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Bundesforschungsministerin Karliczek eröffnet High-Level-Auftakt zur UN-Dekade der Ozeanforschung für Nachhaltige Entwicklung

Berichterstattung weltweit

Die Ozeane als größtes Ökosystem der Welt sind durch Übernutzung, Verschmutzung und Klimawandel in Gefahr, unwiederbringlich geschädigt zu werden. Die Vereinten Nationen haben deshalb die nächsten zehn Jahre zu einer Dekade der Ozeanforschung für Nachhaltige Entwicklung ausgerufen. Am 1. Juni fand dazu auf Einladung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung der Auftakt statt.

Als größtes Ökosystem der Erde haben der Ozean und die Meere eine wesentliche Bedeutung für das Überleben der Natur und der Menschheit. Die Meere und Ozeane sind jedoch bedroht und damit auch unsere Existenzgrundlage. Ziel der UN-Ozeandekade ist es, das Wissen über die Rolle und Bedeutung des Ozeans stärker in das Bewusstsein der Gesellschaft zu rücken und einen nachhaltigen Umgang mit dem Ozean zu erreichen. Hierzu sind Wissenschaft und Forschung aufgefordert, sich mit politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern, der Zivilgesellschaft, der Kultur und der Wirtschaft zusammenzufinden, um die Meeres- und Ozeanforschung weiter voranzutreiben.

Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek:

"Meeresforschung heißt Forschung für die Zukunft. Der Ozean ist Lebensraum, Klimamaschine, Nahrungsquelle, Handelsroute, Sehnsuchtsort – kurzum, die Basis unseres Lebens. Doch langsam geraten unsere Ozeane an ihre Belastungsgrenze. Wir müssen alles daransetzen, dieses einzigartige Ökosystem zu schützen und zu bewahren. Diese Herausforderung können wir nur bewältigen, wenn wir weltweit zusammenarbeiten.

Deshalb haben wir heute den Startschuss für die 'UN-Dekade der Ozeanforschung für Nachhaltige Entwicklung' gegeben. Wir wollen die Ozeane und die 'Klimamaschine Meer' besser verstehen und internationale Forschungskooperation stärken. Wir wollen unser Wissen in die Umsetzung bringen und einen nachhaltigen Umgang mit den Ozeanen weltweit erreichen, in dem der Schutz im Vordergrund steht und die Nutzung der vielfältigen Ressourcen in einem respektvollen Umgang mit dem Ökosystem Ozean erfolgt."

Prof. Dr. Antje Boetius, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, sagte über die UN-Ozeandekade:

"Unsere Küsten und Ozeane sind vielfältig lebenserhaltend für den ganzen Planeten und die Menschheit. Sie nehmen über 90 Prozent der Klimaerwärmung auf, und knapp ein Drittel unserer CO2-Emissionen. Über 90 Prozent aller Waren kommen als Rohstoff oder Produkt über die Meere in den Nutzen. Die Meere ernähren uns mit über 20 Prozent des Proteinbedarfs und der Hälfte des Sauerstoffs, den wir atmen. Die UN-Ozeandekade widmet sich den Fragen: Wie können wir diese Leistungen wertschätzen und das Wissen darüber weltweit teilen? Wie werden uns digitale Werkzeuge helfen, allen Menschen zu vermitteln, welche Rolle der Ozean für uns spielt und wie sehr wir mit ihm vernetzt sind. Was gibt es noch zu entdecken?"

Die UN-Ozeandekade ist verknüpft mit der Agenda 2030, einem von den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen verabschiedeten Aktionsplan für Menschen, den Planeten und den Wohlstand. Die UN-Ozeandekade zielt darauf ab, die Voraussetzungen für das Erreichen der 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 (Sustainable Development Goals, SDGs) entschieden zu verbessern.

Anknüpfend an die High-Level-Auftaktveranstaltung vom 1. Juni 2021 finden von Juli 2021 bis Mai 2022 die Ocean Decade Laboratories statt. Die Veranstaltungsreihe unter dem Motto "Creating the Ocean we Want" widmet sich den sieben offiziellen Zielen der Dekade und den zentralen Eigenschaften des Ozeans der Zukunft. In diesen "Ocean Labs" werden Expertinnen und Experten konkrete Forschungsfragen und Handlungsoptionen rund um einen nachhaltigen Umgang mit den Meeren und Ozeanen diskutieren. Drei- bis vierstündige Kernveranstaltungen werden seitens des BMBF in Zusammenarbeit mit der IOC-UNESCO organisiert und leiten die Laboratories ein. Für die damit verbundenen Satellite Activities sind Forschungsinstitutionen, NGOs sowie Kunst- und Kultureinrichtungen, Verbände und Vereine aufgerufen, Vorschläge einzureichen. Die vielfältigen Veranstaltungsformate ermöglichen einen Austausch von Akteurinnen und Akteure in verschiedenen Regionen und Zeitzonen der Welt.

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Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung Redaktion: von Sarafina Yamoah, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Deutschland Global Themen: Umwelt u. Nachhaltigkeit

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