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Schweiz bündelt Kompetenzen zur Erreichung des Netto-Null-Ziels bis 2050

Berichterstattung weltweit

Null Treibhausgas-Emissionen ab 2050: Dieses ambitionierte Ziel schafft die Schweiz nur, wenn Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gemeinsam darauf hinarbeiten. Mit dem Swiss Center of Excellence on Net-Zero Emissions (SCENE) bündeln die sechs Institutionen des ETH-Bereichs mit dem Paul Scherrer Institut (PSI) als Leading House ihre Expertise, um die Dekarbonisierung des Landes zu unterstützen.

2050 soll Schluss sein: Dann möchte die Schweiz unterm Strich keine klimaschädlichen Treibhausgase wie CO2 mehr ausstoßen – so hat es der Bundesrat beschlossen. Trotz dieses klar definierten Ziels bleiben viele Fragen offen, etwa welche Pfade zum Netto-Null-Ziel führen, wie man dafür gesellschaftliche Akzeptanz erreicht und welche technologischen Entwicklungen und rechtlichen Rahmenbedingungen es braucht, damit die Wirtschaft tragfähige Geschäftsmodelle entwickeln kann. Klar ist hingegen, dass Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft eng zusammenarbeiten müssen, um Synergien für die schnelle und starke Reduktion der Emissionen über alle Anwendungssektoren hinweg auszuschöpfen. Gleichzeitig müssen Technologien für Negativ-Emissionen weiterentwickelt werden, die schwer vermeidbare Restemissionen ausgleichen.

Hier setzt das Swiss Center of Excellence on Net-Zero Emissions (SCENE) an. Es bündelt die Expertise von über 30 Forschungslaboren rund um das Thema der Netto-Null-Emissionen und bietet eine Plattform für die interdisziplinäre, institutsübergreifende Zusammenarbeit im ETH-Bereich. An der gemeinsamen Initiative sind alle Institutionen des ETH-Bereichs beteiligt: Das PSI als Leading House, die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), die Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag), die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich) und die École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL).

Um das Ziel der Netto-Null-Emissionen zu erreichen, wurden sechs Handlungsbereiche mit höchster Priorität identifiziert: So wollen die Forschenden den Beitrag von Kohlenstoffkreisläufen mit Biomasse aus Holz untersuchen, technische Verfahren zur Abscheidung, Verwendung und Speicherung von Kohlenstoff entwickeln sowie Richtlinien für effiziente und geschlossene technische Stoffkreisläufe für Infrastrukturbauwerke erstellen. Weitere Arbeitspakete betreffen ein Energiesystem mit geringem CO2-Ausstoss und hoher sozialer Akzeptanz, sektorübergreifende Treibhausgas- und Klima-Modelle sowie Netto-Null-Pfade für die beteiligten Institutionen.

SCENE ist im strategischen Schwerpunkt "Energie, Klima und ökologische Nachhaltigkeit" angesiedelt, einem der fünf strategischen Schwerpunkte, die der ETH-Rat für die Zeitspanne 2025–2028 definiert hat. Aufgrund der Dringlichkeit des Themas haben sechs Joint Initiatives in diesem Schwerpunkt bereits zwei Jahre früher, also 2023, ihre Arbeit aufgenommen. SCENE arbeitet eng mit den anderen Joint Initiatives zusammen, unter anderem mit den von ETH-Forschenden geleiteten thematisch verwandten Projekten "Speed2Zero" und "MainWood". Der ETH-Rat finanziert das Projekt zur Hälfte, die andere Hälfte steuern die sechs beteiligten Institutionen bei – insgesamt beträgt das Budget über die drei Jahre Projektlaufzeit 17,2 Millionen CHF (rd. 17,6 Mio. EUR).

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Quelle: Paul Scherer Institut (PSI) Redaktion: von Laura Bazahica, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Schweiz Themen: Strategie und Rahmenbedingungen Umwelt u. Nachhaltigkeit

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