht im Einklang mit dem neuen europäischen Plan zur Vorsorge gegen biologische Gefahren (HERA Incubator), mit dem auf neue Varianten reagiert und ihre Ausbreitung verhindert oder abgeschwächt werden soll.

Die neuen Aufforderungen ergänzen frühere Maßnahmen zur Entwicklung von Behandlungen und Impfstoffen durch die Organisation und Durchführung klinischer Studien zur Förderung der Entwicklung vielversprechender Therapeutika und Impfstoffe gegen SARS-CoV-2/COVID-19. Mit ihr wird die Entwicklung umfassender COVID-19-Kohorten und -Netzwerke über die Grenzen Europas hinaus unterstützt und es werden Verbindungen zu europäischen Initiativen geknüpft und die Infrastrukturen ausgebaut, die für den Austausch von Daten, Fachwissen, Forschungsressourcen und Sachverständigenleistungen zwischen Forschenden und Forschungseinrichtungen erforderlich sind.

Mit den finanzierten Projekten soll Folgendes bewirkt werden:

  • Bildung neuer Kohorten und/oder Nutzung bestehender umfassender, dezentraler und regionaler oder multinationaler Kohorten, die auch über Europa hinausgehen. Dadurch dürfte das Wissen über SARS-CoV-2 und seine neuen Varianten rasch erweitert werden.
  • Weiterentwicklung vielversprechender Behandlungs- oder Impfstoffkandidaten für SARS-CoV-2/COVID-19, nachdem sie in klinischen Studien bereits die präklinische Entwicklung abgeschlossen haben.
  • Förderung von Forschungsinfrastrukturen, um den Datenaustausch zu beschleunigen und zügig Unterstützung und Fachwissen für die Forschung bereitzustellen, damit Coronavirus-Varianten bekämpft werden können und wir auf künftige Epidemien vorbereitet sind.

Die erfolgreichen Konsortien sollen mit anderen einschlägigen Initiativen und Projekten auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene zusammenarbeiten, um bestmögliche Synergien und Komplementarität zu erreichen und Doppelarbeit zu vermeiden.

Diese Sofortmaßnahmen ermöglichen es, den kurz- bis mittelfristigen Bedrohungen entgegenzuwirken und uns gleichzeitig für die Zukunft zu wappnen. Sie tragen dazu bei, die EU-Behörde für die Krisenvorsorge und -reaktion bei gesundheitlichen Notlagen (HERA) aufzubauen, mit deren Hilfe die EU künftige Pandemien frühzeitig erkennen und besser bewältigen kann.

Anträge können vom 13. April bis zum 6. Mai 2021 eingereicht werden. Die neuen Lösungen müssen im Einklang mit den Grundsätzen der weltweiten Corona-Krisenreaktion für alle verfügbar und erschwinglich sein.

Hintergrund

Im Februar 2021 kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einen europäischen Plan zur Vorsorge gegen biologische Gefahren (HERA Incubator) an, mit dem Europa auf eine erhöhte Bedrohung durch Coronavirus-Varianten vorbereitet werden soll. Der HERA Incubator vereint Wissenschaft, Wirtschaft und öffentliche Einrichtungen und wird alle verfügbaren Ressourcen mobilisieren, damit Europa diese Herausforderung bewältigen kann.

Zum Nachlesen

Quelle: Europäische Kommission - Vertretung in Deutschland Redaktion: von Mirjam Buse, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: EU Themen: Förderung Lebenswissenschaften

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