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DLR-PT auf dem UN Wissenschaftsgipfel: "Wir dürfen niemanden zurücklassen"

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Begleitend zur 76. UN-Vollversammlung treffen sich bis Ende September rund 20.000 Akteure zum UNGA76 Science Summit. Ihr Thema: „Wie kann die Wissenschaft besser zusammenarbeiten, um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen? Der DLR Projektträger (DLR-PT) organisiert zwei Workshops. Auf der Eröffnungssitzung am 14. September sprach DLR-PT-Geschäftsleiter Klaus Uckel.

Der Wissenschaftsgipfel rund um die 76. Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNGA76) will das Bewusstsein für die Rolle der Wissenschaft beim Erreichen der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung schärfen. Auch soll er untersuchen, welche Rahmenbedingungen für eine globale wissenschaftliche Zusammenarbeit nötig sind. Die Eröffnungssitzung „How science will support the attainment of the SDGs“ konnten Interessierte aus aller Welt am Dienstag, 14. September live über Zoom verfolgen. Klaus Uckel, Geschäftsleiter des DLR-PT, zählte zu den ersten Rednern. Aus Sicht des Wissenschaftsmanagements skizzierte er in einem 15-minütigen Beitrag seine Vision einer globalen Zusammenarbeit der Wissenschaft – mit der zentralen Botschaft: „Wir dürfen niemanden zurücklassen.“

Uckel:

Leave no one behind – das ist ein zentrales Versprechen der Agenda 2030. Die internationale Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung kann einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung dieses Ziels leisten. Wir sollten in der internationalen Kooperation die Heterogenität der Forschungssysteme und die unterschiedlichen Standards und Rahmenbedingungen in der Wissenschaft international stärker berücksichtigen. Wir müssen auf Augenhöhe zusammenarbeiten und voneinander lernen, um globale Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen!“

Auch für mehr Fairness und Sensibilität bei Technologietransfer und geistigen Eigentumsrechten, neue Ansätze zum Monitoring und Folgenabschätzung, für mehr Wissenschaftsdiplomatie und Bürgerbeteiligung trat Uckel ein. Aus Erfahrung wisse der DLR Projektträger, dass Forschungsprojekte größere Wirkung entfalten, wenn „Stakeholder“ – darunter Bürgerinnen und Bürger – einbezogen werden.

Klaus Uckel sagte weiter:

„Die Wissenschaft kann eine wichtige Rolle als Grundlage für politische Entscheidungen spielen, und sie kann Brücken zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik bauen – auch zwischen Wissenschafts- und Entwicklungspolitik.“

Deshalb habe der DLR-PT in diesem Jahr gemeinsam mit mehreren Partnern die EU-Allianz für Wissenschaftsdiplomatie ins Leben gerufen.

Bis zum 30. September soll der UNGA76 Science Summit auf fünf Plenarsitzungen, 120 wissenschaftlichen Hauptsitzungen sowie 20 „Partner and Consortium Building Sessions“ 17 „Science for SDGs“-Strategien erarbeiten. Mehr als 400 Vortragende und 20.000 Teilnehmende werden erwartet. Der DLR-PT gestaltet zwei der Arbeitstreffen.

Die Session "Using science for/in diplomacy for solving global challenges" findet am 24. September von 15 bis 17 Uhr statt, moderiert von Angela Schindler-Daniels und Maria Josten vom DLR-PT. Der DLR Projektträger und die „European Union Science Diplomacy Alliance“ machen hier Wissenschaftsdiplomatie zum Thema. Hochrangige Experten aus Wissenschaft, Politik und Innovation werden die Rolle der Wissenschaft in der Diplomatie und Politik bei der Bewältigung globaler Herausforderungen wie Gesundheit, Klimawandel und sauberem Wasser diskutieren. Zu den Sprecherinnen zählen Kanadas Wissenschaftsministerin Mona Nemer und Asmita Parshotam vom High Court of South Africa.

Am 27. September um 13 Uhr lässt der DLR-PT in moderierender Rolle Monitoring-Ansätze aus der internationalen Forschungskooperation zur Erreichung der SDGs diskutieren: Die zweistündige Session "The significance of international research cooperation for the attainment of the SDGs – approaches from research management" wird von Joachim Post (DLR) und Sophie von Knebel (DLR-PT) moderiert: Wie können Stakeholder einbezogen werden, um globale Herausforderungen zu bewältigen? Wie lässt sich der Einfluss der Wissenschaft auf das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele messen und welche Rahmenbedingungen sind dafür nötig? Mit Fragen wie diesen beschäftigen sich u.a. Tanja Woronowicz (Institut für qualifizierende Innovationsforschung und -beratung, IQIB, Bad Neuenahr-Ahrweiler), Jackie Olang Kado (Network of African Science Academies) und Valeria Arza (National Scientific and Technical Research Council, Argentinien). Die Abteilung Afrika, Nahost, Türkei des DLR-PT ist durch Stefan A. Haffner auf dem Podium vertreten.

Quelle: DLR Projektträger Redaktion: von Mirjam Buse, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Global Themen: Strategie und Rahmenbedingungen Umwelt u. Nachhaltigkeit

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