StartseiteThemenWissens- und TechnologietransferDekarbonisierung des britischen Energiesektors: UKRI fördert sechs neue Forschungszentren

Dekarbonisierung des britischen Energiesektors: UKRI fördert sechs neue Forschungszentren

Berichterstattung weltweit

UK Research and Innovation hat die Förderung von sechs neuen Forschungszentren zur Gestaltung des nachhaltigen Wandels im Energiesektor bekanntgegeben. Diese erhalten insgesamt 53 Millionen GBP (61,7 Mio. EUR)* und sollen zur Erreichung des britischen Netto-Null-Emission-Ziels bis 2050 beitragen. Zudem nehmen im Laufe des Julis zehn innovative groß angelegte Demonstrationsprojekte für die Energiewende ihre Arbeit auf.

Die Energieforschungszentren und -hubs sollen unter anderem innovative grüne Technologien entwickeln, um umweltfreundlichere und saubere Energieversorgung für Haushalte, Industrie und Verkehr zu gewährleisten sowie dazu beitragen, die Energienachfrage insgesamt zu senken.

15 Millionen GBP werden für ein neues nationales Energy Demand Research Centre bereitgestellt. Das Zentrum soll das Verbraucherverhalten, die Auswirkungen sozio-technischer Maßnahmen zur Reduzierung der Energienachfrage und Mechanismen zur Verbesserung der Energieeffizienz erforschen. Es ist an den Universitäten von Sussex und Newcastle angesiedelt.

Mit je 10 Millionen GBP werden zwei neue Wasserstoff-Hubs gefördert. Der UK Hub for Research Challenges in Hydrogen and Alternative Liquid Fuels (UK-HyRES) an der University of Bath befasst sich mit der Entwicklung von Technologien zur Herstellung von Wasserstoff und wasserstoffbasierten, kohlenstoffarmen Flüssigbrennstoffen. Das Hydrogen Integration for Accelerated Energy Transitions (HI-ACT) an der Universität Newcastle forscht zur Integration von Wasserstoff in die breitere Energielandschaft. Ziel ist es, Wechselwirkungen mit Elektrizität, Erdgas, Wärme und Verkehr zu berücksichtigen und zu ermitteln, in welchen Bereichen Wasserstoff den größten Nutzen bietet.

17,5 Millionen GBP fließen in drei Impact Hubs, um Forschungsergebnisse zur nachhaltigen Energieerzeugung in innovative Anwendungen zu überführen. Der Supergen Energy Networks Impact Hub an der Universität von Bristol beschäftigt sich mit Energieverteilungssystemen zwischen Versorgern sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern. Der an der Universität Plymouth angesiedelte Supergen Offshore Renewable Energy Impact Hub legt den Fokus auf Innovationen und neue Technologien für Offshore Wellen-, Gezeiten-, Solar- und Windkraftwerke. Der Supergen Bioenergy Impact Hub an der Aston University befasst sich mit der Bereitstellung von Bioenergie mit einem breiteren sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Nutzen.

Die Förderung erfolgt durch den Engineering and Physical Sciences Research Council (EPSRC) sowie mit Beteiligungen des Economic and Social Research Council (ESRC) und des Biotechnology and Biological Sciences Research Council (BBSRC).

Start von Demonstrationsprojekten

Das Office of Gas and Electricity Markets (Ofgem) fördert in Partnerschaft mit Innovate UK über den Strategic Innovation Fund (SIF) eine Reihe von Demonstrationsprojekten, die von Energienetzunternehmen mit Partnern aus den Bereichen Technologie, Innovation und Forschung durchgeführt werden. Zehn innovative, groß angelegte Demonstrationsprojekte mit einem Gesamtwert von 95,3 Millionen GBP wurden von Ofgem genehmigt und laufen noch im Juli dieses Jahres an. Sie befassen sich unter anderem mit Wetterdaten zur Vorhersage von Risiken und Störungen im Energienetz, der Integration von Offshore-Windkraftanlagen ins Stromnetz sowie Technologien für die künftige Nutzung von Wasserstoff.

Zum Nachlesen

* 1 GBP = 1,16 EUR (Stand 18.07.2023)

Quelle: UKRI Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Vereinigtes Königreich (Großbritannien) Themen: Dienstleistungsforschung Energie Innovation Physik. u. chem. Techn. Umwelt u. Nachhaltigkeit

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